Der stille Tod der Kommentare

Einer der größten Innovationen des Mediums Blog war die Möglichkeit, Beiträge zu kommentieren. Zuvor konnte man im Internet nämlich immer nur lesen. Aber plötzlich war es nun möglich, einen Gedanken fortführen, Widerspruch einzulegen oder einfach nur Danke zu sagen. Dazu musste man kein eMail an den Autor schreiben und still auf Reaktion hoffen, sondern man konnte direkt unter dem Text über ein kleines Formular einen Kommentar abschicken. Und nach dem Senden wurde der Kommentar sogar unter dem Beitrag veröffentlicht. Andere Leser konnten unmittelbar darauf Bezug nehmen. Manchmal entstanden auf diese Weise richtige Debatten und die ursprüngliche Betrachtung wurde mit weiteren Perspektiven ergänzt. Wahnsinn!

Um die Teilhabe an diesen Diskussionen zu erleichtern, bestand die Möglichkeit, die Kommentare eines Beitrags abonnieren. Mit dem Abonnement erhielt der Leser jeden neuen Kommentar per eMail zugestellt. Durch diesen Mechanismus war es ein Leichtes, in der Diskussion zu bleiben und sich daran aktiv zu beteiligen.

Zeitgleich mit dem Aufkommen der Blogs nahm auch das „Internet“ richtig Fahrt auf und alle Akteure begannen sich zu professionalisieren (auch die Bösen). Es entstanden neue Probleme wie Website-Attacken, Identitätsdiebstahl oder SPAM.

Nach der Veröffentlichung eines neuen Blog im Internet folgt recht schnell der erste Kommentar. Der erste Kommentar ist aber gar kein Kommentar, sondern ein seltsam englischer Text mit einem Link drin. Das Kommentarfeld wird fortlaufend von automatischen Bots zum Link-SPAM missbraucht. Technisch versierte User lösen das Problem recht zügig durch die Installation eines Spam-Schutzes. Weniger technikaffine User schalten die Kommentare einfach ab. Ohne SPAM-Schutz ist also keine Diskussion möglich.

Prinzipiell funktionieren die Algorithmen der SPAM-Erkennung auch recht zuverlässig und die Fehlerquote ist gering. In diesen Fällen gelangt entweder Link-SPAM ins Blog oder normale Kommentare werden als SPAM klassifiziert. Der zweite Sachverhalt ist besonders gravierend. Er tritt nur vereinzelt in Erscheinung und die meisten Blogger kontrollieren deswegen entsprechend selten ihren SPAM-Ordner (wenn überhaupt). Zurück bleibt ein verärgerter Leser, dessen Bereitschaft zum Kommentieren rapide gesunken ist.

Aber nicht nur die Blogs werden mit SPAM bespielt, auch die eMail-Adressen aller Nutzer des Internets erhalten fortlaufend und ungefragt Mails. Deswegen forderte die deutsche Rechtsprechung vor einigen Jahren das Double-Opt-in-Verfahren bei der Newsletter-Registrierung. Beim Double-Opt-In muss der Empfänger vor dem erstmaligen Empfang eines Newsletters seine Zustimmung noch einmal explizit bestätigen. Aus dem individuellen Kontext der gerichtlichen Streitfälle und dem Gesamtkontext der Werbung wurden diese Urteile verallgemeinert und als generelle Anforderung beim automatischen Versand von eMails verstanden.

Dieser Sachverhalt brachte eine große technische Komplexität in die Blogs. Simple und beliebte Ein-Klick-Lösungen zum Abonnement der Kommentare waren plötzlich nicht mehr rechtskonform. Hinzu kam das wachsende Bewusstsein, dass die hierfür benutzten Cloud-Dienste, wie das beliebte Jetpack-Plugin für WordPress, nach strenger Auslegung der Datenschutzvorschriften noch eine weitere Problematik mit sich bringen (der Knackpunkt liegt in der Übertragung der persönlichen Daten außerhalb des europäischen Rechtsraums). In einem schleichenden Prozess entfernten viele Blogs die eMail-Benachrichtigung für neue Kommentare. In der Konsequenz laufen seitdem viele Rückkoppelungen ins Leere. Denn, wer mag schon zurück auf einen Blog surfen, um zu schauen, ob es neue Kommentare zum eigenen Kommentar gibt. Soweit geht die Liebe dann doch nicht.

