Apple Music im Detail / FAQ

Im Mai 2014 gab Apple bekannt, die Firma Beats Electronics für 3,2 Milliarden Dollar zu übernehmen. Beats ist ein Hersteller von Audiotechnik. Vor allem die markanten Kopfhörer sind recht beliebt (ich hab auch einen) und zeichnen sich durch einen schön dunklen Bass aus. Quasi so nebenbei hat Beats aber auch einen Streaming-Dienst für Musik betrieben. Genau das hat bei Apple bislang im Portfolio gefehlt. Deswegen wurden viele Musik-Liebhaber an Spotify verloren. Was natürlich für Apple nicht so schön war, aber für Spotify umso schöner. Egal, denn diese Zeiten sind jetzt vorbei. Apple Music, es ist da! Und weil ich auf diesem Blog schon jeweils ein umfangreiches FAQ zum Thema iTunes Match und Spotify veröffentlicht habe, muss ich jetzt natürlich auch ein FAQ über Apple Music veröffentlichen. Es folgen über 40 Fragen und über 40 Antworten. Der Fragenkatalog wird auch fortlaufend gepflegt und aktualisiert.

Der Beitrag wurde zuletzt am 30. März 2017 aktualisiert.

Allgemein

Was ist Apple Music?

Apple Music ist ein Musik-Abo (eine Flatrate für Musik). Das bedeutet, man bezahlt eine monatliche Gebühr und erhält dadurch unbegrenzten Zugriff auf den Katalog von Apple Music. Die Musik wird gestreamt und muss nicht vorab heruntergeladen werden.

In welcher Qualität liefert Apple Music die Titel aus?

Die Qualität und Bitrate der ausgelieferten Titel beträgt 256 kbps, 128 kbps oder 64 kbps. Die Bitrate kann man aber nicht selbst wählen, sie wird automatisch durch Apple Music gesteuert und ist von der Netzqualität sowie der jeweiligen Internetverbindung (Mobilfunk, WLAN) abhängig.

Wie groß ist der Apple Music Katalog?

Der Apple Music Katalog umfasst 40 Millionen Titel. Das heißt, die Anzahl der Titel im Apple Music Katalog entspricht nicht vollständig der Anzahl der Titel im iTunes Music Store, welcher derzeit 43 Millionen Titel umfasst. Der Gesamtumfang des Apple Music Katalogs variiert zusätzlich in Abhängigkeit der Nationalgebiete. Dies resultiert aus dem Sachverhalt, dass die Lizenzierung der Musik mit den jeweiligen Rechteinhabern für jedes Land individuell verhandelt werden muss.

Welche Zugriffsbeschränkungen gibt es bei Apple Music?

Es gibt keine Beschränkungen im Streaming. Die einzelnen Titel können gezielt ausgewählt und unendlich oft gehört werden.

Was kostet Apple Music?

Apple Music kostet 9,99 Euro im Monat.

Geräte

Auf welchen Plattformen kann man Apple Music nutzen?

Apple Music kann auf MacOS, Windows, iOS, tvOS, WatchOS sowie CarPlay genutzt werden. Die Systemvoraussetzungen sind iTunes 12.2, iOS 8.4 oder WatchOS 1.0. Ein Client für die Android Plattform ist ebenfalls verfügbar.

Welche Soundsysteme unterstützen Apple Music?

Im Moment wird Apple Music durch Sonos nativ unterstützt.

Wie viele Clients kann man für Apple Music freischalten?

Der Zugriff ist mit maximal 10 eigenen Geräten möglich. Davon dürfen höchstens fünf Geräte Computer sein. Die Wiedergabe auf mehreren Geräten zur gleichen Zeit ist nicht möglich. Das ist technisch abgesichert. Wenn man eine zweite Wiedergabe startet, stoppt die Wiedergabe des ersten Geräts automatisch.

Kann man Apple Music über den Browser nutzen?

Nein.

Wie bringt man Apple Music auf eine Musikanlage?

