23. Mai 2016

„Wenn der Wind der Veränderung weht, dann bauen die Einen Mauern, die Anderen aber bauen Windmühlen. Du kannst dir den Wind der Veränderung ein wenig um die Nase wehen lassen. Du kannst aber auch aktiv teilnehmen, dich einbringen. Du kannst zusehen, wie der Wind den Mechanismus der Windmühle in Gang setzt. Also wie die Kraft des Windes in etwas Anderes verwandelt wird. Und wir alle, die wir keine Mauen bauen, sind kleine Windmühlen.“ Julia Schönborn

Ein Verbund von Windmühlen

Und die Flügel drehen sich. Wir spüren den Wind auf der Haut genauso wie den Regen. Aber wir brauchen den Wind eigentlich gar nicht. Denn wir sind selbst die Veränderung. Wir pusten uns einfach gegenseitig ins Gesicht. Und so bringen wir uns nicht nur selbst in Bewegung, sondern auch die vielen schönen Flügel der Windmühlen um uns herum. Der Wind zieht rüttelt an den Läden, fegt den Staub von der Straße und kleine Blumentöpfe fallen von der Fensterbank. Manche frösteln und rollen sich die Ärmel ab, andere freuen sich über das wehende Haar. Sieh, wie Veränderung geschieht und zärtlich herein bricht. Samen wird getragen und irgendwo wachsen Blumen, wo zuvor keine Blumen waren. Also weg mit dem Leuchtturm, denn es ist keine Nacht.

BarCamp RheinNeckar 2016, 2. und 3. Juli, Dezernat 16, Heidelberg.
https://barcamp.rhein-neckar.me

Ein Verbund aus Windmühlen.
<3

26. August 2017

21. Mai 2016

Für meine eigenen Zwecke habe ich vor ein paar Wochen ein Programm geschrieben. Das Programm heißt Mathilda und ist ein WordPress Plugin. Es kopiert fortlaufend die eigenen Tweets aus Twitter heraus und speichert sie in der WordPress Datenbank. Jedenfalls habe ich nun das Plugin als Open Source veröffentlicht und unter die Lizenz GPLv2 gestellt. Der Code ist zwar ein bisschen peinlich (weil ich kein Programmierer bin), aber wer mag, kann Mathilda aus dem WordPress Plugin Directory laden, selbst auf dem eigenen Blog ausprobieren, den Code klauen oder das Plugin komplett umschreiben. It’s yours!

Mathilda @ WordPress Plugin Directory
https://wordpress.org/plugins/mathilda/

Mathilda Plugin Seite @ unmus
https://www.unmus.de/mathilda/

14. September 2017

16. Mai 2016

Letztens saß ich gemütlich im Büro, hab irgendwas Unnötiges gearbeitet und plötzlich ging das WLAN nicht mehr. Die Cloud stellte ihre Dienste ein und der Browser öffnete keine neuen Internetseiten mehr. Wenn das WLAN nicht geht, das ist ja auch so eine Kiste.

Skizze: Das WLAN geht nicht

Gedanklich bin ich Schritt für Schritt die möglichen Ursachen durchgegangen. Stört vielleicht ein anderes Gerät die WLAN-Frequenz (schwierig herauszufinden)? Ist eventuell der Netzwerktreiber des Betriebssystems abgestürzt (dazu müsste ich das Notebook neustarten)? Vielleicht ist mit dem WLAN aber auch alles in Ordnung und das Internet funktioniert grad nicht (dazu müsste ich aber erstmal ein Netzwerkkabel suchen und mich danach an den Internet-Router anschließen)? Oder ein anderes Netzwerk-Gerät saugt gerade die ganze Bandbreite auf (könnte man über ein Netzwerkanalyse-Tool herausfinden)? Vielleicht hat sich auch nur der Internet-Router verschluckt und muss neu gestartet werden (den Reboot könnte ich eigentlich recht zügig über die Webadministrationsoberfläche auslösen, müsste also noch nicht mal dafür aufstehen)? Oder der Switch, der vor dem Router hängt, hat sich verschluckt (da hilft ebenso ein Neustart, aber das ist schon aufwändiger, da müsste ich unter den Schreibtisch krabbeln und das Gerät kurz vom Strom nehmen)? Oder der WLAN-HotSpot, der vor dem Switch hängt, der vor dem Router hängt (steht bequemerweise direkt vor mir)?

