unmus https://www.unmus.de Blog, Podcast, Sketchnotes, Tweets, WordPress, Fotos 2019-07-29T20:04:15Z hourly 1 2000-01-01T12:00+00:00 Apple Pay – Das erste Mal https://www.unmus.de/apple-pay-das-erste-mal/ 2019-07-29T20:04:15Z ]]> Vor ein paar Wochen habe ich ein umfangreiches FAQ zum Thema Apple Pay veröffentlicht. Das impliziert natürlich als wüßte ich voll Bescheid (und alle anderen nicht). Tatsächlich ist die Wirklichkeit aber eine andere.

Als letzten Dezember Apple Pay in Deutschland eingeführt wurde, hatte ich mich riesig gefreut. Hierzulande mussten wir insgesamt vier geschlagene Jahre auf den Bezahldienst warten. Mental war diese Warterei für mich eine richtige Strapaze. Folgerichtig könnte man nun annehmen, dass klein Marco gleich am ersten Tag hinausgeht und hemmungslos mit Apple Pay in der Welt rumbezahlt. Denkste! Erst zwei Monate später Ende Februar habe ich das erste Mal die Zahlung mit Apple Pay ausprobiert.

Apple Pay Offizielles Logo

Die Ursache lag darin begründet, dass mir anfangs überhaupt nicht richtig transparent war, wie der Zahlungsdienst jetzt eigentlich funktioniert, und welche Verkaufsstellen Apple Pay akzeptierten. Zudem, wenn man eine Sache zum ersten Mal macht, ist man meist auch etwas unbeholfen. Oft funktioniert der Vorgang nicht auf Anhieb und der Prozess dauert etwas länger. Man muss ausprobieren und experimentieren. Und IMMER wenn ich in einem Ladengeschäft war, hatte sich hinter mir eine Schlange gebildet. Ich will da ja den Betrieb nicht aufhalten (und mich auch nicht blamieren). Schließlich sind mir das ja auch die Liebsten, die immer stolz mit neumodischer Technik daherkommen und die Technik dann nicht beherrschen.

Leider entstand erst nach zwei Monaten endlich die Situation, dass ich mal alleine an der Kasse stand (und in diesem Moment auch die Ruhe und Muße hatte) und Apple Pay ausprobieren konnte. Der Presse hatte ich zwar entnommen, dass Apple Pay einfach und simpel ist, aber dass es dann SO einfach und simpel ist, hätte ich dann doch nicht gedacht. Hab ich mir mal wieder völlig unnötig Sorgen gemacht. Und damit es euch nicht genauso geht, habe ich das FAQ geschrieben. ;-)

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Die vergessenen Kinder https://www.unmus.de/die-vergessenen-kinder/ 2019-07-24T19:45:35Z ]]> Beruflich verbringe ich aktuell die meiste Zeit in einem Projektbüro. Das Projektbüro befindet sich in einem externen Gebäude außerhalb des Campus meines Arbeitgebers. Das Gebäude ist hauptsächlich für solche Zwecke angemietet und viele unterschiedliche Projektteams sind dort zuhause. Bedingt durch den dynamischen Projektbedarf wird über die Zeit die Belegung im Gebäude immer mal wieder angepasst. Das letzte Jahr befand sich mein Projektbüro im achten Stock. Vor ein paar Wochen wurde uns nun ein neuer Raum im ersten Stock zugeteilt und wir mussten umziehen.

Umzüge sind immer sehr aufwändig. Zwar kümmert sich das Facility Management um den Umzug der ganzen Technik, aber die ganzen Kleinigkeiten machen trotzdem viel Arbeit. Meistens bemühe ich mich zusammen mit einem Kollegen darum, dass sich alle Dinge am richtigen Platz wiederfinden. Türschilder müssen ausgetauscht und Whiteboards montiert werden. Jeder Arbeitsplatz benötigt ein Notebookschloss und ausreichend Mehrfachsteckdosen, damit jeder sein Smartphone laden kann. Die Grundreinigung darf man auch nicht vergessen, weil sonst zumindest ich mich nicht wohlfühlen würde. Und zuletzt wäre da noch der Kram der vorherigen Nutzer, den man irgendwie loswerden muss. Beim Auszug nehmen es die meisten Kollegen traditionell nicht ganz so genau und hinterlassen allerlei unnötigen Kram in den Schränken. Jedenfalls, das Ausmisten und Leerräumen nimmt richtig viel Zeit in Anspruch.