Kurze Zeit später kamen die Hasswellen. Das ganze Internet war plötzlich voller Hass. Und dieser Hass hat sich natürlich auch über die Blogs ergossen. Ursprünglich als Wunderwaffe der Demokratie und Meinungsäußerung gefeiert, wurden Blogs nun als eigener Spielplatz mit Hausrecht verstanden. Die meisten Blogs gingen dazu über, Kommentare zu moderieren. Moderieren darf hier nicht im herkömmlichen Kontext verstanden werden. Im Kontext des Bloggen bedeutet Moderation, dass jeder einzelne Kommentar vom Blogger geprüft und gezielt freigeschaltet werden muss. Dabei wird natürlich implizit und ganz automatisch das persönliche Wertkonzept des Hausherren als Maßstab herangezogen. Die Moderation erfolgt einerseits aus dem Bestreben heraus, das eigene Blog frei von Hass zu halten, andererseits will man damit auch Haftungsfragen entgehen. Durch die Moderation werden Kommentare aber nicht mehr unmittelbar veröffentlicht, sondern zeitversetzt, was lebendige Debatten im Keim erstickt. Bis ein Kommentar in einem moderierten Blog freigeschaltet wird, können (je nach persönlicher Auslastung des Bloggers) schon mal ein oder zwei Tage ins Land gehen.

Parallel wurden die sozialen Netzwerke immer größer und größer. Die sozialen Netzwerke assimilierten traurigerweise nicht nur die halbe Blogosphäre in sich, sondern proklamierten auch die Kultur der Debatte an sich. Anstatt im Blog am Gegenstand der Betrachtung zu diskutieren, schrieben die Leser nun ihre Kommentare und Gedanken lieber in die sozialen Netzwerke hinein. Das war auch nicht verwunderlich. In den sozialen Medien wird nicht moderiert und man erhält unmittelbar Feedback (während die Kommentare im Blog noch auf Veröffentlichung warten). Die Nutzer reagieren auf einen Reply auf Twitter viel, viel schneller als auf einen Kommentar in einem Blog. Und das Beherzen benötigt sowieso nur den Bruchteil einer Sekunde. Dieser Umbruch ließ die Anzahl der Kommentare in den Blogs weiter spürbar sinken.

Die Stimme des Lesers erreicht in den sozialen Netzwerken auch viel mehr Reichweite und Aufmerksamkeit. Dieser Effekt hat allerdings nur temporäre Wirkung. Der Kommentar rutscht in der Timeline fortlaufend nach unten. Und schon nach wenigen Tagen verschwinden die Gedanken in der Bedeutungslosigkeit und werden wahrscheinlich nie wieder gelesen. Anders hingegen die Kommentare im Blog. Sie haften dauerhaft am Gegenstand der Betrachtung, werden immer wieder von neuen Lesern wahrgenommen und können referenziert werden.

Natürlich blieb diese Entwicklung nicht unbemerkt und wurde von der Netzöffentlichkeit zwar kritisch verfolgt, aber insgesamt doch als der Lauf der Dinge hingenommen. Die generelle Problematik der geschlossenen Plattformen, welche über dieses Thema weit hinaus geht, ließ irgendwann die IndieWeb Bewegung entstehen. IndieWeb adressierte auch die Verlagerung der Kommentare von den Blogs in die sozialen Netzwerke hinein und die Community stellte entsprechende technische Mittel bereit, welche die Kommentare wieder zurück in die Blogs kopierte. Die Instrumente von IndieWeb werden bislang jedoch nur von einer kleinen Minderheit benutzt.