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und bin allein der vielen Möglichkeiten schon im Voraus erschöpft. Ich aktiviere den HotSpot des iPhones, arbeite mit der Mobilfunkverbindung weiter und hoffe einfach darauf, dass das Problem von alleine wieder weggeht.

30 Minuten später: Das Internet und WLAN funktionieren wieder. Die Ursache war scheinbar unser Kaffeemaschinentechniker, der ein Zimmer weiter zeitgleich den Vollautomaten reparierte. Er hatte mit seinem Notebook einen VPN-Tunnel zum Firmennetzwerk seines Arbeitgebers aufgebaut und dieser VPN-Tunnel hat wohl den ganzen Internetanschluss „belegt“. Zumindest ist das meine Vermutung. Die wahre Ursache werde ich wohl nie erfahren (will ich auch nicht).

20. August 2017

9. Mai 2016

Neon leuchtet und funkelt.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Kalte Farben folgen den warmen Farben.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Niemand mag Bälle werfen.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Die Musik lädt zum Tanzen ein, aber niemand tanzt.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Vielleicht sind alle Besucher vom Geisterhaus verschluckt worden?

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Das Karussel hat beleidigt ein paar Lichter ausgemacht.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Ein Bat-Pod! Ein Bat-Pod!

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Fliegende Bälle und niemand sieht wie schön die Bälle fliegen.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Jugendliche bestürmen die Leere.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Eine Sensation folgt der nächsten.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

Alles ist wie im Traum.

re:publica - Einsame Kirmes in der Nacht

27. August 2017

7. Mai 2016

Zu den Main Challenges der re:publica gehört bekanntlich der Akku. Um 10 Uhr morgens geht’s los und das Smartphone muss durchhalten bis in die Nacht. Gar nicht so einfach! Schließlich muss man fortlaufend Twittern, Replyen und Nachrichten schreiben. Und dann noch der ständige Abruf von Sessionplänen, lokalen Wegbeschreibungen und Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs, weil man sich Vorort meistens nicht auskennt. Das Smartphone ist also den ganzen Tag im Dauerbetrieb. Deswegen wird auf der re:publica permanent ein Kampf um Steckdosen und Akkupacks geführt. Drama, Baby! Drama!

Also das Drama der Anderen! Mein Akku hatte ja abends um 21:00 Uhr meistens noch über 50% Kapazität. Und mein Akku ist jetzt auch nicht mehr der Jüngste (1,5 Jahre alt). Jedenfalls, ich hab das so gemacht.

1. Bildschirm dimmen
Ein etwas gedimmter Bildschirm braucht etwas weniger Strom. Auf den Stages ist es meistens sowieso recht dunkel und praktischerweise ist das auch viel angenehmer für die Augen.

2. Apps beenden
Manchmal (aber nur manchmal) laufen im Hintergrund noch energie-hungrige Prozesse von zuletzt benutzten Anwendungen. Deswegen kurz morgens alle Anwendungen im Hintergrund geschlossen.

3. Bitte nicht stören-Modus
Damit schaltet sich der Ton und die Vibration aus. Je nachdem wie man den Modus in den Einstellungen definiert hat. Eine funktionale Einschränkung ist damit eigentlich nicht verbunden, weil man das Handy auf der re:publica ja sowieso dauernd in der Hand hat (weil man halt twittern muss).

4. WLAN ausschalten
Wie bitte? WLAN ausschalten? Ja, WLAN ausschalten! Das WLAN gehört nämlich zu den Funktionen, die mit am meisten Strom am Smartphone benötigen. Und auf der re:publica geht das WLAN die Hälfte der Zeit ja sowieso nicht. Ist auch kein Wunder, das sind einfach zu viele Benutzer auf zu wenig Raum. Was aber in der Station Berlin wunderbar (also stabil) funktioniert, ist LTE. Und LTE benötigt viel, viel weniger Strom als WLAN.