In einer Schublade eines Beistellschranks fand ich dann ein gerahmtes Foto zum Aufstellen. Das Foto zeigte zwei lächelnde Kinder, die fröhlich in die Kamera schauten. Ich hielt inne. Wie kann es passieren, dass jemand das Foto seiner Kinder vergisst? Ich wischte mit den Fingern den Staub vom Bilderrahmen und wurde ein bisschen traurig. Wie kann das passieren? Mir fiel eigentlich nur eine akzeptable Erklärung ein, und zwar dass ein Fremdfirmenmitarbeiter von heute auf morgen während einer Abwesenheit offgeboardet wurde und nicht mehr an Arbeitsplatz zurückkonnte.

Das Foto hat mich den ganzen Tag innerlich beschäftigt. Ich überlegte, was nun der richtige Umgang damit wäre. Das Foto ist schließlich privat und die Kinder haben Persönlichkeitsrechte. Ich warf es also in den Papierkorb. Drei Minuten später holte ich es wieder heraus. Wegwerfen brachte ich irgendwie nicht übers Herz. Jetzt steht das Foto sichtbar in unserem Projektbüro in der Hoffnung, dass es vielleicht aus einem glücklichen Zufall heraus wieder zur Mutter oder zum Vater zurückfindet.

Die vergessenen Kinder

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Apple Pay im Detail / FAQ https://www.unmus.de/apple-pay-im-detail-faq/ 2019-06-07T20:55:09Z ]]> Seit Weihnachten 2018 ist Apple Pay endlich auch in Deutschland verfügbar. Hierzulande mussten wir insgesamt vier Jahre auf die Einführung warten. Ursprünglich wurde Apple Pay nämlich schon im Herbst 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt und danach Schritt für Schritt in den Ländern der Welt verfügbar gemacht. Mit der Markteinführung in Deutschland stellen sich jetzt natürlich viele Fragen. Was ist Apple Pay überhaupt genau? Wie funktioniert dieser neumodische Kram? Und hat sich die Wartezeit gelohnt? Für all diese Fragen habe ich nachfolgendes FAQ geschrieben. Um der Tradition dieses Blogs treu zu bleiben, handelt es sich natürlich (total angeberisch) um das größte Apple Pay FAQ im deutschsprachigen Internet (hab ich aber nicht überprüft). ;-)

Allgemein

Was ist Apple Pay?

Apple Pay ist ein Zahlungsprozess, welcher die kontaktlose Zahlung im stationären Handel mit dem iPhone ermöglicht. Dabei fungiert Apple Pay als Mittler zwischen Ladengeschäft und Bank. Apple Pay ist also kein Zahlungsmittel, sondern eine Zahlungsmethode.

Wie funktioniert Apple Pay?

Um Apple Pay zu benutzen, muss man auf dem iPhone eine kompatible Zahlungskarte hinterlegen. Beim Bezahlen sorgt Apple Pay nun für die Abwicklung der Zahlung zwischen dem Händler und der Bank. Die Belastung des Einkaufs erfolgt auf dem Kartenkonto.

Mit welchen Geräten kann man Apple Pay nutzen?

Im stationären Handel kann man Apple Pay nur mit dem iPhone oder der Apple Watch benutzen. Für die Zahlung im Internet kann jedoch auch ein iPad oder Mac verwendet werden.

Welche Banken unterstützen Apple Pay in Deutschland?

Um Apple Pay einsetzen zu können, muss die eigene Bank den Dienst explizit unterstützen. In Deutschland wird Apple Pay aktuell von folgenden Banken und Diensten unterstützt.

  • American Express
  • boon.
  • bunq
  • comdirect
  • Consorsbank!
  • Consors Finanz
  • Crosscard
  • Deutsche Bank
  • fidor BANK
  • Fleetmoney
  • Hanseatic Bank
  • HypoVereinsbank/UniCredit Bank AG
  • Monese
  • N26
  • o2 Banking
  • Ticket Restaurant Edenred
  • Viabuy
  • VIMpay

Die aktuelle Liste kann bei Apple abgerufen werden.

Welche Voraussetzungen müssen in einem Ladengeschäft erfüllt sein, damit man mit Apple Pay zahlen kann?

Um in einem Ladengeschäft mit Apple Pay zu bezahlen, müssen im Wesentlichen zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Zuerst muss das Terminal (also das Kartenlesegerät) NFC-fähig sein und damit die drahtlose Bezahlung unterstützen. Des Weiteren muss das Geschäft die mit Apple Pay verknüpfte Zahlungsart akzeptieren. Beispiel: Wenn man eine Visa Karte mit Apple Pay verknüpft hat, muss das Ladengeschäft VISA und drahtlose Zahlung unterstützen, damit man mit Apple Pay bezahlen kann.

