21. Dezember 2016

Meine Schwester, ihre vierjährige Tochter Lana und ich saßen im Büro meiner Eltern. Meine Schwester arbeitete irgendwas am Computer, die kleine Lana spielte mit Knete und ich las unnötiges Zeug auf dem iPad.

Lana: Guck mal, was ich Schönes geknetet hab.
Marco: Sieht aus wie ein Penis.
Schwester: MARCO!
Lana: *freutsich* PENIS! PENIS! PENIS!

Schwester: Die Lana hat doch bestimmt einen Turm gebaut, oooooder?
Marco: Nee, guck doch mal, wie das aussieht!
Lana: *machtHopserlauf* PENIS! PENIS! PENIS!

Schwester: In solchen Fällen musst du Pipimann oder sowas sagen!
Marco: *gucktverdutzt* WHAT?
Lana: *machtLuftsprünge* PENIS! PENIS! PENIS!

Schwester: Mann!!! Das ist nicht lustig!
Marco: *verstehtdasProblemnicht*
Lana: *gehtabwieeinZehner* PENIS! PENIS! PENIS!

(voll lustig)

20. August 2017

19. Dezember 2016

Meine Geschwister und ich gehen in der Vorweihnachtszeit gerne zusammen einkaufen. Das ist richtig zu einer Tradition geworden, die sich mittlerweile schon viele Jahre hält. Wir nehmen uns dafür immer einen Tag frei und gehen unter der Woche, weil es werktags in der Stadt sehr viel entspannter ist. Unsere Weihnachtsgeschenke haben wir auch meistens schon zuvor im Internet bestellt, in der Regel fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten. Einer unser bevorzugten Einkaufsstädte ist Karlsruhe.

Manchmal reisen wir zusammen an, manchmal reist jeder für sich alleine. Obwohl es zwischen Mannheim und Karlsruhe eine direkte Zugverbindung gibt und ich Zugfahren sehr liebe, fahre ich immer mit dem Auto (der Tüten wegen). Die Autos parken wir stets im Ettlinger Tor. Das Ettlinger Tor ist ein Einkaufszentrum in der Stadtmitte. Wir treffen uns meistens am späten Vormittag (weil keiner von uns gerne früh aufsteht) in einem umliegenden Kaffee zum Frühstück. Und nach dem Frühstück geht’s dann los!

Über die Jahre hat sich auch eine feste Route durch die Stadt heraus gebildet. Wir laufen ausgehend vom Ettlinger Tor über eine parallel zur Fußgängerzone liegenden Gasse zur Postgalerie. In der Gasse befinden sich ein paar kleinere Geschäfte. Die Postgalerie war früher einmal der Hauptsitz der Karlsruher Post. Nach der Privatisierung der Bundespost hat man aber (natürlich) ein Einkaufszentrum daraus gemacht. Von der Postgalerie schlendern wir dann über die Fußgängerzone wieder zurück Richtung Ettlinger Tor. Mit dem Ettlinger Tor schließen wir dann den Einkaufstag wieder ab. Zuvor stärken wir uns aber meistens noch auf dem Weihnachtsmarkt.

Das Ettlinger Tor hat drei Stockwerke und wir kaufen meistens von oben nach unten. Oben gibt’s eine Yeans Halle. Dort hab ich mehr oder weniger alle meine Jeans gekauft. Zwischendrin müssen wir immer auch mal kurz ans Auto, um die ganzen Tüten ablegen, und müssen irgendwo einen Kaffee trinken, weil uns die Füße wehtun. Nachdem es draußen dunkel geworden ist, wir alles geschafft haben und der Weihnachtsmann über den Karlsruher Weihnachtsmarkt fliegt, gehen wir meistens noch in ein schönes Restaurant etwas essen und lassen den Tag gemütlich ausklingen.

