7 Taschen

Drei Tage vor Weihnachten habe ich in Frankfurt einen Podcast aufgenommen. Nach Frankfurt bin ich mit der Bahn gefahren. Ich hatte mir eine schnelle Verbindung gebucht und die Fahrt dauerte grad mal 45 Minuten. Zufällig hatte ich auch den neuen ICE4 „Angelina Jolie“ erwischt, worüber ich mich sehr freute. So kurz vor Weihnachten war natürlich recht viel Reiseverkehr und zahlreiche Leute fuhren an ihren Bestimmungsort. Im Zug beobachte ich die Passagiere mit ihren riesigen Rollkoffern auf der Suche nach einem geeigneten Abstellplatz. Die Größe dieser Rollkoffer schüchterte mich schon etwas ein, gleichzeitig fragte ich mich aber auch, wie haben die Leute nur all ihre Geschenke da reinbekommen?

Ich fahre immer erst an Heilig Abend am frühen Nachmittag zu meinen Eltern. Nach dem Frühstück packe ich gemütlich meine Sachen zusammen. Das ist eine längere Sache und dieses Jahr kamen dabei sieben Taschen raus.

  1. Tasche mit den Geschenken
  2. Eine weitere Tasche mit Geschenken
  3. Tasche mit schmutziger Wäsche
  4. Rollkoffer mit Klamotten und Kosmetikbeutel
  5. Notebook-Tasche
  6. Tasche mit Sachen zum Beschäftigen
  7. Meine Handtasche

Illustration: Sieben Taschen

Das bedeutet, 7 Taschen einräumen. 7 Taschen ans Auto schleppen. 7 Taschen ins Haus meiner Eltern tragen. 7 Taschen ausräumen. Nach 10 Tagen alles wieder Retour. Immerhin hat auf der Rückreise eine Tasche für „meine“ Geschenke gereicht. Die freigewordene Tasche habe ich dann aber auf dem Nachhauseweg für den Lebensmitteleinkauf benutzt. Außerdem habe ich mir noch eine Kiste Wein mitgenommen. Das heißt, 7 Taschen (und eine Kiste Wein) wieder ans Auto schleppen. 7 Taschen (und eine Kiste Wein) wieder in die Wohnung tragen. Und zuletzt die sieben Taschen wieder ausräumen (die Weinkiste wird einfach hingestellt). Während andere Leute mit einem Rollkoffer reisen (deren Größe mich einschüchtert).

Über den Blogger
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.
2 Kommentare
  1. marco
    Stefan 20. Januar 2018

    1 Rollkoffer in Mittel bis Groß ist in der Regel das was mir im IC / ICE begegnet, da scheinbar die meisten Menschen so reisen und ich auch. Das ganze dann mal 3 für 1 Person ist schon krass mit anzusehen und wird nur noch von denen überboten welche dazu noch Rucksack und TASCHEN dabei haben.

    Ist jedes mal aufs neue ein wunderbares schräges Spektakel das im jeweiligen Abteil für ordentlich Stimmung sorgt, vor allem dann wenn der Zug ein IC in doppelstöckiger Variante ist und jene Person oben anstatt unten einen Sitzplatz reserviert hat und dazu auch noch in einem 4er mit Tisch sich zwängt. Oben ist viel weniger Platz als unten und die Abstellnischen sind wahrlich nur noch NISCHEN.

  2. marco
    marco 20. Januar 2018

    Jaaaaa. Ich hab da meistens richtig Mitleid. Wenn die Leute am Bahnhof zusteigen, gibt es im Wagon manchmal eine richtige Prozessverklemmung. Der enge Flur, das große Gepäckstück, davor Leute, dahinter Leute. Und wenn in der Abstellnische dann kein Platz mehr ist oder man versehentlich in falsche Richtung im Wagon gelaufen ist und man überall hängen bleibt oder der nächste freie Abstellplatz weit vom eigenen Sitzplatz weg ist. Ich komme ja oft mit meinem meist wenigen Gepäck schon ins Schwitzen. Alles nicht so einfach! :-D

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