Um Apple Music auf einer klassischen Musikanlage zu hören, muss man den Umweg über den klassischen 3,5 mm Klinkenstecker als Eingangskanal gehen (vgl. Kopfhörer). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Stream vom jeweiligen Client auf ein Airplay Netzwerk zu legen und das Signal mit Apple TV oder AirPort Express an ein Soundsystem über den Klinkenstecker weiterzugeben.

Kann man Apple Music auch mit dem iPod Shuffle, Nano oder anderen MP3-Playern nutzen?

Nein, das ist nicht möglich. iPod Shuffle und iPod Nano können den Abonnement-Status des Nutzers leider nicht überprüfen. Wenn man die Musik per iTunes auf den iPod Shuffle/Nano laden möchte, erhält man eine Fehlermeldung. Auf anderen MP3-Playern ist die Wiedergabe ebenfalls nicht möglich. Diese Pille ist natürlich bitter. Die Ursache liegt nicht in der Technik begründet, sondern ergibt sich aus den Vorgaben der Lizenzierung. Andere Streaming-Dienste wie Spotify sind davon ebenso betroffen. Der iPod Touch ist der einzige MP3-Player, mit dem man Apple Music nutzen kann.

Funktionen

Was ist Beats One?

Beats One ist ein „echter“ Radio-Sender, den man 24/7 weltweit über Apple Music empfangen kann. Beats One wird in Los Angeles, New York und London aufgenommen und live ausgestrahlt. Der Radiosender wird konzeptionell federführend von Zane Lowe, Ebro Darden und Julie Adenuga betreut. Das aktuelle Programm wird von Apple in einem Blog auf Tumblr veröffentlicht. Zurückliegende Sendungen lassen sich auch on demand rückwirkend aufrufen und abspielen. Neben Beats One gibt es noch weitere Live-Radiosender wie BBC World Service oder Deutschlandfunk. Die Anzahl von Live-Radiosendern ist jedoch sehr begrenzt.

Beats One on Tumblr

Welche Radiosender kann man mit Apple Music empfangen?

Prinzipiell gibt es drei verschiedene Arten von Radio-Sendern. Es gibt echtes Live-Radio wie Beats One. Es gibt Radio-Sender, deren Playlist redaktionell von Fachleuten zusammengestellt ist und sich hauptsächlich an den klassischen Genres orientiert. Bei diesem Typ kann man sogar Lieder überspringen. Und zuletzt gibt es benutzerdefinierte Radio-Sender, die algorithmisch ihre Playlist generieren.

Was ist Apple Music Connect?

Connect ist eine soziale Komponente in Apple Music. Mit Connect kann man Künstlern folgen und erhält deren Beitrage in die Connect Timeline (ähnlich wie bei Twitter). Man kann die veröffentlichten Beiträge beherzen und kommentieren, aber selbst keine eigenen Beiträge schreiben.

Was ist die iCloud Music Library?

Die iCloud Music Library ist eine Variante von iTunes Match und im Funktionsumfang von Apple Music enthalten. Über die gleichen Mechanismen wie bei iTunes Match (Matching & Upload) wird dabei die eigene Mediathek in die Cloud geschoben und damit auf allen verbundenen Geräten bereitgestellt. Insgesamt kann die iCloud Music Library maximal 100.000 Lieder aufnehmen. Der wesentliche Unterschied zu iTunes Match liegt darin, dass alle Stücke (auch die eigenen) mit einem Kopierschutz versehen sind, wenn man sie erneut aus der Cloud lädt.

Kann man Apple Music mit einer Mobilfunkverbindung nutzen?

Ja.

Kann man Apple Music im Ausland nutzen?

Leider ist die Nutzung von Apple Music im Ausland aus lizenzrechtlichen Gründen nicht erlaubt. Technisch ist die Nutzung im Ausland jedoch im Moment nicht unterbunden, so dass man Apple Music eigentlich doch im Ausland nutzen kann.

Wodurch unterscheiden sich die Rubriken „Für dich“ und „Entdecken“?