Skizze: Stephanus Buchhandlung @ Stadtplan Karlsruhe

Das ist alles total super und wir drei freuen uns jedes Jahr auf diese Einkaufstage. Jetzt gibt’s nur ein Problem und das Problem ist, gleich zu Beginn unserer Einkaufsroute liegt die Buchhandlung Stephanus. Die Buchhandlung Stephanus ist eine schöne, kleine und charmante Buchhandlung nach alter Tradition an einer Straßenecke. An der Eingangstür hängt ein Schild und darauf steht: „Man muss nicht zum Amazonas reisen, um gute Bücher zu entdecken.“ Neben dem wirklich guten Sortiment an Büchern hat die Buchhandlung Stephanus leider auch eine sehr gut sortierte Comic-Abteilung mit vielen tollen Graphic Novels. Die sind auch noch so fies, dass sie sogar ein ganzes Schaufenster mit Comics ausschmücken und man quasi gar nicht dran vorbeilaufen kann. Und das führt dann natürlich zu dem Sachverhalt, dass ich gleich zu Beginn mein für den Tag vorgesehenes Einkaufsbudget komplett verbrauche und der restliche Tag für mich eigentlich komplett unnötig ist.

Okay, immerhin bin ich mittlerweile so schlau, meinen Einkauf dort einfach hinterlegen zu lassen und später abzuholen, damit ich die schweren Comics nicht durch die ganze Stadt schleppen muss. Auf die Idee, unsere Einkaufsroute einfach in die umgekehrte Richtung zu starten, bin ich bisher noch nicht gekommen.

20. August 2017

23. Oktober 2016

Virgin Galactic wurde im Jahr 2004 gegründet. Die Firma arbeitet an der Vision, suborbitale Flüge in den Weltraum für Touristen zu ermöglichen. Hierfür werden die Passagiere mit einem Trägerflugzeug in den Himmel auf eine Höhe von 16 Kilometer transportiert und danach mit einem suborbitalen Raumgleiter per Raketenantrieb durch einen Parabelflug an die Grenze zum Weltraum gebracht. Dort dürfen sich die Glücklichen über 6 Minuten Schwerelosigkeit freuen bevor es wieder zurück zu Erde geht. Die Prototypen sind derzeit im Testbetrieb und sogar der nötige Weltraumflughafen Spaceport America in New Mexico ist schon gebaut. Virgin Galactic gehört zur Virgin Group. Und die Virgin Group gehört Richard Branson.

Ähnliche Pläne verfolgt auch Jeff Bezos. Jeff gründete nicht nur Amazon, sondern ebenso im Jahr 2000 das Unternehmen Blue Origin. Auch Blue Origin hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen zur Selbstzerstreuung in den Weltraum zu befördern. Allerdings nicht so halbgar mit Hilfe eines Trägerflugzeug, sondern die Passagiere werden in einer Kapsel mit einer Rakete richtig ins Weltall geschossen. Das Antriebsmodul bleibt bei Ankunft auch nicht als Müll im Weltraum zurück, sondern fliegt eigenständig zurück zur Erde und wird für den nächsten Flug recycelt. Die Kapsel hingegen gleitet irgendwann selbst und ganz klassisch mit Fallschirm zurück zur Erde. Mittlerweile wurden schon drei Testläufe erfolgreich durchgeführt (aber noch ohne Menschen).

Aber das ist alles eigentlich noch gar nichts gegen das, was sich Elon Musk (Tesla und Hyperloop) vorgenommen hat. Er gründete im Jahr 2002 die Firma SpaceX. Und SpaceX möchte nicht nur in den Weltraum, sondern gleich zum Mars. Dazu forscht es an einem interplanetaren Transportsystem und das geht so: Zunächst transportiert ein Raketensystem das Raumschiff mit den Passagieren in den Orbit. Während das Raumschiff im Weltraum geparkt wird, fliegt das Raketenmodul zurück zur Erde und holt noch mal schnell einen Treibstofftank. Wieder im Weltraum wird dieser Treibstoff ins Raumschiff umgepumpt. Danach fliegt die galaktische Tankstelle wieder zur Erde und das vollbetankte Raumschiff zum Mars. Der Treibstoff reicht zwar nur für den Hinflug, das macht aber nichts. Für den Rückflug wird der Treibstoff dann halt einfach auf dem Mars produziert. Dazu soll Kohlendioxid aus der Mars-Luft sowie flüssiger Sauerstoff aus dem Mars-Eis entnommen und in Methan umgewandelt werden. Das ist zwar alles noch Zukunftsmusik, aber schon heute führt SpaceX im Auftrag der NASA die meisten Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS durch.

