Das Schnürsenkel Massaker

Letztens habe ich mich mit meinen Geschwistern über Handtaschen und die darin befindlichen Dinge unterhalten. Der Inhalt einer Handtasche ist bekanntlich eine recht persönliche Angelegenheit und es ist natürlich wahnsinnig interessant zu erfahren, was andere Menschen so mit sich herumtragen. Als ich dann ganz unspektakulär erwähnte, dass ich auch immer einen Schnürsenkel in der Handtasche habe, lagen meine Geschwister lachend unter dem Tisch, und ich konnte mich im Anschluss nicht mehr normal mit ihnen unterhalten.

Ich kapiere überhaupt nicht, was an diesem Sachverhalt so lustig ist. Den Schnürsenkel habe ich natürlich aus rein pragmatischen Gründen dabei (weil mir halt oft beim Schnüren der Schuhe ein Schnürsenkel reißt). Das passiert leider alle paar Wochen immer mal wieder. Bei meinen Geschwistern würde das angeblich nie passieren (was ich auch nicht kapiere).

Wenn der Schnürsenkel reißt, befindet sich der Riss meistens an der letzten Schnüröse (so nennt sich das Loch, wo man den Schnürsenkel immer durchmacht). Das Problem ist jetzt, dass sich die Länge des Schnürsenkels durch den Riss geschätzt um ein Viertel reduziert. Theoretisch könnte man damit den Schuh immer noch ganz normal binden, wenn man ein oder zwei Ösenpaare überspringt. Dazu müsste man allerdings den Schnürsenkel komplett ausfädeln und wieder neu einfädeln, was aber nicht geht, weil bei der gerissenen Seite die Pinke (das Ding zum Einfädeln) fehlt und das Senkelende total ausgefranst ist, und man damit den Senkel nicht mehr durch die Ösen bekommt (sehr kompliziert das alles). Also muss man sich etwas überlegen! Für solche Situationen benutze ich meistens folgende provisorische Schnürtechnik.

Wie man seine Schnürsenkel bei einem Riss schnüren kann

Der Vorteil ist, dass man den Schnürsenkel nicht komplett aus- und wieder einfädeln muss, sondern eigentlich nur die gerissene Seite bis zur ersten Öse ausfädelt und dann den Schuh wieder binden kann. Ich bilde mir manchmal ein, dass mit dieser Schnürmethodik der Schuh sogar ein bisschen besser sitzt. Wenn der Schnürsenkel dann allerdings ein weiteres Mal reißt, gibt es keine Rettung mehr, dann braucht man einen neuen Schürsenkel. Und genau deswegen habe ich stets einen Ersatz-Schnürsenkel in der Handtasche.

Mal was Neues ausprobieren!
8 verschiedene Methoden, wie man seine Schuhe schnüren kann.
;-)
Über den Blogger
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.
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