In den ersten sechs Monaten diesen Jahres war nun das halbe Internet wegen der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Panikmodus. Das Thema ist grundsätzlich sehr kompliziert und verlangt eine tiefere Auseinandersetzung. Selbst Fachleute sind sich nicht richtig einig, was man jetzt genau tun muss, und wie die künftige Rechtsprechung diese und jene Paragraphen interpretieren wird. Die Verunsicherung ist also groß und kein Mensch weiß mehr, wo oben und unten ist. Natürlich verbietet die DSGVO keine Kommentare im Blog, aber leider entstehen beim Kommentieren am Ende aber auch personenbezogene Daten. Und damit fallen Kommentare in gewissen Aspekten in den Geltungsbereich der Datenschutzgrundverordnung, bedürfen der Analyse und weiteren technischen Maßnahmen. Um dieser leidigen Problematik zu entgehen, und um den Aufwand zu sparen, schalteten viele Blogs die Kommentare einfach ab.

Und so geht das schon seit Jahren. Ein Rückschlag folgt dem nächsten. Die Kommentarkultur in der Blogosphäre hat mittlerweile ganz schön Federn lassen müssen. Schritt für Schritt entwickeln sich Blogs wieder zurück zu einem statischen Informationsangebot ohne die Möglichkeit der Interaktion. Die Debatte ist weiterhin vorhanden, aber sie findet nun meist an anderer Stelle statt.

Über den Autor
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.
18 Kommentare
  1. marco
    Heike 15. August 2018

    Ja, diese Dreck-DSGVO macht mich noch ganz irre 😢

  2. marco
    Heike 15. August 2018

    Und die schönen Gravatare sind jetzt auch böse 😢

  3. marco
    marco 15. August 2018

    So böse sind die Gravatare gar nicht. Bei Gravatar werden nämlich gar keine eMail-Adressen in die USA übermittelt, sondern HASH-Werte. Aus den HASH-Werten lässt sich die eMail-Adresse nicht mehr rekonstruieren. Desweiteren unterliegt Automattic dem PrivacyShield-Abkommen zwischen USA und EU. Aus meiner Sicht ist die Angriffsfläche hier sehr gering.

  4. marco
    Heike 16. August 2018

    Hm – Facebook sagt: “Du schickst damit die IP des Seitenbesucher durchs Netz. Alle automatischen und ungefragt ablaufenden Hintergrund-Aufrufe von Fremd-Domains sind ein Problem und bedürfen eines AV-Vertrages mit dem Betreiber. Bei Gravatar kommt hinzu, dass selbst bei dort nicht-registrierten Kommentatoren deren Mail-Adressen (als Hash) übermittelt werden. Der ganze Hash-Mechanismus ist komplett DSGVO-angreifbar, weil du z.B. einfach eine Mail-Adresse von jemandem hashen kannst und dann via Suchmaschine nachsehen kannst, wo der überall kommentiert hat. ”

    Ich habe das jetzt durch ein Standard-Avatar-Bild ersetzt :-)

  5. marco
    marco 16. August 2018

    Diese Aussage ist mir viel zu pauschal.

    Wenn man externe Inhalte einbindet, “schickt” man keine IP-Adressen durch das Netz. Die Einbindung von externen Resourcen ist eine normale technische Begebenheit. Hier muss man schon etwas differenzieren.

    Im Falle von Gravatar kann man diesen externen Abruf insoweit reduzieren, dass man nach dem erstmaligem Abruf die Gravatar-Images lokal speichert, sodass sie künftig vom Blog ausgeliefert werden. Und der initiale Abruf erfolgt nach meiner Einschätzung nicht durch den Browser eines Besuchers, sondern durch WordPress itself (dabei wird die IP-Adresse des Blogs verwendet).

    Dass jeder externe Abruf einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag benötigt, halte ich für groben Unfug. Ebenso die Aussage, dass man mit einem Hash-Wert via Suchmaschine rekonstruieren kann, wo eine Person überall kommentiert hat. Wie soll das gehen? Ein Hash ist something like this: DJAWENAWER2iq374. Wenn man diesen Wert in Google eingibt, kommt vieles raus, aber nicht die Internetseiten, auf denen der Nutzer mit seiner eMail-Adresse kommentiert hat.