Ich frage mich ja immer, wenn ich Unternehmen wie Amazon, Tesla oder Virgin aufgebaut hätte, käme ich dann auch auf die Idee, „ach komm, lass mal noch eine Weltraumfirma gründen.“ Eigentlich kann ich mir das nur so vorstellen: Es war mal wieder Weltwirtschaftsforum in Davos (oder sowas ähnliches) und die Elite kam zusammen, um die globalen Fragen zu diskutieren. Nach endlosen Vorträgen und langwierigen Diskussionen sassen die Herren Branson, Bezos und Musk abends betrunken und müde an der Bar. Aus der Langeweile heraus spielten sie dann Penisvergleich. Aber irgendwie funktionierte das nicht so richtig, weil Amazon, Tesla und Virgin halt nicht so recht vergleichbar sind. Tja, und anstatt einfach eine Münze zu werfen, muss wohl einer gesagt haben: „Hopp, wer als Erster im Weltraum ist!“

20. August 2017

10. September 2016

Also ich mag Ideen ja eigentlich nicht so. Weil die immer so viel Arbeit machen. Hätte ich beispielsweise vorher gewusst, wie kompliziert und aufwändig ein Podcast ist, hätte ich mit Zirkusliebe niemals angefangen. Merkt man leider meistens erst hinterher. Aber einfach aufhören ist halt auch keine Option, weil das Ergebnis sogleich ein Teil von dir geworden ist.

Wenn so eine Idee erstmal da ist, fordert sie unmittelbar ihren Raum ein. Man muss alles stehen liegen lassen. Weil man von Kopf bis Fuß infiziert ist und die Schwingung ausnutzen sollte, solange die Idee noch frisch ist und aus sich selbst heraus Energie bezieht, die einen positiv antreibt. Man kann die Idee auch nicht wegschieben, die Idee denkt sich immer wieder selbst.

Und die Pläne haben das doch gar nicht vorgesehen. Also muss man alle Termine absagen und wieder neu planen, damit die Idee ihren Raum findet. Und wenn man sich gerade erst (mit viel Müh) einen freien Raum geschaffen hat und die Müßigkeit in Reichweite verweilte, so ist dieser freie Raum nun verschwunden. Aber nicht dass sich jetzt die Idee mit diesem Raum begnügen würde. Auf eine Idee folgt die nächste Idee, welche auf die erste Idee aufsetzt, die Idee wird also immer größer und schöner und verlangt nach noch mehr Raum. Und dann haste wieder Stress an allen Ecken und Enden, weil das Leben halt aus mehr als nur Ideen besteht.

Die Idee alleine, das wäre ja eigentlich nicht so dramatisch. Die macht ja nichts und tut auch nicht weh. Die Umsetzung ist das eigentliche Problem. Weil man heutzutage auch so viele Möglichkeiten hat und seine Ideen tatsächlich auch umzusetzen kann. Dem sind quasi keine Grenzen gesetzt. Früher ging das nicht so leicht von der Hand und damit waren die Ideen irgendwie erledigt. Zwar kann man Ideen ebenso verwerfen, aber durch liebevolle Umsetzung können auch durchwachsene Ideen zu wunderbaren Projekten heranreifen.

Es ist ja nicht so, dass man alle Schaltjahre mal eine Idee hat. Ich hab ständig Ideen, nur halt nicht an den richtigen Stellen. Mir kommt zum Beispiel nie eine Idee, wie ich von heut auf morgen reich werden könnte. Ich hab immer nur Ideen, wie ich meine eh schon nicht vorhandene Freizeit noch weiter verknappen können. Und dann stehste da mit einer Reihe von Projekten an der Backe, die ihre Existenz einfordern und fortlaufend der Hinwendung bedürfen. Nee, lass mal, ich will keine Ideen mehr!

