Spotify im Detail / FAQ

Das ist ja auch so ein cooles Ding, das Spotify. Mit Spotify kannste Musik konsumieren bis der Arzt kommt. Völlig legal. Das fetzt richtig! Wenn man allerdings mit dem Konzept der Musik-Flatrate nicht richtig vertraut ist, fetzt da erst mal gar nichts, sondern es stellen sich vorab zahlreiche Fragen. Zum Beispiel, was ist das überhaupt, ein Musik-Abo? Kann ich da hören, was ich hören will? Kann man das auch ohne Internetverbindung und Computer nutzen? Und was kostet der ganze Spaß? Damit man sich die Antworten nicht umständlich im Internet zusammen suchen muss, habe ich nachstehend mal ein umfangreiches FAQ zum Thema Spotify zusammengestellt. Es folgen über 50 Fragen und über 50 Antworten, verteilt auf sechs verschiedene Kategorien. Ich werde den Fragenkatalog auch künftig pflegen und aktuell halten.

Der Beitrag wurde zuletzt am 20. Dezember 2016 aktualisiert.

Allgemein

Was ist Spotify?

Spotify ist ein Musik-Abo. Quasi eine Flatrate für Musik. Das bedeutet, man bezahlt eine monatliche Gebühr und erhält unbegrenzten Zugriff auf den Spotify-Katalog. Die Musik wird technisch als Stream ausgeliefert. Neben dem kostenpflichtigen Abonnement gibt auch einen kostenlosen Tarif, der jedoch funktional eingeschränkt ist und Werbung enthält.

In welcher Qualität liefert Spotify die Musik aus?

Spotify liefert die Musik in drei verschiedenen Qualitätsstufen aus. In der mobilen Variante beträgt die Bitrate 96 kpbs. In der normalen Variante hat der Stream eine Bitrate von 160 kbps. Und in der höchsten Qualitätsstufe beträgt die Bitrate 320 kbps. Die einzelnen Abstufungen können in den jeweiligen Spotify-Clients eingestellt werden.

Wie groß ist der Spotify-Katalog?

Der deutsche Katalog von Spotify beinhaltet ungefähr 30 Millionen Titel. Alle großen Labels sind enthalten (Universal Music Group, Warner Music Group, Sony Music Entertainment). Im Einzelfall können jedoch auch Interpreten fehlen. Aus dem Independent-Bereich befinden sich über 200 Labels im Katalog.

Welche Zugriffsbeschränkungen gibt es bei Spotify?

In der kostenpflichtigen Variante gibt es keine Begrenzung im Streaming. Alle im Katalog enthaltenen Stücke können unendlich oft gehört werden. Ebenso gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl der Zugriffclients.

Welches Dateiformat verwendet Spotify?

Spotify liefert die Musik im Ogg-Vobis-Dateiformat aus.

Wie funktioniert das Streaming genau?

Die Musik wird ausschließlich über serverbasiertes Streaming ausgeliefert. In den Anfangstagen von Spotify wurde bei der Auslieferung additiv auch ein P2P-Verfahren angewendet, bei welchem die Streams teilweise aus dem Caches der Nutzer kamen. Mittlerweile wurde diese Technologie wieder ausgebaut.

Welche Beschränkungen hat die kostenlose Spotify-Variante?

Spotify Free hat zahlreiche Einschränkungen. Einer der Hauptnachteile ist die Einspielung von Werbung zwischen den Titel. Neuerscheinungen (Alben) sind die ersten zwei Wochen eventuell ausschließlich der kostenpflichtigen Variante vorbehalten. Weiterhin kann ohne Internetverbindung grundsätzlich keine Musik gehört werden. Spotify Connect steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Auch die Qualität in 320 kbps ist den Premium-Nutzern vorbehalten. Zuletzt gibt es funktionale Einschränkungen auf bestimmten Geräte-Klassen. Beispielsweise kann die Musik auf dem Smartphone nur geshuffelt werden (kein lineares Streaming) und dabei kann man maximal 6 Mal pro Stunde ein Lied überspringen.

Beinhaltet der Spotify-Katalog auch Hörbücher?