Wie erkennt man an der Kasse, ob die Zahlung mit Apple Pay möglich ist?

An der Kasse muss man eigentlich nur auf ein Symbol achten und das ist das Logo für drahtlose Zahlung. Ein Hinweis auf Apple Pay ist nicht notwendig. Sobald die drahtlose Zahlung unterstützt und die verbundene Karte akzeptiert wird, kann man mit Apple Pay zahlen.

Logo NFC kontaktlose Zahlung

Was ist der wesentliche Vorteil von Apple Pay gegenüber herkömmlichen Zahlungsmethoden?

Der wesentliche Vorteil von Apple Pay liegt in der Zahlungsgeschwindigkeit, welche besonders im Zusammenspiel mit der Apple Watch zum Tragen kommt. Mit der Apple Watch dauert der Zahlungsvorgang in der Regel nur ein Bruchteil einer Sekunde. Man spart sich das Hervorholen der Geldbörse aus der Tasche, das Einführen der Karte in das Terminal und in der Regel auch die Eingabe der PIN sowie die Leistung einer Unterschrift. Auch im Vergleich zum Bargeld ist der Zahlungsvorgang erheblich schneller, weil auf beiden Seiten keine Münzen und Scheine gesucht, übergeben und zurücksortiert werden müssen. Die Zahlung mit Apple Pay ist zudem sicherer als die Zahlung mit der Karte, weil bessere Authentifizierungsmethoden zum Einsatz kommen und die Kartennummer sowie Prüfzimmer und Gültigkeitszeitraum nicht an den Händler übertragen werden. Auch unter hygienischen Gesichtspunkten hat das kontaktlose Zahlen einen Vorteil, da kein Terminal oder Bargeld berührt werden muss.

In welchen Geschäften kann man mit Apple Pay bezahlen?

Man kann in Deutschland mit Apple Pay quasi bei allen großen Discountern, Lebensmittelgeschäften, Elektromärkte und Drogerien zahlen. Auch die meisten Tankstellen, Baumärkte und sonstige Einzelhandelsgeschäfte unterstützen Apple Pay. Etwas schwieriger ist die Situation in der Gastronomie und kleinen, lokalen Lebensmittelfachgeschäften wie beispielsweise Bäckern oder Metzgereien. Diese sind oft noch mit alten Zahlungsterminals ausgestattet, welche die drahtlose Zahlung noch nicht unterstützen.

Welche Karten kann man bei Apple Pay hinterlegen?

Apple Pay unterstützt Kreditkarten, Debitkarten sowie Prepaidkarten, jeweils von MasterCard, Maestro und Visa. Giro-Karten (ehemals EC-Karten) werden derzeit leider noch nicht unterstützt.

Welche Systemvoraussetzungen müssen erfüllt sein?

Man benötigt eine aktuelle Version von iOS. Alle verwendeten Endgeräte müssen unter der gleichen AppleID bei iCloud angemeldet sein. Weiterhin sind nicht alle Apple Endgeräte mit Apple Pay kompatibel. Die iPhones benötigen zwingend einen NFC-Chip, was nur bei den neueren Generationen der Fall ist. Eine Liste der kompatiblen Geräte findet sich hier.

Ablauf

Wie richtet man Apple Pay ein?

Um Apple Pay einzurichten, muss man seine Kredit-, Debit- oder Prepaidkarte in den Einstellungen „Wallet & Apple Pay“ hinterlegen. Dazu wird die Karte mit der Kamera des iPhones gescannt. Wenn man in iTunes schon eine Kreditkarte hinterlegt hat, kann man alternativ diese einfach auswählen und per Sicherheitscode bestätigen. Im Rahmen dieses Prozesses wird die ausgewählte Karte bei der Bank für Apple Pay freigeschaltet. Das dauert nur wenige Sekunden. Danach ist Apple Pay einsatzbereit. Prinzipiell synchronisieren sich die Karten nicht über die Geräte hinweg. Auf jedem Gerät müssen die Karten manuell ergänzt werden.

Was muss ich dem Verkäufer sagen, wenn ich mit Apple Pay zahlen möchte?

„Ich möchte mit Karte zahlen.“

Wie ist der Ablauf an der Kasse?

Nachdem man gesagt hat, dass man mit Karte zahlen möchte, stellt der Kassierer den Zahlungsprozess von Bargeld- auf Kartenzahlung um. Damit wird das Kartenlesegerät aktiviert und die Bezahlung mit Apple Pay kann erfolgen.

