Digitalkompetenz Smartwatch

Am letzten Tag der diesjährigen re:publica besuchte ich nachmittags spontan den Vortrag Passion as Game Changer – Data-Driven HR in Zeiten von Arbeit 4.0 aus dem Track Business & Work. Mich interessierte das Thema, weil meine beruflichen Wurzeln im HR liegen und ich mich immer noch sehr mit dem Umfeld verbunden fühle.

Im Saal saß ich hinten in der drittletzten Reihe in der Nähe zum mittleren Durchgang. Die Session wurde von Telefonica Deutschland gehalten und war inhaltlich an sich ganz okay. Nach Ende des Vortrags blieben noch ein paar Minuten Zeit für Fragen. Eine Frau in der Reihe vor mir meldete sich. Eine Helferin brachte ihr das Mikrofon und setzte sich danach hinter mich in die vorletzte Reihe. Kurz darauf tapste sie mir auf die Schulter und fragte mich, „weißt du, wieviel Uhr es ist?“

Ich trage ja seit einiger Zeit eine Smartwatch. Der Bildschirm der Uhr ist eigentlich immer aus. Wenn man nun den Arm hebt, um die Uhrzeit abzulesen, aktiviert sich der Bildschirm automatisch. Das funktioniert in der Regel mit wenigen Ausnahmen auch sehr zuverlässig. Ich hob also meinen linken Arm. Dabei führte ich mein Handgelenk aber nicht vor mein Gesicht, sondern an meinem Gesicht vorbei nach links hinten vor die Dame, dass sie die Uhrzeit selbst ablesen konnte. Ich weiß nicht, ob’s an der ungewöhnlichen Bewegung lag, aber jedenfalls schaltete sich der Bildschirm nicht ein und die Uhr blieb schwarz. Das war an sich schon eine komische Situation.

Den Bildschirm der Smartwatch kann man natürlich ebenso aktivieren, wenn man kurz darauf tappt oder die Krone drückt. Also tippe ich auf die Krone. Kurz davor hatte sich aber der Bildschirm dann doch aktiviert, ich konnte allerdings meine Druckbewegung nicht mehr abbremsen. Jetzt ist es so, wenn der Bildschirm aktiviert ist und man die Krone drückt, öffnet sich das Home Screen und die Uhrzeit verschwindet wieder. Um nun zur Uhrzeit zurückzukehren, muss man die Krone einfach noch mal drücken, was ich dann auch getan habe.

Jedenfalls, die re:publica ist eine Konferenz über die digitale Gesellschaft, und ich hatte den Eindruck, dass die Helfersfrau nun den Eindruck hatte, dass ich mit der Smartwatch überhaupt nicht umgehen kann, was mir total peinlich war.

Über den Blogger
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.
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