Besser tweeten mit Schablonen

Twitter zu erklären, das ist nicht einfach. Tweets zu schreiben, das ist noch viel schwieriger. 140 Zeichen, das wird gerne unterschätzt. 140 Zeichen, die einladen, die anstecken, die infizieren, das muss man erst einmal hinbekommen. Nicht nur einmal, sondern in guter Frequenz immer wieder. Die Timeline macht für gute Tweets keine Kompromisse. Soeben rausgezwitschert, schiebt sich der Tweet konsequent in der Timeline nach unten. Nach kurzer Zeit verschwindet der Tweet im Universum. Zudem gibt es auf Twitter sehr viele gute Mikroblogger. Sie verlangen permanent nach unserer Aufmerksamkeit. Aber Aufmerksamkeit, das haben wir leider nur begrenzt. Es hilft alles nichts, wir müssen selektieren. In Anbetracht dieser Auslese haben es Neuankömmlinge einfach schwer. Die brauchen einen langen Atem. Es dauert Zeit bis man sein Publikum gefunden hat. Immerhin mangelt es nicht an Themen. Der Alltag liefert fortlaufend neue Momente, die man durch einen Tweet verprotokollieren kann. Also einfach den Augenblick abschreiben oder folgende Schablonen zu Hilfe nehmen.

VERB ist wie VERB. Nur Krasser.

Strenggenommen ist das gar keine Schablone, sondern ein Mem. Ein Mem ist ein weitergegebener Bewusstseinsinhalt (hä?), aber das ist wieder ein anderes Thema. Jetzt mündet ein Mem aber relativ häufig in einer Schablone. Wobei der Unterschied zwischen Schablone und Mem auch noch nicht wirklich erforscht wurde. Aus diesem Grund haben wir noch etwas Freiheit, was Definition und Abgrenzung betrifft. Jedenfalls, auch wenn es so aussehen mag, die Zielstellung dieser Schablone ist nicht der Vergleich. Der Kern dieser Schablone ist der Appell an den Leser.

SACHVERHALT. Ihr kennt das.

Diese Schablone ist ganz wunderbar für Alltagssituationen geeignet. Allerdings muss man darauf achten, dass sich die eigenen Follower mit der Aussage identifizieren können. „Jetzt schnell noch ein Quickie mit dem Kollegen. Ihr kennt das.“ Dieser Tweet würde nur in Ausnahmefällen funktionieren. Bilder können übrigens immer optional ergänzt werden, um die Botschaft zu unterstützen oder um ein Teil der Botschaft zu sein.

BILD. Wer von euch ist das?

Bei diese Vorlage ist ein Bild zwingend erforderlich. Sonst funktioniert der Tweet nicht. Das Bild selbst erfordert auch eine gewisse innere Logik. Ein gutes Motiv wäre visualisierte Individualität in einem kollektiven Strom von Gleichheit. Oder ein Motiv, welches etwas sehr „Spezielles“ dokumentiert (wie beispielsweise das Nummernschild oben). Natürlich besteht die hintergründige Botschaft darin, dass die Leute auf Twitter alle einen Sprung in der Schüssel haben (sich also für etwas besonderes halten). Eine Variation der Schablone wäre auch die Frage „Wer von euch war das“.

FRAGE ANTWORT (ITERATION) FRAGE BOTSCHAFT

Der Ursprung dieser Schablone geht auf die Werbung für das Kaubonbon Maoam zurück. Im Original folgt der Dialog nach einem unentschiedenen Fußballspiel und lautet so: „Wollt ihr Verlängerung? Nein! Wollt ihr Elfmeterschießen? Nein! Was wollt ihr dann? Maoam, Maoam!“ Dieser Dialog macht natürlich keinen Sinn, hat sich aber trotzdem bis heute im Fernsehen gehalten und wurde irgendwann vom Twitter Universum aufgegriffen. Allerdings ist die Anwendung dieser Schablone schon etwas schwieriger. Wenn es aber gelingt, kommt ein 1a-Tweet raus.

Ich möchte ja nicht angeben, aber AUSSAGE.

Obwohl der Hauptsatz den Schwerpunkt darauf legt, das Angeben zu vermeiden, ist diese Schablone genau dafür gemacht, zum Angeben. Das ist natürlich jetzt erst mal nicht so schön. Schön wird es erst durch den Sachverhalt, mit dem man anzugeben gedenkt. Zusätzlich ist der Textbaustein auch sehr flexibel. Mit gehörig Eigenironie entfaltet er eine richtig gute Wirkung.

Ich würde nicht sagen, dass SACHVERHALT, aber AUSSAGE.