Wie funktioniert das Bezahlen mit dem iPhone?

Um mit dem iPhone zu bezahlen sind insgesamt drei Schritte notwendig. Zuerst drückt man zweimal die Seitentaste, um Apple Pay zu aktivieren. Im Anschluss muss man sich entweder mit FaceID, TouchID oder per Code am iPhone authentifizieren. Danach kann man das iPhone an das Terminal halten und der Zahlungsvorgang wird durchgeführt. Nach Abschluss vibriert kurz das iPhone, gibt einen Hinweiston aus und zeigt eine Erfolgsmeldung an. In der Regel ist eine Unterschrift oder PIN-Eingabe am Terminal nicht notwendig.

Wie funktioniert das Bezahlen mit der Apple Watch?

Um mit der Apple Watch zu bezahlen, drückt man zuerst zweimal die Seitentaste, um Apple Pay zu aktivieren. Danach kann man die Uhr unmittelbar an das Zahlungsterminal halten. Nach Abschluss der Zahlung gibt die Uhr einen kurzen Ton sowie leichte Vibration von sich. In der Regel ist eine Unterschrift oder PIN-Eingabe nicht mehr notwendig. Im Vergleich zum iPhone ist das Bezahlen mit der Uhr wesentlich schneller, weil die Authentifizierung wegfällt.

Muss das iPhone in der Nähe sein, um mit der Apple Watch zu bezahlen?

Nein. Apple Pay auf der Apple Watch funktioniert vollkommen autark. Eine Verbindung zum iPhone ist nicht notwendig.

An welche Stelle des Zahlungsterminal muss ich iPhone/Apple Watch halten?

Die im stationären Handel eingesetzten Zahlungsterminals funktionieren in dieser Hinsicht nicht einheitlich. Bei den meisten Terminals muss man das Endgerät vor das Display halten. Bei anderen Terminals muss man das Endgerät an die rechte oder linke Seite halten. Das muss man tatsächlich kurz ausprobieren. Prinzipiell hält man das iPhone mit der Rückseite zum Terminal, die Apple Watch hält man hingegen mit der Displayseite zum Terminal. Der optimale Abstand zum Terminal beträgt ungefähr 2 bis 3 Zentimeter. Wichtig ist, dass man das Gerät ruhig hält und keine magischen, kreisenden Bewegungen macht als würde man zaubern. ;-)

Muss man beim Bezahlen eine PIN am Terminal eingeben oder Unterschrift leisten?

Nein. Die Eingabe der PIN oder die Unterschrift auf einen Kassenbeleg, wie man es von der Giro-Karte gewohnt ist, ist in der Regel nicht notwendig. Apple Pay wendet hier die CDCVM-Methode zur Verifizierung des Kunden an. Bei CDCVM-Methode wird die Authentifizierung vorgelagert auf einem anderen Endgerät vorgenommen (und nicht mehr am Zahlungsterminal). Bei dem anderen Gerät handelt es sich also um das iPhone oder der Apple Watch. Wenn das Terminal die CDCVM-Methode nicht unterstützt (oder wenn die Bank dies so verlangt), kann es sein, dass man bei der Zahlung zusätzlich noch einen PIN am Kartelesegerät eingeben muss. Es handelt sich dann um die PIN der Karte.

Muss das iPhone/die Watch online sein, damit man zahlen kann?

Nein. Der Zahlungsprozess von Apple Pay bedarf keiner Internetverbindung. Die Geräte können sich sogar im Flugmodus befinden und man kann trotzdem Zahlungen durchführen. Die ganze Kommunikation mit dem Terminal wird über den NFC-Chip vorgenommen.

Warum muss man sich beim Bezahlen mit der Uhr eigentlich nicht authentifizieren?

Die Apple Watch nimmt hier im Vergleich zum iPhone eine Sonderrolle ein. Ein entsperrtes iPhone kann man weiterreichen und es kann von Dritten bedient werden. Mit einer Apple Watch ist das nicht möglich. Sobald man die Uhr auszieht, wird sie gesperrt. Aus diesem Grund ist die Authentifizierung beim Anlegen der Uhr ausreichend und eine weitere Authentifizierung beim Bezahlen obsolet.

Kann mich der Verkäufer bei der Zahlung unterstützen und beraten?

Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Verkaufsangestellten oftmals gar nicht richtig wissen, welche Zahlungsmethoden von der Geschäftsstelle akzeptiert werden. Jedenfalls waren sie oft sehr überrascht, wenn ich den Zahlungsvorgang über Apple Pay durchgeführt habe. Bei der Frage nach der optimalen Kontaktstelle am Zahlungsterminal sind die Verkäufer in der Regel aber sehr gut auskunftsfähig.

