23. Oktober 2014

Eskalation ist für mich persönlich echt zu einem Unwort geworden. Wenn etwas eskaliert, dann gerät es bekanntlich außer Kontrolle und alles kommt ganz ganz schlimm. Im Projekt Management hat dieses Wort allerdings eine andere Bedeutung. Dort eskalieren die Dinge nicht aus sich selbst heraus, sondern werden gezielt in diesen Zustand überführt.

Eskalation bedeutet „das sag ich meinem Chef“. Letztlich geht es darum, dass einer von einem anderen etwas haben will, aber nicht bekommt (wenn ich etwas möchte, aber nicht bekomme, gefällt mir das natürlich auch nicht). Wenn die Eskalation dann ausgelöst wurde, hat man erst mal Arbeit.

Der Chef ruft den ChefChef an, der ruft den ChefChefChef an, der ruft seinen Kollegen an und dort geht es die Organisation wieder herunter. Unten angekommen, geht das gleiche Spiel von vorne los, nur andersrum. Das geht dann ein paar Mal hin und her (in der Regel wird man sich so auch nicht einig) und heraus kommt am Ende nichts.

Wenn ich davon selbst nicht betroffen bin, finde ich das Theater eigentlich lustig. Wenn ich betroffen bin, nervt mich das total ab. Die Mama rufen, das kann echt jeder. Aber Konflikte und Probleme selbstständig lösen, das können die wenigsten.

20. August 2017

22. Oktober 2014

Ich habe gerade eine ziemlich gute Performance. Zumindest tagsüber. Abends bin ich dann aber auch in der Konsequenz ziemlich erschöpft und obwohl da noch Zeit ist, die man mit etwas ausfüllen könnte, ist mir das nicht mehr möglich. Normalerweise habe ich abends noch richtige kreative Spitzen, die aber gerade verloren gehen. Wenn man nun also den Output des ganzen Tages betrachtet, bringt mir die High-Performance in Summe eigentlich gar nichts, weil absolutes Underachievement am Abend.

20. August 2017

21. Oktober 2014

Bin ich jetzt eigentlich schon Tagebuch-Blogger? Ich fühle mich jedenfalls schon ein bisschen wie Frau Novemberregen. Die letzten drei Wochen habe ich fast täglich auf Ello einen Beitrag geschrieben. Anfangs hat mich Ello eigentlich gar nicht interessiert. Mittlerweile ist meine Lust auf neue Dinge irgendwie begrenzt. Ich bin zufrieden und es fehlt mir nichts.

Aber dann haben die Kasper drüben auf Twitter einfach nicht aufgehört über Ello zu reden. In einem schwachen Moment habe ich wohl gedacht, ach was soll’s, anschauen tut ja nicht weh. Und die Plattform hat mich dann im Guten überrascht. Wann hat man das schon? Schöne Überraschungen sind selten.

Zu Beginn wusste ich natürlich nicht, was ich auf Ello überhaupt anstellen soll. Ich wollte nicht das gleiche Zeug wie auf meinem Blog oder Twitter posten, das wäre schließlich langweilig. Letztlich hab ich dann einfach mal losgeschrieben, im Vertrauen darauf, die Antwort wird schon kommen.

Dadurch hat sich für mich ein ganz neues Format entwickelt. Es gab Mikro auf Twitter und es gab XXL in meinem Blog. Aber dieses MID-SIZE ist noch mal etwas ganz anders. Es hat seinen eigenen Charme und es hat seine eigene Botschaft.

Die Texte auf Ello sind mittlerweile ins eigene Blog gewandert.
20. August 2017

19. Oktober 2014

In meinem Bad hängt neben dem Waschbecken immer ein gelbes Handtuch. Das Bad ist der hellste Raum in meiner Wohnung, obwohl das Bad im Vergleich zu den anderen Räumen das kleinste Fenster hat. Zur gleichen Zeit ist es komischerweise der kälteste Raum. In der Konsequenz trocken leider diese gelben Handtücher neben dem Waschbecken nicht so gut.

Also muss ich das gelbe Handtuch oft austauschen, sonst wird es muffig. Das Bad ist nicht klein, aber auch nicht groß. Und im Moment strukturell so eingerichtet, dass ein richtiger Schrank schon etwas stören würde. Deswegen liegen die gewaschenen gelben Handtücher im großen Schlafzimmerschrank. Wenn ich ein Handtuch wechsle, muss ich also immer ins Schlafzimmer zum großen Schlafzimmerschrank gehen.

Das ist aber noch nicht alles. Im großen Schlafzimmerschrank lagen die gelben Handtücher bisher immer im sechsten Fach. Mit meiner Körpergröße verhält es sich nun so ähnlich wie mit der Größe des Bads. Ich bin nicht groß, aber auch nicht klein. Jedenfalls komm ich an das sechste Fach nicht so gut ran. Ich muss mich strecken. Strecken kann ab und an schon mal anstrengend sein. Wenn ich zum Strecken zu müde bin, hole ich mir immer einen Tritt.

Ganz schön kompliziert alles. Letztens habe ich dann gedacht, so kompliziert müsste das alles doch gar nicht sein. Wenn man die gelben Handtücher ins fünfte Fach des großen Schlafzimmerschranks legen würde, wäre alles viel einfacher. Und so hab ich dann das auch gemacht und fühle mich jetzt richtig wie ein Held.