Skizze: Tankanzeige

Falls der Ladestand dennoch kritisch wird, kann man beim Laden übrigens den Flugmodus einschalten. Dann lädt der Akku wesentlich schneller. Und Steckdosen im Hinterhof zwischen Stage 1 und der Halle sind eigentlich auch immer frei.

20. August 2017

14. April 2016

Wenn du mich am Fluss triffst, sag hallo!Gitte Härter

20. August 2017

11. April 2016

Ich bin ja der Meinung, das Wort Vorführeffekt ist nicht hinreichend ausdifferenziert. Das gibt es nämlich in zwei Varianten. Bei mir läuft das meistens so:

Letztes Jahr hab ich mir ein CarPlay System ins Auto einbauen lassen und gleich danach wollte ich es ganz stolz einer Freundin vorführen. Natürlich ist das CarPlay erstmal abgestürzt. Oder als ich vor ein paar Wochen das Internet bei meinen Eltern umgestellt habe. Voll begeistert berichte ich meiner Schwester: „Das neue Internet, ich sag dir, voll geil, sauschnell und richtig stabil.“ Meine Schwester öffnet Safari und als Erstes kommt die Fehlermeldung „Diese Seite kann nicht angezeigt werden. Bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung“ hoch. Und letztens habe ich gegenüber einem Kollegen von einer Internetseite geschwärmt, die ich gemacht habe und die doch so toll aussieht (hab ich doch nicht wissen können, dass er noch einen Uralt-Browser benutzt, der das ganze Layout zerstückelt).

Bei meinem Papa hingegen verhält sich der Vorführeffekt komplett andersrum.

Papa: Maaaaaaaaaaaaaarco! Komm mal! Da geht was nicht am Computer!
(lasse natürlich alles stehen und liegen)
Ich: Zeig mal. Was willst du genau machen?
Papa: Ich will [das und das]* machen. *beliebigen Vorgang einsetzen
(Papa klickt seltsam am Windows rum)
(ich denke: seltsamer Klickweg, aber gut, umständlich, ist aber nicht direkt falsch)
Papa: Komisch! Jetzt geht’s.

Skizze: Desktop Computer

20. August 2017

2. April 2016

Ich habe einen Drucker. Aber ich hätte gerne keinen Drucker. Das Problem ist, ab und zu muss ich doch mal was drucken. Immerhin kann man schon direkt vom iPad oder iPhone drucken, was irgendwie cool ist. Aber Schön ist so ein Drucker trotzdem nicht. Vor allem wenn er in der Wohnung steht (aber wo soll man ihn sonst hinstellen?). Ich versteh das ja gar nicht. Es gibt so viele schöne Formen und Strukturen auf der Welt, aber das Druckerdesign ist irgendwie in den 80ern hängen geblieben. Deswegen träume ich schon seit Jahren vom Drucken aus der Cloud. Die Architektur ist ganz einfach. Ich stelle mir das so vor. Realisiert ist das Ganze über einen virtuellen Druckertreiber ganz normal auf dem Betriebssystem, welcher den Druckauftrag über das Internet an einen Printing Provider übermittelt. Ganz ähnlich wie beim PDF-Drucker von Acrobat. Egal, was man reindruckt, heraus kommt ein PDF. Und genauso funktioniert auch das Cloud Printing. Nur kommt kein PDF raus, sondern der Druck liegt am nächsten Tag im Briefkasten. Aber die Kosten! Man denke nur an die Kosten (also die Versandkosten)! Ja, ich denke ja auch an die Kosten. Was haben mich schon all die ganzen eingetrockneten Tintenpatronen gekostet, weil ich monatelang mal wieder nichts gedruckt hat. Nein, daran will ich wirklich nicht denken. So – ich hab’s erfunden. Wer kümmert sich nun um die Realisierung? Ich selbst kann nicht – ich reagiere auf Papier allergisch.