Kann man mit Apple Pay noch zahlen, wenn der Akku leer ist?

Die Frage ist gar nicht so blöd, wie es auf den ersten Blick scheint. Wenn der Akku des iPhones leer ist, hat der NFC-Chip nämlich noch für 5 weitere Stunden Strom. Aber Zahlungen via Apple Pay können mit leerem Akku nicht durchgeführt werden.

Wie lange bleibt Apple Pay aktiviert, nachdem man zweimal die Seitentaste aktiviert hat?

60 Sekunden. Danach schaltet es sich wieder aus.

Kann ich an einem Kartenlesegerät direkt erkennen, ob die drahtlose Zahlung unterstützt wird?

Meistens ja. Sobald der Verkäufer die Kartenzahlung aktiviert hat, wird auf dem Bildschirm des Terminals oft das Symbol der kontaktlosen Zahlung angezeigt. Teilweise wird dieses Symbol auch standardmäßig in der Statusleiste oben anzeigt (ähnlich wie das Symbol der Signalstärke beim Smartphone).

Kann ich mit Apple Pay zahlen, wenn an der Kasse der Apple Pay Aufkleber ist, aber meine Karte nicht akzeptiert wird?

Nein. Das ist leider etwas verwirrend. Es müssen immer zwei Dinge zusammenkommen. Es muss die drahtlose Zahlung unterstützt werden sowie die ausgewählte Zahlungsart.

Wie funktioniert das Bezahlen im Internet?

Das Bezahlen im Internet via Apple Pay unterscheidet sich tatsächlich etwas von den anderen Zahlungsarten. Nachdem man Apple Pay als Zahlungsart ausgewählt hat, muss man initial Rechnungsadresse, Versandadresse und Kontaktinformationen eingeben. Apple Pay merkt sich diese Angaben für spätere Einkäufe. Die hinterlegten Informationen können jedoch bei jedem Bezahlvorgang kontrolliert und gegebenenfalls geändert werden. Um die Zahlung abzuschließen, muss man sich wieder wie gewohnt an einem Gerät authentifizieren. Bei älteren Macs (ohne TouchID) muss die Authentifizierung über iPhone oder Apple Watch vorgenommen werden. Hierfür muss man allerdings zuvor die Einstellung „Zahlungen auf Mac erlauben“ in der Wallet des iPhone oder Watch aktivieren. Die Versandadressen können ebenfalls in den Einstellungen der Wallet gepflegt werden.

Was ist der Vorteil von Apple Pay bei Bezahlungen im Internet?

Bei der Durchführung der Bestellung erspart man sich die Eingaben von Kontaktdaten, Rechnungsadresse und Versandadresse. Diese Angaben werden automatisch von Apple an den Verkäufer übermittelt, womit der Bestellvorgang für den Besucher wesentlich vereinfacht wird.

Wo finde ich eine Übersicht der letzten Zahlungen?

Die Transaktionen von iPhone und Watch sind voneinander separiert. Auf dem iPhone kann die Übersicht der letzten Transaktionen direkt in der Wallet-App eingesehen werden, indem man einfach die entsprechende Karte auswählt. Die Zahlungen mit der Apple Watch findet man in der Watch-App auf dem iPhone unter dem Punkt „Wallet & Apple Pay“.

Apple Pay - Letzte Transaktionen @ Apple Watch

Konditionen

Was kostet das Zahlen mit Apple Pay?

Apple Pay ist kostenfrei. Weder Käufer noch Verkäufer zahlen eine Transaktionsgebühr. Jedoch gelten bei allen Zahlungen die Konditionen des Zahlungskartenanbieters.

Wann (nach der Zahlung) wird mein Konto belastet?

Das hängt von der hinterlegten Karte ab. Bei Kreditkarten werden die Umsätze üblicherweise gesammelt und zum Monatsende auf dem Konto belastet. Bei Debitkarten erfolgt die Belastung auf dem Konto sofort.

Gibt es bei Apple Pay ein Kredit- oder Verfügungslimit?

Nein. Es gelten die Kredit- und Verfügungslimits der hinterlegten Karte.

Gibt es bei Apple Pay einen Mindestumsatz?

Nein.

Kann ich damit weltweit zahlen?

