19. Oktober 2014

In meinem Bad hängt neben dem Waschbecken immer ein gelbes Handtuch. Das Bad ist der hellste Raum in meiner Wohnung, obwohl das Bad im Vergleich zu den anderen Räumen das kleinste Fenster hat. Zur gleichen Zeit ist es komischerweise der kälteste Raum. In der Konsequenz trocken leider diese gelben Handtücher neben dem Waschbecken nicht so gut.

Also muss ich das gelbe Handtuch oft austauschen, sonst wird es muffig. Das Bad ist nicht klein, aber auch nicht groß. Und im Moment strukturell so eingerichtet, dass ein richtiger Schrank schon etwas stören würde. Deswegen liegen die gewaschenen gelben Handtücher im großen Schlafzimmerschrank. Wenn ich ein Handtuch wechsle, muss ich also immer ins Schlafzimmer zum großen Schlafzimmerschrank gehen.

Das ist aber noch nicht alles. Im großen Schlafzimmerschrank lagen die gelben Handtücher bisher immer im sechsten Fach. Mit meiner Körpergröße verhält es sich nun so ähnlich wie mit der Größe des Bads. Ich bin nicht groß, aber auch nicht klein. Jedenfalls komm ich an das sechste Fach nicht so gut ran. Ich muss mich strecken. Strecken kann ab und an schon mal anstrengend sein. Wenn ich zum Strecken zu müde bin, hole ich mir immer einen Tritt.

Ganz schön kompliziert alles. Letztens habe ich dann gedacht, so kompliziert müsste das alles doch gar nicht sein. Wenn man die gelben Handtücher ins fünfte Fach des großen Schlafzimmerschranks legen würde, wäre alles viel einfacher. Und so hab ich dann das auch gemacht und fühle mich jetzt richtig wie ein Held.

4. Dezember 2018

18. Oktober 2014

Unsere Systeme sind ja sowas von verletzlich. Ein bisschen Streik, ein bisschen Stromausfall, ein bisschen Schnee, ein bisschen #Unwetter und schon funktioniert hier gar nichts mehr. Super Systeme! Überall nur noch nur Chaos. Aber ich mag das! Was vorher sortiert war, ist nun komplett durcheinander.

4. Dezember 2018

17. Oktober 2014

Wenn man so in das Internet hinein schreibt, dreht sich die Welt erst einmal ganz normal weiter. Aber irgendwann beginnt das Internet zurückzuschreiben und das ist dann etwas ganz wunderbares. Und dieses Internet, das bist du!

Aber ich bin auch das Internet. Und ich mache das wie im echten Leben. Wenn ich das Gefühl habe, ich kann nichts beitragen, dann halte ich lieber den Mund und genieße im Stillen. Wenn ich aber das Gefühl habe, ich kann ein fehlendes Stück ergänzen, dann schreibe ich einen Kommentar unter den Blogpost.

Zudem habe ich ja selbst auch ein Blog und freue mich über Kommentare. Was man sich selbst wünscht, muss man auch selbst zu geben bereit sein (wie in der Liebe). Sonst wäre das ja irgendwie egoistisch (wäre also keine Liebe).

Ich gebe mir beim Kommentieren eigentlich immer sehr viel Mühe (also Blut, Schweiß und Tränen, is klar). Und wenn dann mal die eigenen Gedanken verteilt sind, würde ich manchmal auch gerne wissen, was damit passiert ist (schließlich sind Gedanken wie ein Virus).

Das Schönste, was passieren kann, ist Kommunikation (also wenn der Blogger auf den Kommentar antwortet). Blöd nur, wenn diese Kommunikation ungelesen im Universum verpufft, weil viele Blogs keine Notifications für Kommentare anbieten. Sehr schade! Ich habe leider ganz wenige Blogs so lieb, dass ich später extra noch mal zurück surfe und gucke, ob das Internet rückkoppelt.

4. Dezember 2018

16. Oktober 2014

Seit wenigen Monaten bin ich stolzer Besitzer eines Mixers. Den Mixer hatte ich mir zum Geburtstag gewünscht und diese Gelegenheit hat sich Mama natürlich nicht nehmen lassen, worüber ich mich besonders gefreut habe, weil ich von Mama ganz selten etwas Gegenständliches geschenkt bekomme.

Jedenfalls, was ich eigentlich sagen wollte, ich liebe diesen Mixer. Vor allem fasziniert mich die einzigartige Usability. Drückste drauf, wird gemixt. Knöpfe am Gerät gibt es keine. Da kann man quasi nichts falsch machen. Ganz wunderbar! Und voll unkompliziert!