Eigentlich nur eine andere Variante der vorherigen Schablone. Aber irgendwie ein bisschen charmanter und dezenter. Die Eigenwerbung drängt sich nicht so arg in den Vordergrund. Außerdem wird dem geistig müden Leser noch mal explizit der Sachverhalt erklärt. Zudem ist das Muster auch für neutrale Feststellungen verwendbar (Ich möchte nicht sagen, dass es stürmisch ist, aber hier fliegen Sachen durch die Luft).

AUSSAGE. GEGENREFLEKTION. GLEICHE AUSSAGE MIT NACHDRUCK.

Eine meiner Lieblingsschablonen. Wir kennen das (also hoffentlich kenne das nicht nur ich, sondern ihr kennt das auch). Manchmal findet man sich einfach toll! Und manchmal möchte man die eigene Tollheit in die Welt schreien (und tut das dann auch). Blöd nur, dass es jetzt Spielverderber gibt, die es sich zum Lebensziel erklärt haben, uns zurück auf den Boden der Tatsachen zu holen. Das Beispiel bezieht sich übrigens auf das Halbfinale Brasilien-Holland der FIFA WM 2014. Michel Vorm (Torwart von Holland) wurde zwei Minuten vor Spielende in der Nachspielzeit eingewechselt.

FRAGE. ANTWORT. NACHFRAGE. ANTWORT. Wir melden uns!

Die ganze Wahrheit vorab: Die lügen. Lügen ist einfach bequemer. Die Wahrheit tut oft weh und seien wir mal ehrlich, wer mag schon jemanden weh tun? Zum Schluss fühlt man sich noch schuldig und da hört jetzt wirklich der Spaß auf. Vorlage für diese Vorlage ist natürlich das Bewerbungsgespräch. Ein ernstes Thema. Die Schablone ist natürlich das Gegenteil. Obwohl das Happy End fehlt. Macht aber nichts, wenigstens ist es lustig.

ALLTAGSERLEBNIS. Erotischer wird es heute nicht mehr.

Das eigene Elend, das muss man schon irgendwie zum Ausdruck bringen. Machen wir Deutschen auch besonders gern. Jammern, das liegt uns einfach im Blut. Sprachlich sind wir im Mangel einfach besser als im Reichtum. Deswegen haben wir auch diese Tweetvorlage erfunden. Die Schablone hat natürlich einen erotischen Bezug. Muss aber nicht, wenn man es schlau anstellt, geht es auch ohne pornographischen Hintergrund.

SACHVERHALT. Ich prangere das an.

Ja, das geht mir auch immer so. Echt doof. Und immer wenn man etwas doof findet, kann man das öffentlich anprangern. Was im echten Leben nicht so gerne gesehen wird, ist auf Twitter nicht nur erlaubt, sondern tatsächlich explizit erwünscht. Aber bitte bedenkt: Immer wenn man auf Twitter etwas angeprangert, dreht sich irgendwo auf der Welt eine Hexe im Grab um.

SACHVERHALT. Finde den Fehler.

Wenn man einen Fehler in der Matrix entdeckt, kann man diese Schablone aus dem Methodenkoffer ziehen. Zwar muss der Leser auf den Aktivmodus umschalten (ist eigentlich nicht so beliebt) und den Fehler selbst suchen, aber das macht nichts. Davon sind wir selbst ja nicht betroffen. Wir selbst haben den Fehler ja schon gefunden.

FRAGE. Ich versteh die Frage nicht.

Früher in der Schule habe ich das auch immer gesagt, wenn ich die Frage zwar verstanden, aber die Antwort nicht gewusst habe. Auf Twitter wird diese Schablone allerdings für andere Zwecke verwendet. Nur ist das in diesem Fall gar nicht so einfach zu erklären. Man kann sich mit dieser Schablone abgrenzen, etwas (also auch dich selbst) feiern oder implizit Kritik üben. Probiere einfach mal aus.

TÜR AUF. DROHUNG. TÜR ZU.

Die reale Vorlage dieser Schablone ist natürlich sofort augenfällig. Im Leben ist einfach immer alles verkehrt herum. Zuerst toben die Kinder schon um 5 Uhr am Morgen, mit den Jahren dreht sich das und sie wollten gar nicht mehr aus dem Bett, noch nicht mal für die Schule. Wir müssen also immer für das Gegenteil sorgen. Was hat sich der liebe Gott nur dabei gedacht? Ja, das sind die großen Fragen des Lebens.

Und immer diese Angst, dass KONSEQUENZ.

Was wären wir nur ohne unsere Ängste? Nicht dass wir mit unseren eigenen Ängsten nicht schon genug zu tun hätten, jetzt denken wir uns auch noch imaginäre Ängste für Twitter aus. Das macht zwar keinen Sinn, aber trotzdem total viel Spaß.

