Züge vor der Nase

Mir sind heute den ganzen Tag lang die Züge vor der Nase weggefahren.

Das hat schon am Morgen angefangen. Zuhause konnte ich mich mal wieder nicht aus meiner Müdigkeit befreien. Und deswegen hab ich gedacht, noch 5 Minuten Twitter. Noch 5 Minuten Twitter, das geht, bevor ich mich auf den Weg mache. Die Straßenbahn hab ich immerhin noch fahren sehen. Nicht, dass ich sie nicht mehr hätte erreichen können, aber so Laufschritt am Morgen? Nee, lass mal, ich war ja schon froh, nicht beim Laufen einzuschlafen. Konnte ich mich also noch mal 10 Minuten mit Twitter beschäftigen.

An der Haltestelle Rathaus-Center musste ich dann umsteigen. Bis zum Anschluss hatte ich noch 7 Minuten. Eigentlich genug Zeit, um sich noch schnell einen Cafe to Go zu holen. Hab ich zumindest gedacht. Es stand nur eine Frau beim Bäcker, aber dass die gleich Backwaren für ihre ganze Abteilung kaufen möchte, das konnte ich ja nicht ahnen. Natürlich hab ich es in den 7 Minuten nicht geschafft.

Tja, irgendwann hab ich meinen Arbeitsplatz dann doch erreicht. Abends war ich außerhalb mit einem Freund zum Essen verabredet. Ich bin in solchen Dingen ja total entspannt und mach keine echte Reiseplanung (ist mir schon zu anstrengend), sondern geh einfach an den Bahnhof und nehme den nächsten Zug.

Auf der Arbeit hab ich also irgendwann das Notebook zugeklappt und statt mich auf den Weg zu machen, habe ich gedacht, ach, grad so schöne Stimmung, könnte ich noch entspannt eine Zigarette rauchen. Nicht, dass ich auf dem Weg zur Haltestelle nicht auch eine Zigarette hätte rauchen können, jedenfalls die nächste Straßenbahn hab ich dann auch verpasst.

Am Hauptbahnhof blieben dann wieder 10 Minuten bis der nächste Zug fuhr. Leider hab ich dann im Hauptbahnhof ums Verrecken nicht die Schließfächer gefunden (wollte mein Notebook darin ablegen). Musste dann einen Angestellten fragen und hinterher hab ich mich wieder selbst gefragt, an dieser Stelle biste wirklich schon ewig oft vorbeigelaufen, warum haste du nie die Schließfächer gesehen? Jedenfalls haben die 10 Minuten natürlich wieder nicht gereicht. Und der nächste Zug kam dann auch gleich mal 10 Minuten später.

Voll lustig!

Über den Blogger
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.
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