Die Rubrik „Für dich“ enthält Alben und Playlists, die dem Musikgeschmack des Nutzers entsprechen. Dies wird algorithmisch auf Basis des Hörverhalten abgeleitet. Darunter befinden sich auch neue Veröffentlichungen bevorzugter Künstler sowie kuratierten Listen. Die Rubrik „Entdecken“ ist quasi die Startseite des Apple Music Katalog und enthält Neuveröffentlichungen, Charts, redaktionell betreute Themenseiten sowie thematische Playlists.

Wie erkennt Apple Music den Musikgeschmack des Nutzers?

Es gibt vier Parameter auf dessen Basis der Musikgeschmack des Nutzers über einen Algorithmus berechnet kann. Die aktuelle Mediathek des Nutzers, die Einkäufe im iTunes Store, den Eingangsfragebogen (die Sache mit den Kreisen) sowie die beherzte Musik. Zusätzlich kann man die Musikvorschläge oder die aktuelle Wiedergabe über die Funktion „Weniger empfehlen“ oder “Gefällt mir nicht” beeinflussen.

Apple Music - Genre Auswahl

Wo hört die eigene Mediathek auf, wo fängt Apple Music an?

Das ist tatsächlich gar nicht so einfach zu unterscheiden. Mit Apple Music verschwimmen die Grenzen zwischen der eigenen Mediathek und dem Apple Music Katalog. Unter „Meine Musik“ werden eigene Alben sowie Alben aus dem Apple Music Katalog identisch dargestellt. Auf dem nachfolgenden Screenshot sind die zwei linken Alben beispielsweise aus Apple Music, die zwei rechten Alben sind aus meiner eigenen Mediathek. In der Ansicht Titel (iTunes) lassen sich die Alben aus Apple Music aber über die Spalte iCloud Status identifizieren (Wert: Apple Music).

Screenshot: iTunes Mediathek

Kann man über Apple Music Songtexte abrufen?

Ja, man kann sich den Songtext der aktuellen Wiedergabe anzeigen lassen. Copy&Paste ist jedoch nicht möglich.

Lässt sich Apple Music über Siri steuern?

Ja. Neben der Steuerung des Players lassen sich auch weitere Informationen abrufen. Dazu gibt es Befehle wie “Wann wurde dieser Song veröffentlicht?” oder “Wer singt NAMEDESLIEDS?”.

Handhabung

Wie navigiert man zu einem Album oder Künstler?

Die direkte Auswahl von gesuchten Musikstücken funktioniert über das Suchfeld in iTunes. Die Suche unterscheidet zwischen der eigenen Bibliothek und dem Apple Music Katalog. Über die Ergebnisliste kann man Album oder Künstler auswählen und deren Musikstücke im Anschluss abspielen.

Wie kann man ein Album oder eine Playlist speichern?

Dazu klickt man auf die Schaltfläche Hinzufügen (ehemals Plus). Damit wird das Album/die Playlist in die eigenen Mediathek übernommen. Es werden jedoch keine Dateien geladen und in der eigenen Mediathek gespeichert. Es wird nur eine Verknüpfung in den Apple Music Katalog erstellt.

Screenshot: Apple Music Add

Kann man Musikstücke auch in privaten Playlists organisieren?

Ja, das ist möglich. Titel aus dem Apple Music Katalog können ganz normal in bestehende oder neue iTunes Playlists aufgenommen werden. Dazu wählt man die Funktion „Hinzufügen“ aus dem Kontextmenü.

Screenshot: Apple Music - Playlist

Kann man den Eingangsfragebogen (Kreise) zurücksetzen?

Ja, das geht. Dazu klickt man in iTunes oben auf den eigenen Account-Namen und dann auf „Künstler auswählen“. Genauso funktioniert es auch auf iOS.

Kann man eigene Playlists teilen?

