27. August 2017

Wenn ich Bargeld am Geldautomaten abhebe, muss ich jedes Mal den Kopf darüber schütteln, wie das Geld aus dem Automaten herauskommt. Die Scheine sind nämlich meistens nur nach der Größe sortiert. Aber das ist nicht ausreichend, finde ich.

Bei Geldscheinen gibt es nämlich beim Sortieren insgesamt drei Ordnungen zu berücksichtigen. Die erste Ordnung ist der Geldbetrag. Hier macht der Geldautomat noch alles richtig. Die zweite Ordnung ist die Vorder- und Rückseite. Bei den Euro-Scheinen befinden sich auf der Vorderseite Fenster und Tore und auf der Rückseite Brücken. Meistens ist die Vorderseite auch etwas kräftiger in der Farbintensität. Und die dritte Ordnung ist Richtigrum und Falschrum. Also ich meine damit, ob die Motive auf Kopf stehen oder nicht.

Jedes Mal muss ich das Geld nachsortieren und strapaziere damit die Geduld der Kundschaft in der Schlange hinter mir. Man darf ja nicht vergessen, dass man die Scheine, sobald sie richtig sortiert sind, nicht einfach so in den Geldbeutel stecken kann. Das neu abgehobene Geld muss nämlich zum vorhandenen Geld im Geldbeutel dazu sortiert werden. Also die Fünfer zu den Fünfern, die Zehner zu den Zehnern, die Zwanziger zu den Zwanzigern und immer so weiter. Es müssen also in Summe vier Sortiervorgänge durchlaufen werden, bis alles wieder seine Ordnung hat.

27. August 2017

20. August 2017

Eigentlich habe ich das alles schon vertwittert, aber ich muss es an dieser Stelle noch einmal aufschreiben. In Mannheim hat nämlich ein neuer Comic-Laden aufgemacht. Ich find Comic-Shops super und das ist auch gar nicht das Problem. Problem ist nur, er liegt örtlich unmittelbar auf meinem Nachhauseweg von der Arbeit.

Fantastic Store (Schriftlogo)

Vor ein paar Jahren habe ich mal einer kleinen Buchhandlung in Neustadt an der Weinstraße spontan das komplette Grahic Novel Sortiment weggekauft. Der Buchhändler war damals so happy, dass er mir noch ein paar normale Bücher dazu geschenkt hat. Ihr versteht, worauf ich hinaus will? Bisher konnte ich mich beim neuen Comic-Shop in Mannheim zum Glück ganz gut zügeln (bin immer Umwege gelaufen), aber diese Woche bin ich dann schwach geworden.

Im Comic-Laden vermisse ich ja grundsätzlich den Warnbalken von Amazon, der mich schon oft vor versehentlichen Erneutkäufen bewahrt hat (wie soll man sich das auch alles merken, was man schon gekauft hat und was nicht).

Amazon Warnbalken (Screenshot)

In diesem Fall ist aber alles noch mal gut gegangen. Der finanzielle Schaden blieb im zweistelligen Bereich und ich bin ganz frohmütig nach Hause geschlendert. Nur über eine Sache musste ich länger nachdenken, der Comicfachverkäufer hat mich nämlich gesiezt. Lag vielleicht daran, dass ich nur Graphic Novels und keine Superhelden-Comics im Warenkorb hatte (is aber nur eine Theorie).

20. August 2017

16. August 2017

Ich weiß nicht mehr genau, was in meinem Leben zuerst da war. Der Zugang zum Podcast oder der drahtloser Kopfhörer, aber jedenfalls hat die Kombination aus beidem zu meiner Podcast-Liebe geführt. Sich frei in der Wohnung bei der Hausarbeit bewegen und dabei schöne Stimmen im Ohr, ganz wunderbar! Seitdem habe ich ein ganz neues Verhältnis zu Putzen und Waschen entwickelt (<3). Ich halte deswegen wirklich große Stücke auf meinen Beats Studio, aber im Sommer haben mich oft wegen der Ohrmuscheln die heißen Ohren genervt.

Auf der Arbeit schwöre ich dagegen seit Jahren auf die ganz normalen Apple EarPods. Wobei ich die EarPods dort eigentlich primär als Telefonhörer benutze. Ich verwende auf der Arbeit schon lange kein richtiges Telefon mehr, habe meine Telefonnummer aus allen Verzeichnissen löschen lassen und telefoniere nur noch mit dem Handy. Allerdings habe ich mich schon immer etwas an dem Gekabels gestört, weil das einen Anschein von Unordnung andeutet.

Jedenfalls aus diesen (und noch ein paar weiteren) Gründen bin ich jetzt stolzer Besitzer der Apple AirPods und ich muss wirklich sagen, es hat mich schon lange kein Produkt mehr so beeindruckt. Anfangs habe ich den ganzen Hype um die Dinger überhaupt nicht verstanden und mich über die Lieferzeit von über vier Wochen gewundert. Man sollte ja denken, mit einem Kopfhörer gewinnt man keinen Blumentopf, immerhin kamen die ersten Kopfhörer schon 1910 auf den Markt. Und seitdem produzieren Hunderte von Unternehmen alle Arten von Kopfhörer, ohne dass sich deren Usability wesentlich unterscheiden würde.