Ja.

Gibt es noch weitere Formate auf Spotify?

Podcasts und Video-Shows. Bei den Podcasts handelt es sich um eine individuelle Auswahl von Spotify und kein vollständiges Podcast-Verzeichnis. Bei den Video Shows handelt es sich hauptsächlich um kleine Clips aus dem öffentlichen Rundfunk und YouTube.

Geräte

Welche Plattformen werden von Spotify unterstützt?

Man könnte fast sagen, Spotify ist auf jeder Plattform verfügbar. Die Anzahl der unterstützten Systeme ist beispiellos. Es gibt Clients für Windows, MacOS und Linux. Mobil werden iOS, Android und Windows Phone unterstützt. Weiterhin ist Spotify für Kindle Fire, Blackberry, Palm, Windows Mobile und Symbian verfügbar. Auch die PlayStation und mehrere SmartTV-Systeme haben einen integrierten Spotify Client. Es gibt auch Apps wie RunKeeper mit Spotify Unterstützung. Mittlerweile ist sogar der Zugriff auf Spotify über integrierte Systeme im Auto möglich. Zu guter Letzt gibt es natürlich eine Vielzahl von klassischen Sound-Systemen für die Wohnung mit Spotify-Integration.

Screenshot: Spotify Desktop

Wie lautet die Paketquelle von Spotify für Linux zur Installation des Clients?

Die Paketquelle lautet „deb http://repository.spotify.com stable non-free“ und diese Angabe muss der Datei „/etc/apt/sources.list“ hingezugefügt werden. Der öffentlichen Schlüssel zur Verifikation des Pakets kann mit folgendem Befehl bezogen werden: „sudo apt-key adv –keyserver hkp://keyserver.ubuntu.com:80 –recv-keys 94558F59“. Nach der Aktualisierung von apt-get („sudo apt-get update“), kann der Client mit dem Kommando „sudo apt-get install spotify-client“ installiert werden.

Welche Autos unterstützen Spotify?

Aktuell unterstützen bestimmte Modelle von BMW, MINI und Volvo den Zugriff auf Spotify. Für die iPhone-Schnittstelle CarPlay von Apple gibt es ebenfalls eine Spotify-Implementierung. Durch CarPlay ist Spotify indirekt für fast alle Marken verfügbar.

Kann Spotify über den Browser genutzt werden?

Ja. Die URL des Webplaysers lautet https://play.spotify.com.

Screenshot: Spotify Web Player

Welche Sound-Systeme unterstützen Spotify?

Es gibt Sound-Systeme mit Spotify Integration von Argun Audio, Bang & Olufson, Bose, Denon, Fon, LG, Libratone, Logitech, marantz, NAD, nocs, Onkyo, Panasonic, Philips, Pioneer, Revo, Sonos, Sony, Teufel, Yamaha und Client. Der Zugriff erfolgt entweder über einen integrierten Client oder über Spotify Connect.

Welche SmartTVs unterstützen Spotify?

Es gibt von SmartTVs und Set-Top-Boxen mit Spotify-Unterstützung von Bang & Olufson, Boxee, LG, Philips, Samsung und Western Digital.

Wird Spotify von Amazon Echo unterstützt?

Ja! Neben Amazon Echo unterstützen auch Echo Dot und Amazon Tap den Dienst Spotify.

Hat jeder Spotify Client die gleiche Funktionalität?

Nein. Die meisten Funktionen haben die offiziellen Apps von Spotify. Die Implementierungen von Drittherstellern besitzen meistens nur die Basisfunktionalität (also die wichtigsten Funktionen) zur Nutzung des Dienstes.

Funktionen

Was ist Spotify Radio?

Mit dieser Zusatzfunktion kann man sich eigene, personalisierte Radio Channels konfigurieren. Dazu wählt man einen Interpreten, ein Album, ein Song oder eine Playlist als Ausgangsbasis und Spotify bespielt darauf basierend den konfigurierten Radio-Kanal mit ähnlicher Musik.

Welche sozialen Komponenten hat Spotify?