Ja, das ist möglich. Man kann eigene Playlisten oder Alben über die sozialen Netzwerke teilen oder per eMail oder Nachricht verschicken. Dazu generiert Apple Music eine Short URL. Eine Freigabe an andere Nutzer im klassischen Sinn ist aber nicht möglich. Über die Nachrichten-App ist das Teilen von Alben oder Playlisten besonders charmant. Apple Music Nutzer können die geteilte Musik direkt in der Nachrichten-App abspielen.

Gibt es eine Übersicht über alle Stücke, die man beherzt hat?

Es gibt leider keine dezidierte Übersicht aller beherzter Titel. Über einen Umweg kann man sich jedoch in iTunes die beherzten Stücke anzeigen lassen. Dazu öffnet man die Ansicht Titel und sortiert nach der Spalte Herz (eventuell muss die Spalte vorher eingeblendet werden). Das funktioniert aber nur für Titel, die man in die Mediathek aufgenommen hat.

Kann man Apple Music offline ohne Internetverbindung nutzen?

Ja, das geht. Allerdings muss man die entsprechenden Titel zuvor downloaden. Dazu klickt man auf das Wolkensymbol. Damit wird der Download ausgelöst. Alternativ kann man die Funktion aus dem Kontextmenü auswählen.

Wo werden die heruntergeladenen Stücke auf dem Dateisystem gespeichert?

Die Titel aus dem Apple Music Katalog werden separiert von der eigenen Mediathek auf dem Dateisystem abgelegt und im iTunes Ordner unter „iTunes Media/Apple Music“ gespeichert.

Sind die offline gespeicherten Dateien mit einem Kopierschutz versehen?

Ja. Bei Streaming-Diensten ist ein Kopierschutz üblich. Apple nutzt hier das hauseigene Fairplay als DRM System.

Muss man als iTunes Match Nutzer die Mediathek erneut abgleichen und einen Upload durchführen, um die iCloud Music Library zu nutzen?

Nein. Ein erneuter Upload ist nicht erforderlich. Apple Music und iTunes Match sind nahtlos miteinander integriert.

Bleiben manuell gepflegten Tags bei Nutzung der iCloud Music Library erhalten?

Theoretisch ja, praktisch gibt es damit Probleme. Wenn man viele Tags manuell gepflegt hat, kann es zu Dopplungen in der Mediathek kommen. Teilweise werden auch Cover ausgetauscht.

Kann man Apple Music auch ohne die iCloud Music Library nutzen?

Prinzipiell ja. Reines Streaming ist auch ohne die iCloud Music Library möglich. Viele Funktionen bedingen jedoch deren Einsatz (z.B. Musik offline hören).

Ist die iCloud Music Library als Backup-System für die Mediathek geeignet?

Nein, auf keinen Fall. Im Falle eines lokalen Datenverlusts lassen sich zwar alle Musikdateien aus der iCloud Music Library erneut downloaden, sodass man die Musik weiterhin hören kann. Allerdings sind die neu heruntergeladenen Dateien mit einem Kopierschutz versehen. Wenn man das Abo kündigt, kann man diese Stücke nicht mehr abspielen. Dies gilt auch für Musikstücke, die man beispielsweise selbst von CDs eingelesen hat. Wenn man neben Apple Music noch ein iTunes Match Abo besitzt, ist man von dieser Problematik ausgenommen. In diesem Fall können die eigenen Musikstücke auch weiterhin ohne Kopierschutz aus der Cloud geladen werden.

Ich habe ein Abo von Beats Music, kann ich meine Playlists übernehmen?

Das geht tatsächlich. Dazu muss man die Beats Music App aktualisieren. Nach dem Update wird man gefragt, ob man einen Umzug nach Apple Music durchführen möchte. Wenn man die Frage bestätigt, muss man im Anschluss die Membership auswählen und die AGB bestätigen. Danach wird automatisch ein Apple Music Account angelegt und der Beats Music Account geschlossen. In den darauffolgenden 24 Stunden werden sogar die Mediathek, Playlists, Empfehlungen und die Timeline migriert.

Kann man Apple Music in iTunes oder der Musik-App ausblenden?