Meine letzte Idee war übrigens der Sommer der Liebe. Gerade erst letzte Woche erdacht und (weil Drive) gleich umgesetzt. Beim Umsetzen hatte ich dann auch noch so ein warmes Gefühl im Bauch. Und deswegen reifte zusätzlich parallel noch der Entschluss heran, künftig öfter in dieser Form nach dem Zeichenstift zu greifen. Merkter was? Übrigens, nach über drei Jahren Bloggen ist dieser Beitrag meine erste Teilnahme an einer Blogparade (die Gitte, die befruchtet mich leider auch immer wieder).

20. August 2017

29. August 2016

Letztens habe ich wieder etwas im Internet bestellt. Der Bequemlichkeit wegen kaufe ich eigentlich ständig im Internet. Insofern ist das Adverb “letztens” voll die Schönfärberei. Jedenfalls, zwischen dem Abschluss des Kaufvorgangs und dem Empfang des bestellten Artikels habe ich insgesamt 6 Mails erhalten.

1. Mail (Absender Shop) : Wir haben Ihre Bestellung erhalten!
2. Mail (Absender Shop) : Auftragsbestätigung
3. Mail (Absender PayPal) : Bestätigung der Zahlung
4. Mail (Absender Shop) : Paket wurde an Zustelldienst übergeben
5. Mail (Absender DHL) : Das Paket ist unterwegs
6. Mail (Absender DHL) : Paket wurde beim Nachbarn hinterlegt

Hier noch mal visualisiert (um’s zu verdeutlichen).

Skizze: 1 Paket = 6 Mails

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Meistens überkommt mich der Kaufrausch nämlich in Schüben. Es ist keine Seltenheit, dass ich an einem Abend gleich mehrere Bestellungen durchführe. Mitunter auch im selben Online-Shop, weil mir nach Kaufabschluss dauernd etwas einfällt, was ich zuvor wieder vergessen habe. In der Konsequenz müssen oben stehende Mails natürlich noch mal mit der Anzahl der Einkäufe multipliziert werden.

Freilich muss man einräumen, nicht jeder Online Shop verschickt die gleichen Benachrichtigungen. Manche verzichten auf die Eingangsbestätigung, andere schicken nach dem Erhalt des Artikels gleich noch eine Umfrage hinterher, ob ich auch mit der Ware zufrieden bin. Wenn ich mit Kreditkarte zahle, fällt zwar die Paypal Notification weg, dafür erhalte ich aber eine SMS über die Kartenbelastung von der Bank. Und wenn man ganz, ganz viel Pech hat, enthalten all die vielen Mails noch nicht mal eine richtige Rechnung (die muss man dann noch mal händisch beim Anbieter downloaden).

Also mir geht das ganz schön auf den Keks und nach jedem Online-Shopping bin ich die nächsten Tage fortlaufend damit beschäftigt, all die Mails weg zu sortieren (was überhaupt nicht bequem ist).

20. August 2017

10. August 2016

Im Büro meiner ersten Arbeitsstelle hatten wir eine kleine Küche in einem Nebenraum. Die Küche war als Aufenthaltsraum für das Team gedacht und darin stand auch eine kleine Kaffeemaschine. Für jede Tasse Kaffee musste man damals 30 Cent in die Kaffeetasse werfen. Von diesem Geld wurden dann die Kaffeebohnen bezahlt. Die Reinigung war bei der Gebühr leider exklusive. Deswegen gab es einen Reinigungsplan und wenn man dran war, musste man eine ganze Woche lang jeden Tag die Kaffeemaschine sauber machen. Das hat natürlich nicht so gut geklappt (vom Anschalten des Geschirrspülers für die benutzten Tassen ganz zu schweigen).