Jain. Man kann in allen Ländern mit Apple Pay zahlen, in denen Apple Pay verfügbar ist. Im stationären Handel gelten dann die gleichen Voraussetzungen wie in Deutschland. Das Ladengeschäft muss die Zahlungskarte akzeptieren sowie drahtloses Bezahlen unterstützen. Eventuell fallen jedoch zusätzliche Gebühren des Kartenanbieters an.

Kann ich mehrere Karten hinterlegen?

Ja, man kann mehrere Karten hinterlegen. Ältere Geräte unterstützen 8 Karten pro Gerät. Neuere Geräte unterstützen bis zu 12 Karten pro Gerät. Bei jedem Kauf kann die Karte ausgewählt werden, mit welcher bezahlt werden soll.

Welche Online-Shops unterstützen Apple Pay?

Apple Pay hat sich bislang unter den Online Shops nur sehr zurückhaltend verbreitet. Aktuell bieten beispielsweise Cyperport, Gravis oder Zara die Zahlung mit Apple Pay an.

Kann man auch in Apps mit Apple Pay bezahlen?

Ja, In-App-Käufe können ebenfalls mit Apple Pay bezahlt werden, sofern der Programmierer diese Möglichkeit implementiert hat.

Meine Plastikkarte wurde geklaut und deswegen habe ich die Karte sperren lassen; kann ich jetzt noch mit Apple Pay zahlen?

Nein. Mit der Sperrung der Karte wird einhergehend auch die Zahlung mit Apple Pay gesperrt.

Mein iPhone wurde geklaut, kann ich Apple Pay auf dem geklauten Gerät über die Ferne sperren lassen?

Ja, das geht tatsächlich. Über icloud.com kann man online die für Apple Pay verwendeten Kreditkarten von den Geräten entfernen. Alternativ kann man die Kreditkarten auch über die iCloud-Account-Einstellungen oder die App „iPhone suchen“ entfernen. Die „Sperrung“ ist unmittelbar aktiv. Die reale Kreditkarte ist von der Sperrung nicht betroffen und kann weiterhin zur Zahlung verwendet werden.

Funktionen

Was ist Apple Cash?

Apple Cash ist eine Funktion von Apple Pay, welche das Senden von Geldbeträgen via iMessage ermöglicht. Das ist sehr praktisch, wenn man Freunden Kleinbeträge schuldet. Ebenso kann man auch Geldbeträge „anfordern“. Im Gegensatz zu den normalen Apple Pay Zahlungen, handelt es sich bei Apple Pay Cash nicht um eine reine Zahlungsmethode, sondern um „richtiges“ Geld. Mit der Nutzung von Apple Cash wird einhergehend ein virtuelles Konto eingerichtet. Apple Cash ist jedoch im Moment noch nicht in Deutschland verfügbar.

Was ist die Apple Card?

Apple Card ist eine neue Art von Kreditkarte, welche direkt von Apple herausgegeben wird. Es handelt sich dabei um eine virtuelle Kreditkarte, welche auf dem iPhone erstellt wird. Die Apple Card hat weder eine Nummer, noch einen CVV Code, kein Ablaufdatum und auch keine Signatur. Für jede Zahlung mit der Apple Card erhält man einen kleinen Cashback auf das Apple Cash Konto in Höhe von 1 bis 3 %. Die Karte ist gebührenfrei. Zusätzlich kann man eine physische Version der Apple Card bestellen (diese Karte wird Titanium Card genannt). Apple Card nutzt MasterCard als Zahlungsdienstleister und Goldmann Sachs als Bank.

Was ist die Express-ÖPNV-Funktion?

Express-ÖPNV ist eine Zahlungsoption für den öffentlichen Personen-Nahverkehr. Bei dieser Art von Zahlung entfällt auf dem iPhone der Schritt der Authentifizierung. Prinzipiell kann Express-ÖPNV nur zur Entrichtung von Kleinbeträgen genutzt werden. Die wesentliche Idee von Express-ÖPNV ist die Beschleunigung der Zahlung. Aktuell wird Express-ÖPNV aber noch nicht in Deutschland angeboten.

Kann man mit Apple Pay im Ladengeschäft auch Bargeld abheben?

Das ist leider nicht möglich.

Technik

Wie funktioniert Apple Pay technisch?

Apple Pay generiert für jede hinterlegte Karte eine „Device Account Number“ (ein sogenanntes Token). Diese Nummer ist zufällig generiert, einmalig und dient als virtuelle Kreditkartennummer. Bei der Einrichtung von Apple Pay wird diese Nummer der Bank mitgeteilt. Bei einer Zahlung wird nun die virtuelle Kreditkartennummer an das Kartenlesegerät übermittelt. Das Terminal leitet die Nummer an das Zahlungsnetzwerk weiter. Die Bank kann nun mit der Device Account Number die Anfrage einer echten Kreditkarte zuordnen und die Zahlung durchführen. Dabei wird für jede Transaktion eine einmalige Transaktionsnummer generiert.