Ja, das ist möglich. Wenn man Apple Music nicht nutzt, können die jeweiligen Schaltflächen ausgeblendet werden. Dies kann in den Einstellungen von iTunes oder der Musik-App konfigurieren.

Kosten

Gibt es noch weitere Tarife?

Neben der Einzelmitgliedschaft gibt es noch einen Familientarif sowie einen Studententarif. Der Familientarif kostet 14,99 Euro im Monat und ist technisch Bestandteil der Familienfreigabe. Es empfiehlt sich die Familienfreigabe vor der Buchung des Familientarifs einzurichten. Der Studententarif kostet 4,99 Euro im Monat. Der Immatrikulationsstatus wird hierbei von dem Dienst UNiDAYS regelmässig überprüft. Die Laufzeit eines Studententarifs ist auf 48 Monate begrenzt. Dabei kann eine schon bestehende Apple Music Mitgliedschaft auf den Studententarif umgestellt werden.

Welche Bezahlungsmöglichkeiten werden unterstützt?

Apple Music kann mit den ganz regulären Zahlungsmöglichkeiten von iTunes bezahlt werden (sogar mit einer Gutscheinkarte). Beim Familientarif erfolgt die Belastung auf die hinterlegte Kreditkarte des Hauptmitglieds.

Verlängert sich das Abo automatisch?

Ja. Dies kann man aber in den Einstellungen deaktivieren. Die Einstellung muss spätestens 24 Stunden vor der Verlängerung entfernt werden.

Gibt es eine kostenfreie Testphase?

Apple Music kann insgesamt drei Monate lang kostenfrei getestet werden. Danach wandelt es sich automatisch in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft um, sofern man die automatische Verlängerung nicht deaktiviert hat.

Gibt es Features, welche sich auch ohne Abo nutzen lassen?

Der Empfang von Beats One ist auch ohne kostenpflichtiges Abo möglich. Weiterhin kann man auch die Connect Timeline lesen. Abhängig vom Land lassen sich eventuell auch weitere Features nutzen. In USA kann man beispielsweise auch die anderen Radiostationen ohne kostenpflichtiges Abo empfangen. In Deutschland geht das nicht.

Gibt es eine Kündigungsfrist?

Apple Music ist monatlich kündbar. Die Kündigung wird über iTunes oder in der Musik-App vorgenommen.

Hat man Vorteile, wenn man Apple Music über die Telekom bucht?

Der einzige Vorteil besteht darin, dass sich der kostenfreie Testzeitraum von 3 auf 6 Monate verlängert. Die Telekom gewährt durch diese Option kein zusätzliches Datenvolumen und der Apple Music Traffic ist nicht vom Datenvolumen ausgeschlossen. Solche Vorteile sind mittlerweile durch die Gesetzgebung der EU zur Netzneutralität untersagt. Die Abrechnung von Apple Music erfolgt über die Mobilfunkrechnung. Nach der Buchung erhält man eine SMS mit einem Link für die Aktivierung.

Sonstiges

Wenn man Apple Music nutzt, benötigt man dann noch iTunes Match?

Als iTunes Match Kunde sollte man sich eine Kündigung gut überlegen. Das Problem ist der Kopierschutz der heruntergeladenen Stücke sowie der Zugriffsverlust bei Kündigung des Abos. Wenn man seine Musik ausschließlich in der Cloud gespeichert hat, verliert man bei Kündigung letztlich den Zugriff auf die eigene Musik.

Welche Alleinstellungsmerkmale hat Apple Music?

Apple Music ist damals etwas holprig gestartet und ist mittlerweile auf Augenhöhe mit Spotify. Der größte Unterschied liegt eigentlich darin, dass Apple Music optisch hell und Spotify dagegen dunkel gehalten ist. Zwischen beiden Diensten gibt es sonst funktional wenige Unterschiede. Mit Spotify lässt sich Musik besser teilen, bietet Apple exklusive Inhalte. Das wesentliche Alleinstellungskriterium von Apple ist die nahtlose Systemintegration sowie die iCloud Music Library.