Zwei Jahre später habe ich die Stelle gewechselt. In der neuen Abteilung gab es einen Servicevertrag mit Tschibo. Tschibo stellte dabei die Kaffeeautomaten für jedes Team kostenfrei zur Verfügung und als Ausgleich wurden die Bohnen ausschließlich von Tschibo bezogen. Und das hat sogar die Kostenstelle bezahlt! Nur die Sache mit der Reinigung und Wartung, das blieb weiterhin ein Drama! Da kann man echt alle in einen Topf werfen, von Teamleiter bis zum Praktikanten, da sinse alle gleich. Unsere Kaffeemaschine, die wurde quasi alle Schaltjahre mal sauber gemacht. Wogegen der Geschirrspüler mit viel Glück freitags schon mal versehentlich angeschaltet wurde.

Als die Kaffeemaschine dann zum hundertsten Mal wegen mangelhafter Wartung kaputt gegangen ist, hat sich die Teamleitung gedacht, so geht das nicht weiter. Nein, so kann das wirklich nicht weiter gehen! Alle Kaffeemaschinen der einzelnen Teams wurden abgeschafft und es gab nur noch eine Kaffeemaschine für das ganze Gebäude. Damit einhergehend wurde die Reinigung an den Empfang übertragen und seitdem ging die Kaffeemaschine auch nicht mehr kaputt. Nur die Geschirrspülmaschine einräumen und anschalten, das mussten die Mitarbeiter noch selber machen (hat aber trotzdem kaum jemand gemacht).

Vor ungefähr zwei Jahren ist der Unternehmensbereich dann in ein neues Gebäude gezogen. Sehr modern mit Meetings Points, Cubes und Open Spaces. Und mit Service für die Küche! Erst hab ich gedacht, jetzt ist das Problem endlich gelöst. Aber da hab ich total falsch gedacht. Die Mitarbeiter müssen nämlich (in Eigenregie) die benutzten Tassen zu den schmutzigen Tassen stellen. Dazu gibt’s an der Küchenzeile drei große Schubladen. In jeder Schublade befindet sich ein Tassenkorb, in welche man die benutzen Tassen reinstellen soll. Jetzt ist es leider so, immer wenn man die erste Schublade aufmacht, ist die Schublade schon voll. Und die nächste Schublade aufmachen, das ist halt auch sehr viel verlangt. Weil man sich dann ja noch tiefer bücken muss. Deswegen werden in der ersten Schublade alle Tassen irgendwie gestapelt und neben den Korb gestellt, was natürlich der Reinigungsfrau wieder zusätzlich Arbeit macht. Und die zweite und dritte Schublade bleiben leer.

Illustration: Kaffeetasse

20. August 2017

23. Mai 2016

„Wenn der Wind der Veränderung weht, dann bauen die Einen Mauern, die Anderen aber bauen Windmühlen. Du kannst dir den Wind der Veränderung ein wenig um die Nase wehen lassen. Du kannst aber auch aktiv teilnehmen, dich einbringen. Du kannst zusehen, wie der Wind den Mechanismus der Windmühle in Gang setzt. Also wie die Kraft des Windes in etwas Anderes verwandelt wird. Und wir alle, die wir keine Mauen bauen, sind kleine Windmühlen.“ Julia Schönborn

Ein Verbund von Windmühlen

Und die Flügel drehen sich. Wir spüren den Wind auf der Haut genauso wie den Regen. Aber wir brauchen den Wind eigentlich gar nicht. Denn wir sind selbst die Veränderung. Wir pusten uns einfach gegenseitig ins Gesicht. Und so bringen wir uns nicht nur selbst in Bewegung, sondern auch die vielen schönen Flügel der Windmühlen um uns herum. Der Wind zieht rüttelt an den Läden, fegt den Staub von der Straße und kleine Blumentöpfe fallen von der Fensterbank. Manche frösteln und rollen sich die Ärmel ab, andere freuen sich über das wehende Haar. Sieh, wie Veränderung geschieht und zärtlich herein bricht. Samen wird getragen und irgendwo wachsen Blumen, wo zuvor keine Blumen waren. Also weg mit dem Leuchtturm, denn es ist keine Nacht.