Apple AirPods

Die AirPods überraschten mich gleich mit dem Sachverhalt, dass sie tatsächlich richtig fest im Ohr sitzen (sogar in der Horizontalen) und nicht mal den Anschein machen herauszufallen. Auch die Zeiten des elendigen, umständlichen Bluetooth-Rumgekoppele beim Gerätewechsel sind endlich vorbei. Einmal mit dem iPhone verbunden, wird diese Verbindung über die Cloud auf alle Geräte kopiert. Die Kopfhörer sind trotzdem kompatibel zum Standard und können auch mit Windows/Android gekoppelt werden. Mein Lieblingsfeature: Wird man beim Hören gestört und nimmt deswegen einen AirPod aus dem Ohr, stoppt die Wiedergabe automatisch. Setzt man ihn wieder ein, startet die Wiedergabe ebenso von alleine. Nimmt man dagegen beide AirPods raus, wird die Wiedergabe dauerhaft angehalten. Die Kopfhörer selbst werden wahlweise durch Antippen am Ohr, durch Spracheingabe mit Siri oder durch die Apple Watch bedient. Tut mir leid, ich bin wirklich begeistert!

20. August 2017

12. August 2017

Neulich stand ich an der Haltestelle und habe auf die Bahn gewartet. Die Sonne stand hoch am Himmel und das Thermometer zeigte 37 Grad. Ich begann von einem fliegenden Eisberg zu träumen.

Ein fliegender Eisberg

So ein fliegender Eisberg wäre im Sommer nämlich extrem praktisch. Wenn er über dich hinweg fliegt, spürt man eine kühle Brise auf der Haut. Durch seine Größe spendet er viel Schatten, in den man vor der Sonne flüchten kann. Und wenn die Hitze kaum noch zu ertragen ist, beginnt das Eis zu schmelzen und ein erfrischender Regen entsteht.

20. August 2017

11. August 2017

Who watches the Watchmen?Offene Frage

20. August 2017

29. Juli 2017

Bei eMails arbeite ich nach der Zero Inbox Methode. Das war schon immer so. Ein Posteingang mit unzähligen eMails würde mich wahnsinnig machen. Deswegen antworte ich meistens sofort, lösche Unwichtiges und übernehme Aktivitäten in meine ToDo-Liste. Dabei verschiebe ich jedes Mail nach der Bearbeitung in einen Ordner. Zum Dienstschluss ist mein Posteingang in der Regel leer. Wenn ich abends mein Notebook zuklappe, sind meine Gedanken nicht mehr an offene Mails gebunden und der Kopf ist frei, was ich sehr genieße.

Zero Inbox eMail

Die letzten Monate sind mir jedoch auch die Nachteile dieses Vorgehens augenscheinlich geworden. Mit der zügigen Bearbeitung erhöht sich die allgemeine Geschwindigkeit der Dinge spürbar. Wenn man zeitnah antwortet, erhält man in der Konsequenz auch schneller Antworten zurück. Damit erhöht sich in Kontrast zum angestrebten Ideal also auch die absolute Zahl der Mails im Posteingang. Zwar steigert sich der eigene Erledigungsgrad sichtbar, kostet aber auch mehr Energie, weil sich die Aktivitäten zeitlich verdichten.

20. August 2017

24. Juli 2017

Ich bin sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Obwohl ich noch ein Auto besitze, bewältige ich meinen Alltag fast vollständig mit Bus, Straßenbahn und Zug. Das war nicht immer so. Als ich noch auf dem Dorf gewohnt habe, kannte ich den öffentlichen Nahverkehr nur aus dem Fernsehen. Jetzt wohne ich in der Stadt und habe an jeder Ecke eine Haltestelle. Eine Sache hat mich aber immer genervt und das waren die Abfahrtszeiten, die man sich unmöglich alle merken konnte. Mitunter aus diesem Grund heraus war ich von meinem ersten iPhone so begeistert. Einer meiner ersten Apps zeigte mir die Abfahrtszeiten der Haltestellen im näheren Umkreis. Phänomenal!

ÖPN Haltestelle

Seit damals sind nun fast zehn Jahre verstrichen. Heute schaue ich kaum noch nach Abfahrtszeiten. Schlimmer noch, Freunde und Kollegen, die schnell zur Bahn müssen, kommen mir beinah schon vor wie Wesen von einem anderen Stern. Mir ist das mittlerweile zu anstrengend: iPhone rausholen, App starten, Haltestelle auswählen, die richtige Linie (und Richtung) aus einer Liste wählen. Das ist mir alles schon zu viel (so alt bin ich schon geworden)! Wenn ich von einem Ort zum nächsten muss, schlendere ich gemütlich an die Haltestelle und nehme die nächste Bahn, die kommt.