Cloud Printing

20. August 2017

31. März 2016

Seit heute ist das iPad Pro in 9,7 Zoll von Apple zum Kauf erhältlich. Wenn man das iPad Pro im Apple Online Store bestellt, beträgt die Lieferzeit nur vier Tage. Die Vorbestellungen wurden heute sogar pünktlich ausgeliefert. Vor 5 Jahren zum Verkaufsstart des iPad 2 sah das alles noch ganz anders aus. Unter einer Lieferzeit von mindestens drei bis vier Wochen ging gar nichts. Und vor Ort in den Ladengeschäften war die Situation auch nicht besser.

Die Lage vor dem Apple Store in Frankfurt am Main.

iPad 2 Verkaufsstart in Frankfurt

Die Schlange führte um den ganzen Häuserblock.

iPad 2 Verkaufsstart in Frankfurt

Sie geht und geht und geht … immer weiter …

iPad 2 Verkaufsstart in Frankfurt

… hörte irgendwie gar nicht mehr auf.

iPad 2 Verkaufsstart in Frankfurt

Ganz Schlaue versuchten ihr Glück bei Vertragspartnern wie Gravis, aber keine Chance.

iPad 2 Verkaufsstart in Frankfurt

20. August 2017

29. März 2016

Letztes Jahr habe ich beruflich recht viele Seminare besucht. Bei Seminaren organisiert mein Arbeitgeber oft einen Fahrdienst, welcher die Teilnehmer zum Veranstaltungsort bringt. Das ist echt ein Luxus. Und dieser Luxus ist optional. Man kann den Fahrdienst nutzen, muss es aber nicht. Obwohl es für mich meistens sogar etwas umständlicher ist, versuche ich immer den Fahrdienst in Anspruch zu nehmen (bevor es irgendwann keinen Fahrdienst mehr gibt).

In der Regel erhalten die Teilnehmer vor der Schulung eine Teilnehmerliste, was sehr praktisch ist. Das bewahrt vor bösen Überraschungen (Chef? Du auch hier?). Was die Teilnehmer aber vorab leider nicht erhalten, ist eine Fahrdienstinanspruchnehmerliste. Jedenfalls stand ich morgens an der Bushaltestelle und keiner der anderen Teilnehmer weit und breit. Da wird man innerlich schon etwas unsicher (Richtiger Tag? Richtige Uhrzeit? Richtige Bushaltestelle?).

Aber immerhin standen da noch vier andere Personen. Die machten zwar nicht den Eindruck, als kämen sie aus meinem Berufsfeld (weil sie völlig andere Codes benutzten), jedoch wollten sie ins gleiche Hotel (aber anderes Seminar). Und der Fahrdienst kam dann auch (also ein riesiger Reisebus). Und dieser riesige Reisebus fuhr uns (5 Personen) dann zum Seminar. Da hab ich gedacht, also hinsichtlich der Kapazität, hab ich gedacht, da müssen wir noch besser werden.

Drei Tage später, Rückfahrt. An der Bushaltestelle stand ich dann aber allein. Von den anderen Teilnehmern keine Spur, was mich schon wieder ein bisschen verunsicherte. Immerhin hat mich dann kein Reisebus abgeholt, sondern ein Van. Ein Van ist zwar kein Viersitzer, aber dafür auch kein riesiger Reisebus (hat sich nur noch ein bisschen komisch angefühlt).

Die Unsicherheit war aber gerechtfertigt. Das habe ich dann auf meinem nächsten Seminar gelernt. Jedenfalls wusste ich diesmal, dass zwei Kollegen ebenfalls den Fahrdienst nutzen wollten. Also standen wir morgens zu dritt an der Bushaltestelle. Nicht, dass der Reisebus deswegen kleiner gewesen wäre (so ein Reisebus hat 45 Plätze, ich hab’s gezählt).

Meine Kollegin Anna hat dann mit dem Busfahrer am Zielort vereinbart, sich noch mal am Abreisetag telefonisch abzustimmen, ob die Abholung überhaupt nötig ist. Weil wir vielleicht auch mit Kollegen zurückfahren könnten. Und so haben wir es dann auch gemacht und am Abreisetag den Bus abgesagt. Was wir allerdings nicht wussten, dass noch eine andere Gruppe abzuholen war (die ham dann leider vergeblich auf den Bus gewartet).

20. August 2017