Auf Spotify können Aktivitäten und Playlisten geteilt werden. Entsprechend kann man natürlich auch den Aktivitäten und Playlisten von anderen Usern oder Interpreten folgen. Der Begriff Aktivität beschreibt hier die Musik, die man hört. Die Veröffentlichung der eigenen Aktivitäten ist aber nicht obligatorisch. Zuletzt ist auch ein kleines privates Messaging System implementiert (ähnlich wie bei Twitter oder Facebook).

Kann man bei Spotify auch auf Songtexte zugreifen?

Ja. Spotify nutzt hier den Dienst Musixmatch. Der Songtext kann synchron zur aktuellen Wiedergabe eingeblendet werden.

Was ist das Mixtape?

Das Mixtape ist eine Musikzusammenstellung ähnlich wie Spotify Radio, welche Spotify algorithmisch aus deinem Hörverhalten geniert. Spotify stellt insgesamt bis zu 6 Mixtapes zur Verfügung. Die Mixtapes können als Endlosschleife abgespielt werden und enthalten Songs aus der eigenen Bibliothek sowie Empfehlungen.

Was ist der Mix der Woche?

Der Mix der Woche ist eine individuelle Playlist, welche jede Woche neu von Spotify bereitgestellt wird. Die Playlist enthält Musikempfehlungen und basiert auf dem eigenen Hörverhalten der vorangegangenen Woche.

Was macht die Funktion “Konzerte”?

Die Funktion Konzerte ist unter dem Hauptpunkt Browse verfügbar. Konzerte zeigt Konzertvorschläge in deiner Umgebung an. Die Vorschläge basieren ebenfalls auf dem eigenen Hörverhalten. Wenn man unterwegs ist, kann der vorgegebene Ort auch geändert werden.

Können lokale Mediatheken (z.B. von iTunes) im Spotify Client angezeigt werden?

Ja, das ist möglich. Lokale Mediatheken von iTunes oder anderen Quellen können im Spotify Client integriert werden. Allerdings kann der Client nur die Formate MP3, MP4, M4A und M4R abspielen. Sehr charmant ist jedoch, dass Spotify auf den eigenen Katalog zurückgreift, sofern ein lokale Datei aufgrund eines fremden Dateiformats nicht abgespielt werden kann.

Kann man bei Spotify die Musik auch ohne Internetverbindung hören?

Ja, das ist möglich. Allerdings steht diese Funktion ausschließlich für Playlists zur Verfügung. Dazu schaltet man einfach den Schalter„Offline verfügbar“ für die gewählte Playlist ein und im Anschluss werden die Files auf den lokalen Client geladen. Alben können über den Umweg einer Playlist lokal gehalten werden. Zum Hören ohne Internetverbindung muss man allerdings den Client selbst in den Offline Modus versetzen. Prinzipiell ist die Funktion beschränkt auf 3.333 Songs pro Gerät und insgesamt sind maximal 3 Geräte für den Offline-Modus erlaubt.

Was ist die private Session?

Wenn die private Session aktiviert wird, werden die eigenen Aktivitäten an die eigenen Follower nicht geteilt. Per default endet die Session mit einem Neustart des Spotify Clients und muss dann quasi erneut eingeschaltet werden. Prinzipiell macht die private Session natürlich nur Sinn, wenn man den eigenen Aktivitätsstream teilt.

Was ist Spotify Connect?

Durch Spotify Connect können Spotify Clients wie Notebook oder Soundsysteme über Smartphone oder Tablet ferngesteuert werden. Um Spotify Connect nutzen zu können, muss der betroffene Client das Spotify Connect Protokoll technisch unterstützen. Klingt im ersten Moment nicht so spannend, ist aber eine coole Funktion. Mit Spotify Connect ist es beispielsweise möglich, die Steuerung eines Abspielgeräts von einem Client an einen anderen Client ohne Musikunterbrechung zu übergeben.

Kann man Spotify auch über eine Mobilfunkverbindung nutzen?

Ja. Im Kontext der Mobilfunkverbindung wird die Musik ressourcenschonend mit einer Bitrate von 96 kpbs ausgeliefert.

Kann man Spotify auch im Ausland nutzen?

