Was ist da nur im Weltraum los?

Virgin Galactic wurde im Jahr 2004 gegründet. Die Firma arbeitet an der Vision, suborbitale Flüge in den Weltraum für Touristen zu ermöglichen. Hierfür werden die Passagiere mit einem Trägerflugzeug in den Himmel auf eine Höhe von 16 Kilometer transportiert und danach mit einem suborbitalen Raumgleiter per Raketenantrieb durch einen Parabelflug an die Grenze zum Weltraum gebracht. Dort dürfen sich die Glücklichen über 6 Minuten Schwerelosigkeit freuen bevor es wieder zurück zu Erde geht. Die Prototypen sind derzeit im Testbetrieb und sogar der nötige Weltraumflughafen Spaceport America in New Mexico ist schon gebaut. Virgin Galactic gehört zur Virgin Group. Und die Virgin Group gehört Richard Branson.

Ähnliche Pläne verfolgt auch Jeff Bezos. Jeff gründete nicht nur Amazon, sondern ebenso im Jahr 2000 das Unternehmen Blue Origin. Auch Blue Origin hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen zur Selbstzerstreuung in den Weltraum zu befördern. Allerdings nicht so halbgar mit Hilfe eines Trägerflugzeug, sondern die Passagiere werden in einer Kapsel mit einer Rakete richtig ins Weltall geschossen. Das Antriebsmodul bleibt bei Ankunft auch nicht als Müll im Weltraum zurück, sondern fliegt eigenständig zurück zur Erde und wird für den nächsten Flug recycelt. Die Kapsel hingegen gleitet irgendwann selbst und ganz klassisch mit Fallschirm zurück zur Erde. Mittlerweile wurden schon drei Testläufe erfolgreich durchgeführt (aber noch ohne Menschen).

Aber das ist alles eigentlich noch gar nichts gegen das, was sich Elon Musk (Tesla und Hyperloop) vorgenommen hat. Er gründete im Jahr 2002 die Firma SpaceX. Und SpaceX möchte nicht nur in den Weltraum, sondern gleich zum Mars. Dazu forscht es an einem interplanetaren Transportsystem und das geht so: Zunächst transportiert ein Raketensystem das Raumschiff mit den Passagieren in den Orbit. Während das Raumschiff im Weltraum geparkt wird, fliegt das Raketenmodul zurück zur Erde und holt noch mal schnell einen Treibstofftank. Wieder im Weltraum wird dieser Treibstoff ins Raumschiff umgepumpt. Danach fliegt die galaktische Tankstelle wieder zur Erde und das vollbetankte Raumschiff zum Mars. Der Treibstoff reicht zwar nur für den Hinflug, das macht aber nichts. Für den Rückflug wird der Treibstoff dann halt einfach auf dem Mars produziert. Dazu soll Kohlendioxid aus der Mars-Luft sowie flüssiger Sauerstoff aus dem Mars-Eis entnommen und in Methan umgewandelt werden. Das ist zwar alles noch Zukunftsmusik, aber schon heute führt SpaceX im Auftrag der NASA die meisten Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS durch.

Ich frage mich ja immer, wenn ich Unternehmen wie Amazon, Tesla oder Virgin aufgebaut hätte, käme ich dann auch auf die Idee, „ach komm, lass mal noch eine Weltraumfirma gründen.“ Eigentlich kann ich mir das nur so vorstellen: Es war mal wieder Weltwirtschaftsforum in Davos (oder sowas ähnliches) und die Elite kam zusammen, um die globalen Fragen zu diskutieren. Nach endlosen Vorträgen und langwierigen Diskussionen sassen die Herren Branson, Bezos und Musk abends betrunken und müde an der Bar. Aus der Langeweile heraus spielten sie dann Penisvergleich. Aber irgendwie funktionierte das nicht so richtig, weil Amazon, Tesla und Virgin halt nicht so recht vergleichbar sind. Tja, und anstatt einfach eine Münze zu werfen, muss wohl einer gesagt haben: „Hopp, wer als Erster im Weltraum ist!“

Über den Blogger
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.
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