4. Dezember 2018

15. Oktober 2014

Es ist manchmal aber auch zu schön anzusehen, wie große Konzerne so wunderbar an der eigenen Effizienz scheitern und sich selbst im Weg stehen. Diese Überforderung resultiert natürlich nicht aus einer Inkompetenz heraus, sondern ist erstaunlicherweise ein Ergebnis unendlich vieler Prozessoptimierungen (also Prozessstandardisierungen) innerhalb des Unternehmens. In der Konsequenz führt dies leider dazu, dass kleinste Prozessabweichungen nicht mehr zu bearbeiten sind.

Jetzt hab ich vor zehn Tagen eine eMail an die liebe Telekom geschrieben mit einer Reihe von Fragen (ich überlege mein Tarife umzustrukturieren). Darin stand explizit, bitte Antwort per eMail. Ich wusste natürlich schon vorher, Antwort per eMail, das haben die gar nicht gern. Deswegen ruft der Service-Center auch grad 3 Mal am Tag bei mir an, aber ich nehme natürlich nicht ab (mich interessiert nämlich, ob sie es schaffen, vom Standardprozess abzuweichen). Nach 7 Tagen hat die Telekom dann auch gemerkt, „so kommen wir nicht weiter“ und ich erhielt eine Antwort per eMail.

Aber leider hatte ich mich zu früh gefreut, das war nämlich gar keine Antwort. Die wollten jetzt erstmal nur meine Kundennummer wissen, was ja eigentlich ganz leicht über die Telefonnummer herauszufinden wäre, welche der Service-Center die ganze Zeit angerufen hat. Wahrscheinlich ist der Callcenter aber extern (wird von einer Drittfirma betrieben) und hat deshalb nur eingeschränkten Zugriff auf die Kundendaten (soweit zumindest meine Vermutung), weil er halt nur für die Call-Annahme zuständig ist.

So oder so, ich bin ich ganz gespannt, wie das jetzt alles weitergeht.
Wir sind in der Sache ja noch ganz am Anfang.

4. Dezember 2018

13. Oktober 2014

Politisch bin ich eigentlich nur privat.
Aber es gibt da eine Sache, die mich schon seit Jahren wütend macht.

Zahlen vom September 2014, Bundesagentur für Arbeit.
Arbeitslose: 2.808.000
Offene Stellen: 518.000

Ein Kind würde jetzt sofort fragen, und was ist mit den 2.290.000 Menschen, die übrig bleiben? Ich bin kein Kind, aber ich würde die Antwort auch gerne wissen.

4. Dezember 2018

4. Oktober 2014

High Performance im Top Management!
Und das geht so:

1.
Der President des Unternehmensbereich hat eine Frage zu einem Projektantrag. Also ruft er seinen Vice President an.

2.
Der Vice President muss dafür erst recherchieren, aber verspricht, er kümmert sich drum. Also ruft er seinen Director an.

3.
Der Director kann die Frage leider auch nicht beantworten, aber verspricht, er kümmert sich drum. Also ruft er seinen Senior Manager an.

4.
Der Senior Manager hat davon noch nie gehört, aber verspricht, er kümmert sich drum. Also ruft er den zuständigen Projektleiter an.

5.
Der Projektleiter steckt leider nicht so tief in den Details, aber verspricht, er kümmert sich drum. Also ruft er seinen Project Manager an.

6.
Der Project Manager hat leider seinen Blackberry ausgeschaltet und genießt schon den Feierabend. Voll blöd für den Projektleiter jetzt!

4. Dezember 2018

3. Oktober 2014

Der dritte Oktober ist ein Feiertag, der emotional auf mich wirkt. Normalerweise gehen Feiertage inhaltlich an mir vorbei. Aber ohne die Deutsche Wiedervereinigung würden ganz viele Menschen in meinem Leben fehlen. Menschen, die mit denen ich täglich in Wechselwirkung stehe, und die mich sehr stark geprägt und beeinflusst haben. Ohne die Wiedervereinigung wäre ich nicht der, der ich heute bin.

4. Dezember 2018

2. Oktober 2014

Diese Tage wurde mir wieder bewusst wie anstrengend die Hauptverkehrszeit ist. Die Straßenbahn ist brechend voll und neben der Schiene stehen die Autos im Stau. Hauptverkehrszeiten gibt es aber nicht nur im Berufsverkehr, sondern auch im Supermarkt, Restaurant, Kino oder im Urlaub. Theoretisch muss man sich ja von der Menge nicht beeindrucken lassen, aber angenehm ist trotzdem irgendwie anders.

Ich kann jetzt zwar nicht mehr sagen, wie das alles genau gekommen ist und wodurch es sich entwickelt hat, aber meine Gewohnheiten sind derart krumm und verschoben, dass sie sich ganz selten mit einer Hauptverkehrszeit jeglicher Art überschneiden, worüber ich eigentlich ganz dankbar bin.

4. Dezember 2018