Ja, im Tarif Spotify Premium. Für Spotify Free Nutzer ist diese Funktion nur in den ersten 14 Tagen ab Anmeldung freigeschaltet.

Handhabung

Wie kann man Alben für den schnellen Zugriff speichern?

Man drücke auf „Speichern“ für ganze Alben.

spotify-speichern

Wie kann man Songs für den schnellen Zugriff speichern?

Man drücke auf „Plus“ für einzelne Songs.

spotify-plus

Wie kann man öffentliche Playlists für den schnellen Zugriff speichern?

Man drücke auf „Folgen“.

spotify-follow

Wie kann man Interpreten für den schnellen Zugriff speichern?

Die Auswahl der Interpreten wird automatisch aus den gespeicherten Alben und Songs aufgebaut.

Wo findet man die Hörbücher?

Es gibt komischerweise keine eigene Kategorie unter “Browse”. Man findet die Hörbücher über die Suche.

Wo findet man Podcasts und Video-Shows?

Beide Formate werden nur auf iOS und Android bereitgestellt. Man findet die Formate unter “Browse”.

Wie häufig wird Werbung eingespielt?

Die Werbeeinspielung erfolgt nicht nach jedem Titel, allerdings auch nicht erst am Ende eines Albums oder einer Playlist.

Gibt es eine Möglichkeit die Werbung zu unterbinden?

Es gibt 3rd-Party-Tools, welche die Lautstärke automatisch ab- oder aufdrehen, sobald eine Werbeeinspielung beginnt oder endet. Blockify, zum Beispiel.

Wie kann ich meinen Spotify Account umbenennen?

Die Umbenennung eines Spotify Account ist nicht möglich. Wenn man seinen Account umbenennen möchte, muss man einen neuen Account anlegen.

Wie kann ich meinen Spotify Account löschen?

Eine Account-Löschung muss über das Kontakt-Formular auf der Internetseite von Spotify beantragt werden. Nach der Beantragung meldet sich das Service Team per eMail und prüft die Identität des Antragsstellers (z.B. Geburtsdatum). Danach wird der Account entfernt. In der Regel dauert dieser Prozess zwei Tage.

Welche Authentifizierungsmöglichkeiten gibt es?

Man kann sich über die eMail-Adresse oder über einen Facebook-Account bei Spotify authentifizieren.

Kann man die Musik aus dem Spotify-Katalog auf einen mp3 Player laden?

Nein. Aber es gibt Ausnahmen wie den iPod Touch.

Gibt es eine Möglichkeit auf die Musik-Files im Dateisystem zuzugreifen?

Nein. Die Streams werden grundsätzlich nur gecacht. Und die Dateien für den Offline-Zugriff werden leider nicht transparent auf dem Dateisystem abgespeichert.

Gib es eine Möglichkeit die Musik aus Spotify„aufzunehmen“?

Ja. Einerseits gibt es Programme wie Streaming Audio Rekorder oder den No23 Recorder, mit denen man jeglichen Audiostream an der Soundkarte des Computers aufnehmen kann. Andererseits gibt es spezielle Tools wie Spotydl, die speziell auf Spotify ausgelegt sind, und welche Dateien gezielt herunter laden können. Über diese Mittel kann der MP3-Player quasi auf Umwegen mit Spotify-Musik befüllt werden. Rechtlich bewegt man sich jedoch in einer Grauzone.

Kann man „gerippte“ Musikdateien aus Spotify über iTunes Match „reinwaschen“?

Jo. Das wäre zwar moralisch wirklich sehr fragwürdig. Aber technisch ist das tatsächlich möglich. Allerdings erhält man über iTunes Match keine Nutzungsrechte für illegal beschaffte Musik. iTunes Match säubert nur die Datei und dies auch nur bei gematchten Songs.

Was sind Spotify-URIs?

Über eine Spotify-URI kann man jegliches Spotify-Element (Album, Song, Interpret, Playlist) adressieren. Die Adressen kann man beispielsweise auf Internetseiten verwenden und damit Playlists einbinden.

Und was sind Spotify-Links?

