Der Apple Akku Skandal

Bei meinen ersten iPhones hat es mich immer sehr geärgert, wenn Apple ein neues Betriebssystem veröffentlichte, aber manche Features nur der neusten iPhone-Generation vorbehalten waren. Ich fand das schon immer eine ganz billige Verkaufsmasche. Technisch wäre das meist überhaupt kein Problem gewesen, diese Features auch auf älteren iPhones bereitzustellen. Mit der Zeit hat sich meine Meinung an dieser Stelle jedoch komplett gedreht und ich finde, Apple sollte viel früher damit aufhören, neue Features auf alten Geräten auszuliefern. Das Problem ist einfach, dass die iPhones schleichend langsamer werden. Der Funktionsumfang wächst und wächst, aber die Hardware kann nicht ebenso mitwachsen und muss mit den gleichen Ressourcen immer mehr bewältigen. Jedenfalls, ich hab lieber weniger Features, dafür aber ein flüssiges iPhone.

Vor ein paar Monaten wurde nun publik, dass Apple zusätzlich die iPhones künstlich verlangsamt, sofern der Akku in die Jahre gekommen ist. Dieser Sachverhalt hat sich richtig zum Skandal aufgebauscht. Im Freundeskreis haben sich viele Leute extrem aufgeregt. Auch die Medien gingen mit Apple hart ins Gericht. Und in der USA wurde natürlich auch eine große Sammelklage initiiert.

Illustration: Akku mit schwacher Ladung

Apple hat die künstliche Leistungsdrossel offiziell damit begründet, bei Leistungsspitzen ein unkontrolliertes Abschalten der Geräte vermeiden zu wollen. Um die Wogen zu glätten, setzte der Hersteller ein Sonderprogramm für den Akkutausch auf. Im Rahmen der Aktion kostet der Akkutausch nur 29 Euro. Obwohl ich das Phänomen auf meinem iPhone SE nicht feststellen konnte, habe ich die Gelegenheit genutzt und ebenfalls meinen Akku getauscht. Ich wollte damit sicherstellen, dass ich beim späteren Wiederverkauf des Geräts kein schlechtes Gewissen habe, wegen dem eventuell dann schwachen Akku. Das größte Problem beim Akkutausch liegt übrigens darin, einen iPhone-Ersatz für die Reparaturzeit zu finden, weil man das iPhone natürlich abgeben muss und die Wartezeit teilweise mehrwöchig ist. Ich habe mir deswegen übergangsweise ein älteres iPhone von meiner Schwester geliehen.

Und wie das halt immer so ist, prompt hat sich das Ersatz-iPhone tatsächlich mehrmals unkontrolliert ausgeschaltet. In diesen Fällen hatte der Akku oft noch 30% und ich wollte meistens ein Bild machen. Und ich kann euch sagen, wenn sich das iPhone einfach so abschaltet, das macht überhaupt keinen Spaß. Seit iOS 11.3 kann man nun die Leistungsdrossel in den Einstellungen deaktivieren. Ich empfehle dagegen: Finger weg! Die Bremse macht wirklich Sinn!

Über den Blogger
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.
3 Kommentare
  1. marco
    Stefan 22. April 2018

    Manche Menschen sind mit der Zeit richtig gut darin geworden, sich Einschränkungen durch dritte schön zu reden. Wie das eben so ist, wenn emotionale Bindung zu etwas entsteht. Da funktioniert dann rational Denken nicht mehr.

  2. marco
    marco 22. April 2018

    Wart ab, bis dir auch mal das Smartphone einfach so in der Hand ausgeht, und das, was du gerade machen wolltest, durch einen Reboot unterbrochen wird. Dann reden wir weiter. ;-)

  3. marco
    Stefan 22. April 2018

    Muss ich nicht warten, hatte ich beim 4S damals Minimum 5 mal in 1 Jahr. Seither habe ich nur noch Smartphones mit 3500mAh PLUS als Akku und aktuell eines mit 4000mAh. ;-)

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