AUSSAGE. Kein/e MANN/FRAU jemals.

Wir haben jetzt zwar schon einige Evolutionsstufen als Gesellschaft hinter uns, scheitern aber immer noch daran, das eigene Geschlecht dem anderen Geschlecht zu erklären. Wer sich selbst mal daran versuchen möchte, der kann diese Schablone verwenden. Aber bitte ohne Erwartung an die Sache herangehen und keine durchschlagenden Erfolge erwarten. In der Regel ist der Sachverhalt auch schon bekannt, aber manchmal tut es einfach gut, daran erinnert zu werden.

AUSSAGE. Weil ich es kann.

Spätestens jetzt sollte auch der letzte bemerkt haben, dass das eigene Ego auf Twitter ein großes Thema ist. Theoretisch könnte man sagen, alles nur ein Schrei nach Liebe. Praktisch ist uns das jetzt erst mal egal, schließlich geht es hier um Tweetschablonen und nicht um Küchenpsychologie. Schablonen können übrigens beliebig modifiziert werden. Die Beliebigkeit wird maximal von der deutschen Grammatik eingeschränkt (aber nur ein bisschen).

SACHVERHALT. Ich dachte, Sie sollten das wissen.

Eigentlich voll nett, dass andere Leute für uns mitdenken, oder? Das machen die einfach so. Obwohl wir gar nicht darum gebeten haben. Zwar generieren wir dadurch in der Regel keinen wesentlichen Mehrwert für unser eigenes Leben, aber das macht ja nichts. Der Wille zählt.

BILD. Und ihr so?

Normalerweise sind wir ja von morgens bis abends neidisch. Für das eigene Glück ist das nicht förderlich und eigentlich sogar ziemlich kontraproduktiv. Aber immerhin macht uns das Leben hin und wieder auch mal ein Geschenk. Und diesen Moment können wir dann gleich mit einem Bild dokumentieren und in die Welt vertweeten. Damit es gerecht zugeht und Andere auch mal neidisch sind. Wer Neid nicht mag, aber Mitleid gegenüber aufgeschlossen, kann diese Schablone auch mal ausprobieren (Mein Schnürsenkel ist gerade gerissen. Und ihr so?).

INFORMATION. Und nun weiß ich auch nicht.

Ihr kennt das. Man denkt, man hätte etwas wichtiges zu sagen, und weil Teilen das neue Haben ist, macht man einen Tweet draus. Und dann kommt aber auch immer irgendein Klugscheißer daher und weiß es besser. Voll nervig! Deswegen mag ich es sehr, wenn man auch zugeben kann, das Ende des eigenen Horizonts erreicht zu haben.

SACHVERHALT. Zum Beispiel.

Angeblich soll man einen Tweet niemals erklären. Ein Tweet ist wie ein alleinstehender Gedanke und jeder Mensch denkt (und versteht) halt anders. Andererseits, so ein Beispiel, das kann nicht schaden. Ich erhalte immer wieder Replies, die ich nicht verstehe, weil zuvor mein Tweet falsch verstanden wurde. Nicht sehr schön. Genau deswegen hat sich irgendein schlauer Mensch diese Schablone ausgedacht, um peinliche Missverständnisse zu vermeiden.

APPELL, hamse gesagt. APPELL, hamse gesagt. KONSEQUENZ, hamse nicht gesagt.

Voll fies, oder?

ZUSTAND. Ich habe nichts gegen ZUSTAND. Einige meiner besten Freund sind ZUSTAND.

Also wenn meine besten Freunde übermüdet sind, dann kann Übermüdung ja gar nicht so verkehrt sein, dann macht es auch nichts, wenn ich selbst übermüdet bin. Ist diese Schablone nicht toll? Man muss nur etwas in die Schablone einsetzten, was man selbst nicht mag, oder was andere nicht mögen, und schwuppdiwupp sieht das schon ganz anders aus und man findet Frieden. Der ganze innere Gram, einfach so weg.

EILMELDUNG. NACHRICHT.

Diese Schablone geht in die gleiche Richtung. Aber immerhin hat der Verfasser offen gelassen, ob wir das wissen sollten. Das entscheiden wir dann selbst. Obiges Beispiel bezieht sich übrigens auf das Spiel #BRAGER im Halbfinale des FIFA World Cup 2014 in Brasilien. Deutschland führte nach 25 Minuten schon mit 0:5 Toren. Das fanden wir voll gut, aber die Brasilianer nicht so. Wer sich selbst auch nicht so toll findet, kann diese Vorlage auch dafür nutzen, um bestimmte Fragmente seines Lebens in den Vordergrund zu schieben (Eilmeldung: Ich bin auf dem Weg zur Arbeit).

FRAGE? Frage für eine Freundin.