Spotify Links nutzen eine andere Adressierung als die URIs. Die Links sind eine technische Zwischenlösung, um die Adressierung auf Spotify-Elemente in Applikationen zu ermöglichen, welche Spotify-URIs nicht unterstützen (z.B. eMail, Messenger).

Wie kann man ein Profil-Bild für den eigenen Account hinterlegen?

Bei Spotify kann man leider kein Profil-Bild direkt hochladen. Um ein Profil-Bild für den eigenen Account zu hinterlegen, muss man seinen Spotify-Account mit einem Facebook-Account verknüpfen. Danach wird das Profil-Bild von Facebook in Spotify angezeigt.

Kosten

Was kostet Spotify?

Spotify Premium kostet im Monat 9,99 Euro. Der Betrag wird monatlich eingezogen.

Wie lange ist die Kündigungsfrist?

Spotify kann jederzeit gekündigt werden.

Welche Zahlungsmöglichkeiten werden unterstützt?

Spotify unterstützt die Zahlung mit Kreditkarte, Paypal und Klarna (Zahlung auf Rechnung).

Kann das Premium-Angebot vorab getestet werden?

Ja, allerdings nur indirekt. Die ersten 30 Tage sind kostenfrei. Möchte man das Angebot im Anschluss nicht nutzen, ist eine rechtzeitige Kündigung erforderlich.

Gibt es noch weitere Tarife?

Ja. Es gibt einen Studententarif sowie einen Familientarif. Der Studententarif kostet 4,99 Euro im Monat und entspricht funktionell dem Premium-Abo. Der Familientarif nennt sich Spotify Family. Spotify Family kostet 14,99 im Monat und unterstützt bis zu 6 Mitglieder (Konten). Jedes Familienmitglied hat einen vollständigen Account mit eigenen Playlists.

Wie kann ich das Spotify Premium Abo kündigen?

Das Premium Abo kann online in der Kontoübersicht auf der Internetseite von Spotify gekündigt werden. Danach wird das Abo automatisch auf Free umgestellt. Der Spotify Zugang bleibt damit also erhalten.

Kann ich nach einer Kündigung weiterhin auf die bisher gehörte Musik zugreifen?

Nein.

Verlängert sich das Spotify Abo automatisch?

Ja.

Bei T-Mobile kann man Spotify als Tarifoption hinzubuchen. Ist das ratsam?

Die Deutsche Telekom bietet in fast allen Tarifen eine Spotify Option an, die man kostenpflichtig zum regulären Mobilfunk-Tarif hinzubuchen kann. Die Option nennt sich „Music Streaming Flat“ oder ähnlich. Sie kostet 9,95 Euro monatlich, der Preis kann aber abhängig vom Mobilfunktarif abweichen. In einigen höheren Tarifen ist diese Option schon enthalten. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um einen vollwertigen Spotify Premium Tarif. Der große Vorteil lag ursprünglich darin, dass beim Streaming über die Mobilfunkverbindung das Datenvolumen des Mobilfunktarifs nicht berührt wird. Leider hat T-Mobile dieses Feature bei Neukunden mittlerweile gestrichen. Für Bestandskunden (vor dem 2. August 2016) gelten jedoch noch folgende zusätzliche Leistungsmerkmale. Der reine Streaming Traffic ist explizit von der Zählung ausgeklammert. Sogar die Offline-Synchronisation beansprucht das Datenvolumen nicht. Von dieser Regelung ausgenommen ist allein der Traffic, der beim Anzeigen der Cover oder bei der Nutzung anderer Spotify-Funktionen entsteht (Teilen, Entdecken). Um diesen Effekt abzumildern, wird das Datenvolumen des Mobilfunktarifs durch T-Mobile zusätzlich und kostenfrei um weitere 100 MB erhöht. Ebenso wird der Traffic gezählt, wenn das Datenvolumen des zugrundliegenden Mobilfunktarifs erschöpft ist. Letztendlich war die Music Streaming Flat das bessere Spotify Premium Konto! T-Mobile hat diese

Kann ein bestehendes Spotify-Abo in eine Tarifoption von T-Mobile umgewandelt werden?