    Theoretisch könnte Gravatar die HASH-Werte von unregistrierten Benutzern sowie die IP-Adressen der anfragenden Server speichern. Damit könnte man eine Identität konstruieren und ermitteln, auf welchen Blogs derjenige kommentiert hat. Allerdings gibt es im Normalfall keinen Weg, die echte Person zu dieser Identität zu ermitteln. Es sei denn, die Person meldet sich zeitlich später bei Gravatar an. So oder so, das liegt außerhalb der Verantwortung eines Bloggers. Hierfür müßte sich Gravatar auch erstmal die Erlaubnis holen, diese Daten zu halten (was ja wiederum nicht geht, weil die haben ja nur einen HASH).

    Und da Gravatar sich für das PrivacyShield zertifiziert hat, und damit rechtlich nachgewiesen, dass es europäische Datenschutz-Standards einhält, gibt es formell keinen Grund, die Speicherung der HASH-Werte von unregistrierten Benutzern zu vermuten.

  6. marco
    Heike 16. August 2018

    Hi Marco,
    ich glaube dir zu 100%!

    Aber weil das für mich alles eine Nummer zu kompliziert ist und ich keine Lust habe da irgendwann mal mit einem Anwalt oder Richter drüber zu diskutieren (die das meist auch nicht so richtig verstehen, was da im Internet los ist), setze ich im Moment lieber auf zuviel Vorsicht als hinterher eine doofe Situation zu haben :-)

    Viele Grüße
    Heike

  7. marco
    marco 16. August 2018

    Genau deswegen sterben auch die Kommentare. ;-)
    (da ist bei dir aber alles noch richtig)

    Alles gut! :-)
    Das war jetzt eine prima Gelegenheit für mich, die Kette der Zusammenhänge erneut zu durchdenken, und mich mal wieder gedanklich mit der Problematik zu beschäftigen.

  8. marco
    Thomas 17. August 2018

    Moin Marco,

    mir fällt es auch immer mehr auf, dass keine Kommentare möglich sind oder diese nicht mehr abonniert werden können. Und ich stimme Dir zu, damit geht ein wichtiges und kostbares Instrument der Kommunikation im Netz verloren.

    Traurig ist es einfach, dass die Gesetzte dazu von Menschen gemacht werden, für die das ganze Internet immer noch ein unüberschaubares Neuland ist. Und die Rechtssprechung schließt sich dem an.

    LG Thomas

  9. marco
    Henning Uhle 17. August 2018

    Das ist treffend formuliert und zusammengefasst. Ich hatte zwar nie DIE riesige Zahl an Kommentaren bei mir. Aber dennoch werden es in meinem Blog immer weniger. Schade drum, da ja damit auch ein großes Stück Debattenkultur in die Binsen geht.

  10. marco
    marco 18. August 2018

    @Henning
    Danke! Bei mir stellt sich das ähnlich da. Ich hatte auch nie sonderlich viele Kommentare zu meinen Beiträgen. Mittlerweile sind Kommentare aber so selten geworden, dass man beinah für jeden Kommentar eine Flasche Sekt aufmachen könnte. “Hurra! Ein neuer Kommentar!” :-)

  11. marco
    marco 18. August 2018

    @Thomas
    Bei der Gesetzeslage spielen aus meiner Sicht noch weitere Aspekte hinein. Erstens wird die Rechtsprechung für den Einzelfall zu sehr verallgemeinert. Zweitens, wie soll ich das sagen, wir sind schon sehr genau, wir Deutschen. Datenschutz im Kontext der DSGVO ist letztendlich Risiko-Management. Kaum ein Informationsangebot kann vollumfänglich die Anforderungen der DSGVO umsetzen. Eine ähnliche Situation haben wir auch bei den Online Shops; in Deutschland ist quasi unmöglich, einen Online Shop rechtssicher zu betreiben. Deswegen steht hinter allen Aspekten die Frage, wie hoch ist das Risiko für eine rechtliche Auseinandersetzung? Und kulturell tendieren wir irgendwie dazu, keine Risiken mehr eingehen zu wollen. Und zuletzt wird im Internet einfach viel gedankenlos voneinander abgekupfert ohne die Dinge an sich zu hinterfragen. Hat ein Blog ein Disclaimer, braucht das andere Blog auch einen Disclaimer, undsoweiterundsofort.