Wie sicher ist Apple Pay?

Apple Pay gilt als äußerst sicher. Dies ergibt sich vorrangig daraus, dass die echte Kreditkartennummer bei der Abwicklung einer Transaktion weder an den Verkäufer noch an die Bank übermittelt wird. Das gleiche gilt für das Ablaufdatum und die Prüfziffer. Zur Durchführung der Zahlung wird immer nur die abgeleitete Device Account Nummer übertragen. Die Device Account Nummer ist an das Gerät gebunden, auf dem sie erzeugt wurde. Infolgedessen macht es keinen Sinn sie zu klauen, weil sie anderweitig nicht verwendet werden kann. Weiterhin ist jede Zahlung durch eine Autorisierung über FaceID, TouchID oder Codeeingabe abgesichert. Bei der Verwendung von FaceID oder TouchID kann der PIN nicht von örtlich nahestehenden Personen abgeschaut werden. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme besteht darin, dass die Device Account Number nicht auf dem Dateisystem des Endgeräts gespeichert wird, sondern verschlüsselt in der Secure Enclave abgelegt wird. Die Secure Enclave ist ein spezieller Chip in den Apple Geräten. Erstaunlicherweise wird noch nicht einmal die Kreditkartennummer auf dem iPhone gespeichert, weder auf dem Dateisystem, noch in der Secure Enclave. Auch gegenüber dem Bargeld hat Apple Pay aus Sicherheitsaspekten Vorteile. Wenn die Geldbörse geklaut wird, ist das Geld weg. Wird das iPhone geklaut, geht damit noch kein Zugriff auf Apple Play einher.

Welche Daten werden bei Apple Pay übermittelt?

Apple Pay ist relativ datensparsam ausgelegt. Gegenüber dem Verkäufer erfolgt die Zahlung mit Apple Pay im stationären Handel tatsächlich anonym. Die Bank kann hingegen, durch das nötige Matching von Device Account Number und der echte Kreditkartennummer, den Käufer identifizieren (was für die Zahlung ja auch notwendig ist). Zusätzlich erlangt die Bank auch Kenntnis darüber, in welchem Geschäft wir eingekauft haben. Sie erfährt jedoch nicht, welche Produkte und Artikel wir bezahlt haben. Die echte Kreditkartennummer wird von Apple weder bei der Einrichtung noch später bei der Transaktion gespeichert. Allerdings wird der Standort bei jeder Transaktion an Apple übermittelt. Diese Übermittlung kann in den iOS-Einstellungen jedoch deaktiviert werden. Ein Sonderfall nimmt die Benutzung von Apple Pay im Internet ein. Hier werden auch Kontakt-, Rechnungs- und Versandadresse an den Verkäufer übermittelt, was beim Bezug von physischen Waren natürlich auch notwendig, weil diese verschickt werden müssen.

Seit ich Apple Pay eingerichtet habe, bleibt der Bildschirm des iPhone länger an, wenn ich die Seitentaste zum Ausschalten des Bildschirms drücke; woran liegt das?

Das ist ein interessanter Sachverhalt. Die Seitentaste ist ein elementarer Bestandteil des Zahlungsprozesses von Apple Pay. Mit dem doppelten Drücken wird der Zahlungsprozess eingeleitet. Leider dient die Taste zeitgleich auch dem Ausschalten des Bildschirms. Das iPhone muss nun irgendwie feststellen können, was der Nutzer möchte, wenn er die Seitentaste drückt. Entweder Bildschirm ausschalten oder Apple Pay aktivieren. Infolgedessen muss das iPhone kurz warten, ob nach dem ersten Druck noch ein zweiter Druck kommt. Falls nicht, wird der Bildschirm ausgemacht. Wenn ja, bleibt der Bildschirm an und Apple Pay wird aktiviert.

Was ist NFC?

NFC bedeutet Near Field Communication und ist ein auf RFID-Technik basierender Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten. Die aktuellen Generationen von iPhone, iPad und Apple Watch beinhalten alle einen NFC-Chip. Apple Pay nutzt diese Standards um den Zahlungsprozess abzubilden.

Sonstiges

Wie sieht eigentlich das Apple Pay Logo aus?

So!

Apple Pay Offizielles Logo

Gibt es Nachteile an Apple Pay?