Ja, das ist möglich. Allerdings kann nur ein Spotify Free-Account mit T-Mobile verknüpft werden. Deswegen muss man ein eventuell bestehendes Spotify Premium Abo zuvor kündigen. Die Kündigung kann online in der Kontoübersicht auf der Internetseite von Spotify vorgenommen werden. Sobald das Abo ausgelaufen ist, bucht man die Tarifoption im Kundencenter von T-Mobile. Nach der Buchung ist die Option wenige Minuten später aktiv. Im Anschluss muss die Mobilfunknummer für Spotify freischalten (dafür erhält man eine Kurznachricht auf das Handy). Nach der Authentifizierung kann der bestehende Spotify mit T-Mobile verknüpft werden. Alternativ kann auch ein neues Konto angelegt werden.

Sonstiges

Was ist der Unterschied zu iTunes Match (und vergleichbare Diensten)?

Eigentlich ist iTunes Match und Spotify gar nicht vergleichbar (obwohl sie immer wieder in den Medien verglichen werden). Mit iTunes Match kann man die eigene Musik in der Cloud speichern. Durch Spotify erhält man dagegen einen temporären Zugriff auf einen Musik-Katalog.

Was ist sind die wesentlichen Vorteile von Spotify?

Der Hauptvorteil liegt eindeutig im unbegrenzten Zugriff auf den Spotify-Katalog. Man kann jegliches Album unmittelbar hören und so oft man möchte. Weiterhin sind die öffentlichen Playlisten eine tolle Möglichkeit, um neue Entdeckungen zu machen und aus der eigenen musikalischen Nische auszubrechen. Es gibt viele öffentliche Playlists, die von anderen Usern oder Spotify selbst erstellt wurden, und thematisch sehr gut gegliedert sind (Genre, Stimmung, Zweck).

Was ist sind die wesentlichen Nachteile von Spotify?

Der wesentliche Nachteil leitet sich aus dem wesentlichen Vorteil ab. Man erwirbt keinerlei Nutzungsrechte an der Musik. Wenn man das Abo kündigt, verliert man auch den Zugriff auf die Musik.

Gibt es vergleichbare Dienste?

Ja, es gibt sogar sehr viele vergleichbare Dienste. Eine Musik-Flatrate bieten auch Deezer, Juke (Media-Saturn), Napster, Rhapsody, Xbox Music und Google Play Music. Und darüber hinaus gibt es noch weitere Dienste, die individuell und personalisiert Musik-Channels anbieten, aber kein lineares Streaming erlauben (keinen gezielten Zugriff auf Titel und Alben). Dazu gehört beispielsweise das bekannte last.fm. Zuletzt hat auch Apple die Bühne betreten und bietet mit Apple Music ein sehr durchdachtes Musik-Abo an, dass es durchaus mit Spotify aufnehmen kann.

Welches Alleinstellungsmerkmal hat Spotify?

Aufgrund der Menge der verfügbaren Dienste konnte ich hierzu leider keine Bestandsaufnahme machen. Nach meinem Eindruck ist aber die riesige Anzahl an Spotify Clients auf jeden Fall das wesentliche Alleinstellungsmerkmal.

Kann man Spotify auch gewerblich nutzen (also öffentlich)?

Nein.

Wer isn überhaupt Spotify und wo kommen die her?

Spotify ist eine Firma aus Schweden mit dem Hauptsitz in Stockholm.

Weitere Fragen?
Sind bestimmte Aspekte unklar geblieben?
Das Gute am Internet – man kann nachträglich Ergänzungen vornehmen. :-)

Bitte weitere Fragen als Kommentar hinterlassen und nicht per eMail einschicken. Danke!
Über den Autor

Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.

13 Kommentare
  1. marco
    Frank 3. Mai 2015

    Simfy kann man inzwischen aus der Liste der vergleichbaren Dienste streichen!

  2. Pingback: #sonntagslektüre 18/2015 | neontrauma.de

  3. marco
    marco 3. Mai 2015

    Stimmt ja. Da war was! Bei Simfy gehen gerade die Lichter aus. Ich nehm den Link gleich raus. Danke für den Hinweis!