  12. marco
    Stefan 20. August 2018

    Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als Facebook und Twitter nach Deutschland sprich der EU herüber schwappten und fast jeder sogenannter Blogger mit Freuden diese Buttons von den oben genannten Webseiten in die eigene Webseite einbaute um ein Stück vom Kuchen mitzubekommen der da aus Übersee präsentiert wurde.

    Bunte neue Welt mit Facebook und Twitter, so in der Art hieß das damals bei vielen. Oberflächlich schauen taten viele, unter die Oberfläche hingegen nur wenige. Jene wenigen die das taten wurden relativ schnell als “füge hier deine Bezeichnung ein” betitelt sowie fortan von der gerne gepriesenen Gemeinschaft meist komplett gemieden.

    Jahre später kam dann auch dem scheinbar Letzten die Erkenntnis dass jene Unkenrufe damals gar nicht so unrecht mit den Behauptungen hatten, das Facebook und Twitter welche gerne als “Soziale Netzwerke” bezeichnet werden erstens gar nicht so sozial sind und zweitens die Kommentare sowie Diskussion immer mehr in deren geschlossenen Gärten abgezogen wurde.

    Hach was war das Geschrei auf ein Mal groß, als immer mehr Nutzer diese Problematik bemerkten. Letztendlich blieb das bei viel lautem Geschrei von ein paar wenigen, denn die Masse der Mehrheit hatte sich schon bequem eingerichtet und zudem meistens sowie so keine Lust sich mit mehr als dem nötigsten zu beschäftigen was sowas wie Datenschutz oder Recht/Gesetzt oder AGB angeht auf diesen ach so tollen Plattformen.

    Fakt ist doch nun mal, das seit dem aufkommen von Facebook und Twitter ganz offensichtlich auch für den Letzten erkennbar sein sollte, das jene hoch gepriesene Gesellschaft letztendlich sehr bequem sowie naiv ist was speziell Facebook und Twitter angeht. Instagram sowie Snapchat sind zwar ein anderes Format von der Funktionsweise her, im Kern jedoch gleich bei der Problematik.

    Einfach mal nur “Daumen hoch” (interessant anbei auch, wie lange kein Daumen runter existierte) oder “Herzchen” anklicken anstatt sich wirklich Gedanken machen um jene dann als Kommentar niederzuschreiben ist in der Tat auch viel zu anstrengend sowie überfordernd für jene Internet Generation.

    Ich würde das gerne noch weiter ausführen, denn im Kern hat diese Thematik noch viel tiefere Wurzeln. Dennoch mache ich erst Mal einen Schlussstrich an dieser Stelle und bedanke mich bei dir für die Mühe welche du in deinen Artikel investiert hast, sowie jene nachfolgende Beschäftigung mit den Kommentaren die darauf folgen.

    Ganz besonders danke sagen an dieser Stelle will ich für die Erkenntnis/Feststellung von dir bezüglich dem Schwinden der Kommentare auf Blogs und Co!
    Denn das zeugt davon dass ausser mir auch noch weitere Menschen existieren die bemerken dass etwas nicht mehr stimmt, auch wenn ich und du in unseren Ausführungen dazu uns unterscheiden. ;-)

    Sobald ich für mich herausgefunden habe, wie meine Lösung zu diesem Problem aussieht wird das kommentieren auch auf meinen Seiten wieder teilweise möglich sein.