20. August 2017

18. Oktober 2014

Unsere Systeme sind ja sowas von verletzlich. Ein bisschen Streik, ein bisschen Stromausfall, ein bisschen Schnee, ein bisschen #Unwetter und schon funktioniert hier gar nichts mehr. Super Systeme! Überall nur noch nur Chaos. Aber ich mag das! Was vorher sortiert war, ist nun komplett durcheinander.

20. August 2017

17. Oktober 2014

Wenn man so in das Internet hinein schreibt, dreht sich die Welt erst einmal ganz normal weiter. Aber irgendwann beginnt das Internet zurückzuschreiben und das ist dann etwas ganz wunderbares. Und dieses Internet, das bist du!

Aber ich bin auch das Internet. Und ich mache das wie im echten Leben. Wenn ich das Gefühl habe, ich kann nichts beitragen, dann halte ich lieber den Mund und genieße im Stillen. Wenn ich aber das Gefühl habe, ich kann ein fehlendes Stück ergänzen, dann schreibe ich einen Kommentar unter den Blogpost.

Zudem habe ich ja selbst auch ein Blog und freue mich über Kommentare. Was man sich selbst wünscht, muss man auch selbst zu geben bereit sein (wie in der Liebe). Sonst wäre das ja irgendwie egoistisch (wäre also keine Liebe).

Ich gebe mir beim Kommentieren eigentlich immer sehr viel Mühe (also Blut, Schweiß und Tränen, is klar). Und wenn dann mal die eigenen Gedanken verteilt sind, würde ich manchmal auch gerne wissen, was damit passiert ist (schließlich sind Gedanken wie ein Virus).

Das Schönste, was passieren kann, ist Kommunikation (also wenn der Blogger auf den Kommentar antwortet). Blöd nur, wenn diese Kommunikation ungelesen im Universum verpufft, weil viele Blogs keine Notifications für Kommentare anbieten. Sehr schade! Ich habe leider ganz wenige Blogs so lieb, dass ich später extra noch mal zurück surfe und gucke, ob das Internet rückkoppelt.

20. August 2017

16. Oktober 2014

Seit wenigen Monaten bin ich stolzer Besitzer eines Mixers. Den Mixer hatte ich mir zum Geburtstag gewünscht und diese Gelegenheit hat sich Mama natürlich nicht nehmen lassen, worüber ich mich besonders gefreut habe, weil ich von Mama ganz selten etwas Gegenständliches geschenkt bekomme.

Jedenfalls, was ich eigentlich sagen wollte, ich liebe diesen Mixer. Vor allem fasziniert mich die einzigartige Usability. Drückste drauf, wird gemixt. Knöpfe am Gerät gibt es keine. Da kann man quasi nichts falsch machen. Ganz wunderbar! Und voll unkompliziert!

20. August 2017

15. Oktober 2014

Es ist manchmal aber auch zu schön anzusehen, wie große Konzerne so wunderbar an der eigenen Effizienz scheitern und sich selbst im Weg stehen. Diese Überforderung resultiert natürlich nicht aus einer Inkompetenz heraus, sondern ist erstaunlicherweise ein Ergebnis unendlich vieler Prozessoptimierungen (also Prozessstandardisierungen) innerhalb des Unternehmens. In der Konsequenz führt dies leider dazu, dass kleinste Prozessabweichungen nicht mehr zu bearbeiten sind.

Jetzt hab ich vor zehn Tagen eine eMail an die liebe Telekom geschrieben mit einer Reihe von Fragen (ich überlege mein Tarife umzustrukturieren). Darin stand explizit, bitte Antwort per eMail. Ich wusste natürlich schon vorher, Antwort per eMail, das haben die gar nicht gern. Deswegen ruft der Service-Center auch grad 3 Mal am Tag bei mir an, aber ich nehme natürlich nicht ab (mich interessiert nämlich, ob sie es schaffen, vom Standardprozess abzuweichen). Nach 7 Tagen hat die Telekom dann auch gemerkt, „so kommen wir nicht weiter“ und ich erhielt eine Antwort per eMail.

Aber leider hatte ich mich zu früh gefreut, das war nämlich gar keine Antwort. Die wollten jetzt erstmal nur meine Kundennummer wissen, was ja eigentlich ganz leicht über die Telefonnummer herauszufinden wäre, welche der Service-Center die ganze Zeit angerufen hat. Wahrscheinlich ist der Callcenter aber extern (wird von einer Drittfirma betrieben) und hat deshalb nur eingeschränkten Zugriff auf die Kundendaten (soweit zumindest meine Vermutung), weil er halt nur für die Call-Annahme zuständig ist.

So oder so, ich bin ich ganz gespannt, wie das jetzt alles weitergeht.
Wir sind in der Sache ja noch ganz am Anfang.

20. August 2017

13. Oktober 2014

Politisch bin ich eigentlich nur privat.
Aber es gibt da eine Sache, die mich schon seit Jahren wütend macht.

Zahlen vom September 2014, Bundesagentur für Arbeit.
Arbeitslose: 2.808.000
Offene Stellen: 518.000

Ein Kind würde jetzt sofort fragen, und was ist mit den 2.290.000 Menschen, die übrig bleiben? Ich bin kein Kind, aber ich würde die Antwort auch gerne wissen.

20. August 2017