Das neue Fernsehen

Ich habe keinen Fernseher. Spätestens jetzt halten mich die meisten Leute für komisch. Der Blick verdreht sich und das Gedankenkino ist nicht zu verbergen. Schließlich kann man nicht nicht kommunizieren. Ab sofort gelte ich als irgendwie anders. Ich spüre förmlich die Schublade. Fast unbemerkt mischt sich in die Verwunderung auch eine leichte Prise von stillem Respekt hinein. Dabei ist alles nur ein Irrtum. Ich mag das Fernsehen. Sehr sogar. Die Filme, die Serien, die Dinge drum herum. Ein gemütlicher Fernsehabend nach dem Essen auf dem Couch gehört doch zu den schönsten Dingen überhaupt. Wer mag schon freiwillig darauf verzichten? Und trotzdem kommt mir das klassische Fernsehen mittlerweile ziemlich altmodisch vor.

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Hello Dolly For Your Song

Louis Armstrong gelang mit dem Lied Hello Dolly den größten Erfolg seiner Karriere. Hello Dolly schaffte es auf die Eins der US-Billboard Charts Hot 100. Ursprünglich wurde der Song von Jerry Hermann geschrieben und geht auf ein gleichnamiges Musical zurück. Viele Menschen haben zu diesem Lied eine besondere Verbindung. Matt Mullenweg schrieb ein Hello Dolly Plugin (Programmerweiterung) für WordPress. WordPress ist weltweit das beliebteste Programm zum Bloggen. Das Plugin zeigt eine zufällig ausgewählte Textzeile von Hello Dolly auf der Administrationsoberfläche an und gehört zum Lieferumfang von WordPress. Dies steht aus verschiedenen Gründen unter starker Kritik. Die meisten Leute sagen, das Plugin sei unnötig und deinstallieren es. Unsere Welt ist also von Maximierung und Effizienz getrieben. Für Liebe, Gefühle und ähnlich Menschliches ist oft kein Platz. Und genau deswegen ist das Hello Dolly Plugin im WordPress Lieferumfang ein großartiges Statement. Spread the Love. Hiermit veröffentlicht Unmus das WordPress Plugin Hello Dolly For Your Song.

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Das Problem mit dem Passwort

Mittlerweile muss man sich überall authentifizieren. Es gibt kaum noch einen Dienst im Internet, den man ohne Login nutzen kann. Eine Anmeldung besteht immer aus einem Namen (der ist eigentlich nicht geheim, soll man aber trotzdem nicht weitersagen) und einem Passwort (das ist geheim). Ich hab oft das Gefühl, dass ich am Computer beinah nur noch mit Einloggen beschäftigt bin. Das geht schon beim Einschalten und der Anmeldung am Betriebssystem los. Eigentlich könnte man jetzt denken, uff, das war echt anstrengend, zum Glück hab ich es jetzt hinter mir. In Wirklichkeit geht es jetzt aber erst richtig los. Ich möchte Mails lesen, Passwort. Ich möchte meine Freunde auf Facebook besuchen, Passwort. Ich möchte eine Überweisung machen, Passwort. Ich möchte ein Buch bei Amazon kaufen, Passwort. Ich möchte ein Video auf YouTube hochladen, Passwort. Ich möchte einen Beitrag in einem Forum schreiben, Passwort. Ich möchte mir einen Film bei Lovefilm ausleihen, Passwort. Das hört gar nicht mehr auf. Egal, was man tut, überall muss man sich immer erst einmal authentifizieren.

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Windows 8 Offizielles Logo Microsoft

Windows 8, ich mag dich.

Microsoft kann grundsätzlich nichts richtig machen. So mein Eindruck. Es gibt immer von allen Seiten unendlich viel Schelte. Bei Windows 8 tut mir das richtig leid. Alle Nutzer schimpfen, die Medien schreiben Schmähbriefe, Beratungshäuser raten vom Umstieg ab und selbst große IT-Konzern geben Windows 8 für die sinkenden Absätze im PC-Bereich die Schuld. Das ist irgendwie nicht fair. Microsoft forciert mit Windows 8 ein einzigartiges Konzept. Eine einheitliche Technologiebasis für jede Plattform. Das gleiche Herz schlägt also im Computer, Tablet und Smartphone. So was gibt es bisher noch nicht. Es gibt so viele wunderbare Dinge, was man damit alles anstellen kann.