Welche Mängel hat Apple Music?

Apple Music ist konzeptionell insgesamt sehr anständig aufgesetzt. Allerdings ist der Dienst etwas unübersichtlich. Beinah schon fast ein Skandal ist der Sachverhalt, dass die iCloud Music Library auch die eigene Musik beim erneuten Download aus der Cloud mit einem Kopierschutz versieht. Über diesen Mechanismus wird der Nutzer nicht aufgeklärt, was zu berechtigter Kritik führt.

Gibt es vergleichbare Dienste?

Der Primus ist eindeutig Spotify. Aber auch Deezer, Juke (Media-Saturn), Napster, Rhapsody, Xbox Music und Google Play Music bieten eine Musik-Flatrate an. Und darüber hinaus gibt es noch weitere Dienste, die individuell und personalisiert Musik-Channels anbieten, aber kein lineares Streaming erlauben (keinen gezielten Zugriff auf Titel und Alben). Dazu gehört beispielsweise das bekannte last.fm.

In welchen Ländern ist Apple Music verfügbar?

Apple Music ist in über hundert Ländern verfügbar.

Weitere Fragen?
Sind bestimmte Aspekte unklar geblieben?
Das Gute am Internet – man kann nachträglich Ergänzungen vornehmen. :-)

Bitte weitere Fragen als Kommentar hinterlassen und nicht per eMail einschicken. Danke!
13. Juli 2015
Technologie
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Über den Autor

Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.

Kommentare 6

  1. Jens 14. Juli 2015

    Prima FAQ. Eine Frage, Du schreibst, dass “iCloud Music Library auch die eigene Musik beim erneuten Download aus der Cloud mit einem Kopierschutz versieht”. Dies gilt aber nur bei Nutzern, die ausschließlich ein Apple Music Abo haben, oder? Ich habe gerade ein paar Alben aus meiner Cloud geladen. Als iTunes Match-Nutzer hat man diese Einschätzung nicht. Das könnte man an dieser Stelle noch erwähnen.

  2. marco 14. Juli 2015

    Ja, richtig. Die Nutzer von iTunes Match erhalten keinen Kopierschutz beim Download eigener Stücke aus der iCloud Music Library. Ich werde das oben im FAQ bei der entsprechenden Frage noch mal explizit hinschreiben. Guter Hinweis, Danke!

  3. Rudolf Gottfried 21. April 2016

    Tolle FAQ, vielen Dank dafür.
    Jetzt meine Frage: Wenn ich die iCloud Music Library am stationären Rechner nicht aktiviere, kann ich dann weiterhin meine lokale Musik manuell auf mein iPhone ziehen?
    Oder ist das manuelle Bestücken generell nicht mehr möglich, sobald man Apple Music aktiviert hat?

  4. marco 21. April 2016

    @Rudolf
    Ja, das geht. Unabhängig von Apple Music kannst du das iPhone weiterhin manuell über Kabel/WLAN betanken. Man darf nur die iCloud Music Library nicht aktivieren (was so oder so nicht zu empfehlen ist).

  5. Rudolf Gottfried 22. April 2016

    @marco
    Danke für deine schnelle Antwort.
    Wenn du sagtst, die iCloud Music Library darf nicht aktiviert sein, meinst du damit nur den Mac oder auch das iPhone?

  6. marco 23. April 2016

    @Rudolf
    Die iCloud Music Library darf auf dem iPhone nicht aktiviert sein. Wenn man sie aktiviert, kann man die Musik nicht mehr manuell über iTunes auf das iPhone schieben, sondern nur noch über die Cloud laden.

    Auf dem Mac kann man davon unabhängig die iCloud Music Library einschalten, was aber eigentlich keinen Sinn macht, wenn man das iPhone manuell befüllt. Prinzipiell wäre ich aber mit der iCloud Music Library vorsichtig (es sei denn, man hat ergänzend ein iTunes Match Abo am Start).

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