Tanken, Waschen, Rauchen

Gestern war ich mit meinen Geschwistern in Darmstadt zum Einkaufen verabredet. Also nicht dieses Einkaufen, wo man sich unter innerem Zwang kurz vor knapp in die Stadt quält, weil man noch Geschenke braucht. Auch nicht dieses Einkaufen der Lebensmittel für die Festtage, was ebenso stressig ist. Sondern eher dieses Einkaufen, wo man eigentlich gar nichts einkauft, weil man schon alles erledigt hat, und eigentlich nur etwas Zeit mit seinen Geschwistern verbringen möchte. Also schlendert, Kaffee trinken geht und den anderen beim Einkaufen zuschaut.

Jedenfalls, beim Losfahren in Mannheim habe ich noch gedacht, du musst unbedingt noch Tanken. Als ich an der ersten Tankstelle vorbeigefahren bin, hab ich gedacht, jetzt habe ich keine Lust. Nach dem Einkaufen auf dem Weg zurück, hab ich an der gleichen Tankstelle gedacht, jetzt geht’s auch nicht, weil sonst meine Geschwister im Restaurant zu lange auf mich warten (wir gehen nach dem Einkaufen meistens noch schön essen). Dann muss ich halt spät bei mir im Stadtteil noch tanken. Als ich dann nach dem Essen spät im Stadtteil angekommen bin, hab ich das Tanken vergessen.

Voll blöd! Deswegen habe ich vorhin extra die Wohnung verlassen, nur um zu tanken. Das Tanken an sich geht ja immer total schnell, sodass ich mich immer frage, warum hast du das jetzt eigentlich so lange vor dir hergeschoben? Wo man dann auch schon extra die Wohnung verlassen hat, hab ich gedacht, jetzt könntest du auch noch schnell durch die Waschanlage fahren. Das wollte ich eigentlich dieses Jahr aussparen. Es ist ja nicht weniger Weihnachten, nur weil das Auto nicht sauber ist.

Bei der Waschanlage um die Ecke (bei mir ist irgendwie alles um die Ecke) war auch nicht viel los, was mich total gefreut hat. Ich mag diese Waschanlage um die Ecke sehr. Das Auto fährt da nämlich komplett alleine durch und man kann der Waschanlage beim Auto waschen zuschauen. Danach wird das Auto vom Waschanlagenmann noch grob von Innen gereinigt. Weil ich es nicht so gerne hab, wenn andere Leute meinen Schmutz wegmachen, helfe ich da auch immer mit. Der Waschanlagenmann putzt meistens von rechts und ich dann immer von links.

Normal saugt der Waschanlagemann kurz durch und entstaubt die Armaturen. Keine Ahnung, warum, immerhin lass ich dort jetzt schon einige Jahre mein Auto putzen, und sonst wurde das nie gemacht, aber diesmal hat der Waschanlagenmann auch meinen Aschenbescher geleert. Beim Öffnen des Aschenbechers guckt er mich komisch an. Ich dachte, warum guckt er denn jetzt so komisch? Das ist ein Aschenbecher, da sind halt Zigarettenstummel drin

„Sie rauchen ja im Auto!“
„Ja!“
„Aber das Auto riecht gar nicht nach Rauch.“

Ich wusste irgendwie nicht, was ich sagen sollte. Da kann ich doch nichts dafür. In der Wohnung rauch ich nicht, da bin ich konsequent, aber im Auto kommt das schon mal vor. So eine Langstrecke und gute Musik im Radio, ich meine, wie soll man da nicht rauchen? Aber Langstrecken hat man halt nicht so oft und deswegen rauche ich im Auto recht selten.

Über den Blogger
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.
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