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Farbe: Magenta

Liebe Deutsche Telekom

Tagsüber bin in der Regel nicht zuhause. Ich arbeite in Vollzeit zu den üblichen Zeiten. Blöd ist, dass genau zu dieser Zeit, mein Festnetz-Telefon am häufigsten klingelt. Die Anrufer sind meistens Dienstleister, Ämter und Callcenter. Oft muss man aber erst einmal herausfinden, wer da überhaupt angerufen hat, wenn man nach Hause kommt. Umgekehrt möchte ich manchmal gar nicht, dass man mich telefonisch erreicht. Irgendwie habe ich teilweise richtig seltsame Typen im Freundeskreis. Das ist jedes Mal ein Drama und Kunststück, höflich und unauffällig zu signalisieren, „du, es ist gerade ganz schlecht“. Meistens kapieren die das auch nicht. Ähnlich ist es im Urlaub. Da will ich eigentlich von gar niemanden angerufen werden. Da dürfen mich höchstens Mama und Papa im Notfall erreichen.

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iTunes Match im Detail / FAQ

Nachstehend habe ich ein sehr umfangreiches FAQ für iTunes Match zusammengestellt. Es ist das größte iTunes Match FAQ im deutschsprachigen Internet. Es stellt sich die Frage, wozu? iTunes Match ist schließlich keine Problemzone. Nach der Aktivierung verschwindet es unsichtbar in den Hintergrund und macht ganz selten Probleme. Nun gerade das provoziert Fragen. Viele Details sind einfach nicht klar und es ist ungewiss, wie iTunes Match mit bestimmten Dingen umgeht. Man muss es ausprobieren, man muss es herausfinden. Ich habe mich detailliert mit iTunes Match beschäftigt und möchte diese Erfahrungen hiermit weitergeben. Nachstehend folgen über 60 Fragen und 60 Antworten verteilt auf vier Kategorien. Ich werde versuchen, den Fragenkatalog aktuell zu halten.

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Screenshot: iTunes Match Abgleich Ergebnis

Streifzug durch iTunes Match

Mit iTunes Match kann man die eigene Musik in der Cloud speichern. Damit hat man sie immer dabei und kann seine Musik überall hören. Reichen diese zwei Sätze um iTunes Match zu beschreiben? Eigentlich schon. iTunes Match ist völlig transparent. Man schaltet es ein und damit verschwindet es unsichtbar im Universum. Nur die Musik nicht, die Musik ist plötzlich überall. Nun aber wie kann man sich denn jetzt iTunes Match genau vorstellen? Auf den ersten Blick ist es auch nicht richtig einleuchtend, welchen Vorteil das nun genau bringen soll, die eigene Musik in der Cloud zu speichern (vor allem wenn iTunes Match unsichtbar im Universum verschwindet).

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Musik aus der Wolke

Irgendwas mit Schall, Geräusch und hörbarem Bereich. In nächster Nähe spricht man von Tonleiter, Klangfarben und Melodien. Die Definition aus dem Lehrbuch beschreibt organisierte Formen, Tonbeziehungen und Mehrstimmigkeit. Wippen, Tippen und Bewegen. Wie sie uns umhüllt und wie sie uns verdreht. Was ist Musik? Eine andere Geschichte ist, wie sie uns begegnet. Und wie sich die Art der Begegnung über die Jahre verändert hat.

Als Kind hab ich sehr gerne Hörspiele gehört. Auf Kassette. Nils Holgersson oder Masters of the Universe. Aber auch Biene Maja oder die drei Fragezeichen. Irgendwie war das aufregend und vor dem inneren Auge entstand meist ein wahrer Bilderregen. Die Hörspiele wurden nie langweilig, auch nach mehrmaligem Hören. Und die Kassetten waren total praktisch. Das kam dem Kindergeschick entgegen. Nur selten gab es Kabelsalat und Tränen.

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