BarCamp RheinNeckar 2016, 2. und 3. Juli, Dezernat 16, Heidelberg.
https://barcamp.rhein-neckar.me

Ein Verbund aus Windmühlen.
<3

26. August 2017

21. Mai 2016

Für meine eigenen Zwecke habe ich vor ein paar Wochen ein Programm geschrieben. Das Programm heißt Mathilda und ist ein WordPress Plugin. Es kopiert fortlaufend die eigenen Tweets aus Twitter heraus und speichert sie in der WordPress Datenbank. Jedenfalls habe ich nun das Plugin als Open Source veröffentlicht und unter die Lizenz GPLv2 gestellt. Der Code ist zwar ein bisschen peinlich (weil ich kein Programmierer bin), aber wer mag, kann Mathilda aus dem WordPress Plugin Directory laden, selbst auf dem eigenen Blog ausprobieren, den Code klauen oder das Plugin komplett umschreiben. It’s yours!

Mathilda @ WordPress Plugin Directory
https://wordpress.org/plugins/mathilda/

Mathilda Plugin Seite @ unmus
https://www.unmus.de/mathilda/

14. September 2017

16. Mai 2016

Letztens saß ich gemütlich im Büro, hab irgendwas Unnötiges gearbeitet und plötzlich ging das WLAN nicht mehr. Die Cloud stellte ihre Dienste ein und der Browser öffnete keine neuen Internetseiten mehr. Wenn das WLAN nicht geht, das ist ja auch so eine Kiste.

Skizze: Das WLAN geht nicht

Gedanklich bin ich Schritt für Schritt die möglichen Ursachen durchgegangen. Stört vielleicht ein anderes Gerät die WLAN-Frequenz (schwierig herauszufinden)? Ist eventuell der Netzwerktreiber des Betriebssystems abgestürzt (dazu müsste ich das Notebook neustarten)? Vielleicht ist mit dem WLAN aber auch alles in Ordnung und das Internet funktioniert grad nicht (dazu müsste ich aber erstmal ein Netzwerkkabel suchen und mich danach an den Internet-Router anschließen)? Oder ein anderes Netzwerk-Gerät saugt gerade die ganze Bandbreite auf (könnte man über ein Netzwerkanalyse-Tool herausfinden)? Vielleicht hat sich auch nur der Internet-Router verschluckt und muss neu gestartet werden (den Reboot könnte ich eigentlich recht zügig über die Webadministrationsoberfläche auslösen, müsste also noch nicht mal dafür aufstehen)? Oder der Switch, der vor dem Router hängt, hat sich verschluckt (da hilft ebenso ein Neustart, aber das ist schon aufwändiger, da müsste ich unter den Schreibtisch krabbeln und das Gerät kurz vom Strom nehmen)? Oder der WLAN-HotSpot, der vor dem Switch hängt, der vor dem Router hängt (steht bequemerweise direkt vor mir)?

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und bin allein der vielen Möglichkeiten schon im Voraus erschöpft. Ich aktiviere den HotSpot des iPhones, arbeite mit der Mobilfunkverbindung weiter und hoffe einfach darauf, dass das Problem von alleine wieder weggeht.

30 Minuten später: Das Internet und WLAN funktionieren wieder. Die Ursache war scheinbar unser Kaffeemaschinentechniker, der ein Zimmer weiter zeitgleich den Vollautomaten reparierte. Er hatte mit seinem Notebook einen VPN-Tunnel zum Firmennetzwerk seines Arbeitgebers aufgebaut und dieser VPN-Tunnel hat wohl den ganzen Internetanschluss „belegt“. Zumindest ist das meine Vermutung. Die wahre Ursache werde ich wohl nie erfahren (will ich auch nicht).

20. August 2017

9. Mai 2016

Neon leuchtet und funkelt.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Kalte Farben folgen den warmen Farben.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Niemand mag Bälle werfen.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Die Musik lädt zum Tanzen ein, aber niemand tanzt.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Vielleicht sind alle Besucher vom Geisterhaus verschluckt worden?

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Das Karussel hat beleidigt ein paar Lichter ausgemacht.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Ein Bat-Pod! Ein Bat-Pod!

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Fliegende Bälle und niemand sieht wie schön die Bälle fliegen.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Jugendliche bestürmen die Leere.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Eine Sensation folgt der nächsten.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Alles ist wie im Traum.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

27. August 2017