  4. marco
    Heike 4. Mai 2015

    Hm, irgendwie brauche ich das nicht. Kann aber natürlich noch kommen :-)

  5. marco
    marco 4. Mai 2015

    Dienste wie Spotify sind vorallem interessant, wenn man viel und gerne Musik konsumiert. Es gab Zeiten, da wäre das Abo auch nichts für mich gewesen. Egal, wenn der Ernstfall eintritt, weiste ja jetzt, wo du dich ausgiebig informieren kannst. :-)

  6. marco
    Alex 2. Februar 2016

    Hallo,
    danke für die vielen und hilfreichen Infos.
    Allerdings hab ich nicht ganz ersehen können warum man spotify nicht gewerblich nutzen darf..?
    Hast du da evtl. Noch eine Info ?

    Viele grüße und danke.

  7. marco
    marco 2. Februar 2016

    Hallo Alex.
    In der FAQ von Spotify ist dieser Sachverhalt beschrieben.
    https://support.spotify.com/de/article/use-spotify-in-my-bar-restaurant-store-school-etc/
    Etwas förmlicher ist diese Limitierung in den AGB von Spotify unter Punkt 4 (erster Absatz) formuliert.
    https://www.spotify.com/de/legal/end-user-agreement/#s4
    Schöne Grüße
    Marco

  8. marco
    Christopher 29. Juni 2016

    Hi,
    na da ist ja so gut wie alles drin ;-)
    Allerdings habe ich nach nicht allzu viel Recherche herausfinden können, dass es sehr wohl möglich ist, Musk auf z.B. einen iPod Shuffle (oder Classic oder Nano, wie auch immer, jedenfalls ohne iOS) zu kopieren. Hierzu muss man die Musik angeblich nur offline-Verfügbar machen. Da dies der ausschlaggebende Punkt für den Erwerb eines Abos, sozusagen das Zünglein an der Waage ist, würde mich interessieren, was du Marco, dazu sagst.
    Vielen Dank

  9. marco
    marco 29. Juni 2016

    @Christopher
    Tatsächlich! Danke für den Hinweis. Angeblich ist das möglich. Jedoch mit Einschränkungen. Das funktioniert nur mit Musikstücken, die man offline verfügbar macht. Und dabei wird auch das Dateisystem des iPod gelöscht (also die Stücke entfernt, welche man über iTunes geladen hat). Vermutlich kann man durch diesen Mechnismus iTunes/Spotify nicht parallel einsetzen, oder nur sehr umständlich halt. Einen iPad Shuffle hab ich zur Hand. Allerdings kann ich das nicht auf die Schnelle testen. Werde ich aber noch machen. Spotify Premium kann man ja 30 Tage lang testen. Probier einfach aus, wenn’s dringend ist. :-)

  10. marco
    Christopher 29. Juni 2016

    Habs natürlich schon ausprobiert, klappt aber leider nicht… Mein iPod Shuffle (Neuste Generation) wird gar nicht erst in Spotify angezeigt :( naja, man kann ja nicht alles haben ;)

  11. marco
    marco 30. Juni 2016

    Mmmmh…. komisch. Manche sagen, es geht, andere sagen, es geht nicht. Ich werde das trotzdem noch mal untersuchen. Das Spotify FAQ muss sowieso mal wieder geupdated werden. Und tröste dich … sogar Musik aus Apple Music kann nicht auf dem iPod Shuffle/Nano abgespielt werden. ;-)

  12. marco
    Tina 14. August 2016

    Hallo
    Kann ich als Familypremium Kunde auch meine Hörbücher mit meinem Familienmitgliedern teilen? Wenn ja – wie?

  13. marco
    marco 14. August 2016

    @Tina
    Bei Spotify Premium Family handelt es sich aus funktionaler Sicht letztlich um ganz normale Konten, deren Playlists und Alben sauber voneinander getrennt sind. Um “deine” Alben mit anderen Familienmitgliedern zu teilen, kannst du entweder die URI des Albums verschicken oder die Alben in einer öffentliche Playlist aufnehmen, welche dann die anderen Familienmitgliedern folgen können.

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