20. August 2017

16. Juli 2017

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, womit mein Arbeitgeber sein Geld verdient. Also auf der Metaebene weiß ich das schon, aber was die Produkte jetzt genau machen oder wie man sie richtig ausspricht, kein Plan.

Mein Startmenü - Windows 8.1

Ich arbeite nämlich in der IT und wer in der IT arbeitet, macht irgendwas mit Computern. Das heißt aber noch lange nicht, dass man sich auch mit Computern auskennt. Jedenfalls, wir in der IT müssen bei Problemen mit dem Computer oft selber bei der Hotline anrufen (also strenggenommen bei den Kollegen im Helpdesk). Weil wir halt auch keine Ahnung haben oder die nötigen Admin-Rechte besitzen, um die Probleme selbst zu lösen.

Mein Desktop - Windows 8.1

Die Anrufe beim Helpdesk gehen mir aber mittlerweile zunehmend auf die Nerven! Die Kollegen glauben einem wirklich kein Wort („ich hab nichts gemacht“) und wollen sich in der Regel als Erstes remote via Fernwartung auf den PC schalten. Aber anstatt, dass ich dann das Problem zeigen und erklären dürfte, werde ich meistens erstmal in eine Diskussion verwickelt, warum in meinem Startmenü keine Programme sind, warum der Desktop leer ist und warum das Microsoft Office so komisch aussieht. Das entspricht nicht dem Standard und hier ist doch scheinbar alles kaputt. Jedes Mal muss ich mühsam erklären, dass dies alles seine Richtigkeit hat und ich mir das extra so eingestellt habe.

Mein Office - Office 365

Aber wer sowas macht, der ist schon mal automatisch verdächtig, der verdreht doch das ganze System und hat den Fehler ganz bestimmt selbst verursacht (hab ich aber nicht).

20. August 2017

15. Juli 2017

Kürzlich habe ich den Auftraggeber eines Projekts, welches sich in meiner Zuständigkeit befindet, darum gebeten, in seiner Rolle als Project Sponsor eine Kommunikation an das obere Management durchzuführen. Wir saßen zusammen in einem Besprechungsraum und ich erklärte ihm, welche “Message” ich gerne senden und was ich damit bewirken wollte. In Gedanken war mir ein kurzes Mail mit drei mehrzeiligen Absätzen im Sinn, welches einen Sachverhalt, dessen Hintergrund und die nächsten Schritte beschrieb.

Mein Auftraggeber startete Outlook und öffnete ein neues Mail. Er schrieb 5 Zeilen. Dabei waren Anrede und Schlussformel schon mitgezählt.

eMail mit 5 Zeilen

Er betrachte skeptisch den Bildschirm und sagte, wir müssen den Text noch kürzen. 5 Zeilen wären für das obere Management zu lang. Er überlegte kurz und kürzte das Mail auf 3 Zeilen. Dann fragte er mich, so okay? Ich selbst bin leider mit der Aufmerksamkeitsspanne des oberen Management nicht sehr vertraut und zuckte nur ratlos mit den Schultern. Daraufhin schickte er das Mail ab.

In den nächsten acht Stunden entstand ein äußerst interessantes eMail-PingPong auf der Ebene des oberen Management, weil kein Mensch verstand, worum es hier ging, was jetzt getan werden musste und vor allem warum. Inhaltlich enthielten alle diese Korrespondenzen weder Anrede noch Grußformel, sondern meistens nur eine Zeile (z.B. „I do not understand. Please explain!“).

20. August 2017

9. Juli 2017

Besser sterben (oder dement werden), indem man sich (also bevor man tot ist) um folgende Dinge kümmert.

  • das Login-Passwort von Computer, Tablet und Smartphone sowie das Master-Passwort des Passwort-Managers einer nahestehenden Person anvertrauen
  • eine Vorsorgevollmacht erteilen, welche notariell beurkundet sowie ins Vorsorgeregister eingetragen ist
  • ein Datenblatt über sich selbst anlegen, welche alle bestehenden Verpflichtungen (z.B. Verträge) auflistet und deren Rahmendaten (z.B. Vertragsnummern) aufführt

Im besonderen Maße gilt dies für Alleinstehende und all diejenigen, welche ihr Leben vorrangig digital abbilden. Im Ernstfall müssen nämlich alle laufenden Verpflichtungen detektivisch recherchiert, identifiziert und aufgelöst werden. Mit den obigen Maßnahmen erspart man seinen Lieben unzählige Stunden, Tage und Wochen an mühevoller Kleinarbeit.

Ein Grabstein

Auf die Schritte kann man aber verzichten, wenn man sich von seiner Familie entzweit hat. In diesem Fall könnte man zwecks weiterer Verkomplizierung noch zusätzlich die Festplatte des Computers verschlüsseln!

20. August 2017