Tja, was soll ich sagen. Die innere Scham. Sie begleitet uns jeden Tag. Sie lässt sich auch nicht abschütteln. Aber immerhin kann man sie austricksen. Einfach so machen, als ginge es um jemand anderen. In Wirklichkeit ist der Trick ja noch viel größer als man annimmt. Denn er wirkt nur für das eigene Ich. Der Andere durchschaut die Systematik sofort und bleibt von Belügt werden verschont. So bekommt jeder das, was er möchte. Es gibt schon tolle Sachen im Leben, oder?

Immer wenn VORGANG, ANDERER VORGANG.

Ja, so ist das im Leben. Wir sind nicht allein. Wir drehen uns und gleichzeitig drehen wir uns alle miteinander. Man sagt, ein Schmetterling am anderen Ende der Welt beeinflusst bei uns das Wetter mit seinem Flügelschlag. Das nennt man übrigens auch Chaostheorie. Wobei das auch schon wieder nicht richtig ist. Es ist einfach eine unendlich lange Kette von Ursache und Wirkung. Weil wir das aber nicht verstehen, deklarieren wir das lieber als Chaos.

DASWASFEHLT. #wasfehlt

Irgendwas fehlt halt immer.

Schablonen machen also richtig viel Spaß. Den Tweets entspringt durch die feste Systematik ein ganz eigener Charme. Neue Vorlagen entstehen nicht nur durch einen Einzelnen, sondern sie entstehen auch durch alle zusammen. Es gibt auch keine Regeln, man kann sich die Schablonen so machen, dass es für die eigenen Zwecke passt. Oft wirken die Textbausteine auf mehreren Ebenen und so kann sich jeder Leser genau die Botschaft nehmen, die ihm am Besten gefällt. Es gibt aber auch Nachteile. Immer nur Schablonen, das ist doof. Man sollte sie nur wohldosiert in kleiner Menge in die eigenen Tweets einstreuen. Denn eigene, schön ausformulierte Gedanken sind viel schöner als vorgefertigte Muster.

Über den Autor

Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.

8 Kommentare
  1. marco
    Heike 4. August 2014

    Marco – dein Text ist unfassbar großartig. Und jetzt ist mir auch komplett klar, warum Twitter nicht so mein Ding ist :-)

  2. marco
    @Coach_Koeln 5. August 2014

    Was für ein Fundus an Inspiration. Danke, Marco! Ich probier es gleich mal aus … :-)

  3. marco
    @Strat_Managerin 5. August 2014

    Eine tolle Zusammenstellung! Vielen Dank dafür!
    Ich habe bisher diese Kommunikations-Schemen nicht durchschaut … und war immer fasziniert von der Methodik. ;-)
    Trotzdem – ich denke, ich bleib bei meinem eigenen Stil :-)
    Schöne Grüße aus Ratzeburg/Lübeck
    Barbara Simonsen

  4. marco
    Beate Tatzel 3. April 2015

    … jetzt weiss ich immer noch nicht, was eine #nonmention ist!!! ^^

    Ansonsten echt super! :)

    *hatdennewbiestatusfasthintersich*

  5. marco
    marco 3. April 2015

    Das ist gaaaaaaanz einfach. Also ein Mention ist, wenn man einen anderen Twitter-Account (z.B. @irrlicht) an beliebiger Stelle im Tweet erwähnt (Mention = Erwähnung). Außer am Anfang des Tweets, das ist verboten, sonst wäre es nämlich ein “Reply” und kein “Mention”. Und ein #NonMention ist quasi dasselbe wie ein Mention. Nur ohne Mention halt (also man darf den User nicht hinschreiben). Bedeutet, irgendein User ist bewusst angesprochen. Nur weiß man halt nicht, welcher User angesprochen ist. Quasi ein geheimes Mention. Daraus ergeben sich in der Konsequenz lustige Kommunikationsspiele. ABER: Die besten NonMention sind die NonMention ohne #NonMention. ;-)

  6. marco
    Beate Tatzel 3. April 2015

    … wir müssen uns bei Gelegenheit mal über die Definition von “gaaanz einfach” unterhalten ;) – ansonsten vielen Dank für die Erläuterung, da wäre ich nie drauf gekommen!

  7. marco
    Josef 4. April 2015

    Ganz wunderbar auf den Punkt gebracht. Das sollte jeder Anfänger lesen, aber auch die schon länger dabei sind, werden hier was neues entdecken.

  8. marco
    marco 5. April 2015

    Danke!!! Ich werde auch noch weitere Schablonen ergänzen. Hab schon wieder zehn Vorlagen auf der Liste. Eventuell schreibe ich dazu aber einen neuen Post, sonst wieder der obige zu lang. Mal sehen.

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