  13. marco
    Heike 20. August 2018

    @Stefan: dein Blog ist über die von dir eingegebene URL leider gar nicht erreichbar (https//zeichenweber.de) – da fehlt der Doppelpunkt :-)
    Vielleicht kann Marco das ja nachträglich richten – wäre doch schade, wenn man nicht zu dir gelangt :-)
    Und eigentlich muss man bei dir eh das www davorschreiben: https://www.zeichenweber.de/

  14. marco
    Stefan 20. August 2018

    @Heike:
    Oh, da hat die Autokorrektur mal wieder etwas korrigiert was nicht hätte sein sollen.
    Wäre in der Tat gut, wenn Marco das nachträglich noch korrigieren könnte.

  15. marco
    marco 20. August 2018

    @Stefan
    Das mache ich doch gerne!
    URL ist korrigiert.
    Später antworte ich auf deinen Kommentar auch noch richtig.

    @Heike
    Voll lieb und aufmerksam von dir!!!

  16. marco
    marco 20. August 2018

    @Stefan
    Das Wichtigste zuerst: Danke für deinen MEGA-Kommentar (das ist eigentlich fast schon ein Blogpost)!

    Als ich mit dem Bloggen vor über fünf Jahren angefangen habe, hatte ich tatsächlich auch mal eine zeitlang die letzten fünf Tweets auf der damaligen Sidebar embedded. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich die Tweets dann aber wegen der Performance entfernt, und weil das ein optischer Bruch zum damaligen Theme war. Prinzipiell finde ich diese Art von Embedding eigentlich nicht so schlimm. Schlimm ist auch nicht, dass die technische Möglichkeit besteht, dass man dadurch getrackt werden könnte. Schlimm ist, dass die Plattformen das WIRKLICH tun. Trotzdem stelle ich mir hier die Frage, ob hierfür ein Blogger überhaupt zur Verantwortung gezogen werden kann.

    Wenn man ehrlich ist, muss man leider auch zugeben, dass man in den sozialen Netzwerken wirklich einfacher beherzt und kommentiert. Durch die mobilen Apps ist man schon eingeloggt und man hat alles an einer Stelle. Manchmal frage ich mich, ob Blogsysteme wie WordPress in den letzten Jahren nicht einen konzeptionellen Fehler gemacht haben, indem sie nicht ähnliche, dezentrale Funktionalitäten bereitgestsellt haben, die leicht zu bedienen und überall im Zugriff sind. Selbst heute kann man mit der WordPress-Standardfunktionalität immer noch keine Beiträge liken.

    Wenn man die Kommentare schließt, bleiben nur noch die sozialen Netzwerke für Feedback und Austausch. Ironischerweise fördert man mit dieser Massnahme aber genau das, was man eigentlich vermeiden will. Es entstehen noch viel, viel mehr Daten, welche analysiert, ausgewertet und verwendet werden.

    Abschließend, ich finde ja, dass aus Sicht der DSGVO die Kommentare überhaupt nicht dramatisch sind. Weiß gar nicht, warum die plötzlich überall abgeschaltet werden (also ich weiß das schon, finde es aber nicht nötig).

  17. marco
    Stefan 21. August 2018

    Ja, manchmal schreibe ich viel bezüglich des Kommentar. Könnte darin begründet sein, das ich meistens in “iA Writer” den Text sozusagen vorschreibe um dann nur noch Copy &Paste zu machen im eigentlichen Kommentarfeld. :-)

    Was das mit dem schliessen der Kommentarfunktion angeht und dem daraus entstehenden befeuern von Facebook und Co, hast du definitiv Recht.
    Aktuell tendiere ich zum “registrierten Kommentieren” bezüglich meiner Webseite, wobei ich noch nicht genau weiß ob dann das registrierten öffentlich oder nur via Einladung zugänglich sein soll. ;-)

  18. marco
    marco 21. August 2018

    iA Writer ist super!
    Mit diesem Programm schreibe ich meist den ersten Entwurf von allen Texten hier. :-)

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