Der gravierendste Nachteil besteht im Moment darin, dass die Giro-Karte noch nicht unterstützt wird, welche in der EU sehr weit verbreitet ist. Die Giro-Karte ist in Deutschland auch das bevorzugte Zahlungsmittel. Im Gegensatz dazu werden Kreditkarten zum Bezahlen hierzulande nur selten genutzt.

Was kann man an Apple Pay verbessern?

An dem grundsätzlichen Prozess der Zahlung gibt kaum Verbesserungspotential. Auf den ersten Blick fällt mir da auch gar nichts ein. Der Zahlungsprozess ist schlank, schnell und sicher. Funktional würde ich mir genau diese Dinge wünschen, welche in der USA schon verfügbar oder zumindest angekündigt sind (Apple Cash, Apple Card, Express-ÖPNV). Laut Berichterstattung in der Presse wird auch an der Unterstützung der Giro-Karte schon gearbeitet. Allgemein wäre es halt wünschenswert, wenn diese Features einfach schneller auf dem deutschen Markt ankommen.

Warum hat die Markteinführung in Deutschland so lange gedauert?

Offiziell gibt es dazu weder von den Banken noch von Apple selbst ein Statement. Meine Vermutung ist, dass die Banken nicht die Kontrolle über den Zahlungsprozess verlieren wollten und sich entsprechend stark gewehrt haben. Schließlich geht der Kontrollverlust mit einem Machtverlust einher.

Welche konkurrierenden Systeme gibt es?

Auf der iOS-Plattform gibt es keine vergleichbaren, konkurrierenden Systeme, weil Apple den Zugriff auf den NFC-Chip für Drittparteien nicht öffnet. Ohne den Zugriff auf die NFC-Schnittstelle sind solche Zahlungsprozesse nicht abzubilden.

Gibt es Apple Pay auch für Android?

Nein. Die Android-Version von Apple Pay heißt Google Pay. Google Pay funktioniert ungefähr genauso, ist jedoch nicht ganz so Datenschutz-freundlich ausgelegt wie Apple Pay. Google behält sich in den Geschäftsbedingungen vor, die Transaktionsdaten für Werbezwecke auszuwerten.

Wie verdient Apple eigentlich mit Apple Pay?

Öffentlich sind hierzu keine Details bekannt. Allgemein wird vermutet, dass Apple ungefähr 0,15% der Summe einer Transaktion den Banken in Rechnung stellt.

Weitere Fragen?
Sind bestimmte Aspekte unklar geblieben?
Das Gute am Internet – man kann nachträglich Ergänzungen vornehmen. :-)

Links
Apple Pay
Apple Cash
Apple Card

Bitte weitere Fragen als Kommentar hinterlassen und nicht per eMail einschicken. Danke!
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Pusteblume in die Air https://www.unmus.de/pusteblume-in-die-air/ 2019-06-03T20:21:03Z ]]> Nachdem ich jetzt schon über zehn Jahre in meiner Wohnung lebe, dachte ich vor Kurzem, es wäre mal an der Zeit ein paar Bilder aufzuhängen.

Weil ich halt total überstrukturiert bin, hab ich zuerst von allen Wänden ein Bild gemacht und die Fotos auf das iPad geladen. Danach habe ich mit dem Apple Pencil exemplarisch die Bilder reinskizziert, um zu schauen, an welchen Wänden und Positionen sie am Besten wirken.

Letztendlich habe ich die Bilder relativ hoch aufgehängt. Die Position befindet sich deutlich über der Augenlinie, sodass man den Kopf etwas heben muss, um die Bilder richtig zu betrachten. Die Idee hierbei war, dass die Motive in den Raum hineinleuchten sollen. Diese Rechnung ist auch aufgegangen und ich bin sehr glücklich damit.

Pusteblume is in da House (quadratisch)

Am nächsten Tag hatte ich plötzlich Schmerzen im Nacken und in meinem Kopf formulierten sich folgende Gedanken.

Oh Nein. Das kann doch jetzt nicht sein, dass die Nackenschmerzen vom Betrachten der hoch aufgehängten Bilder kommen. Das wäre ja ein Supergau! Muss ich nun jeden Tag mit Nackenschmerzen leben? Was mach ich denn jetzt nur? Warum müssen solche Sachen immer mir passieren? #mimimi

Natürlich war das Quatsch und nur Zufall, dass ich geradewegs am Tag nach dem Aufhängung Nackenschmerzen hatte. Aber so funktioniert meine Gedankenwelt.

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Super geparkt! https://www.unmus.de/super-geparkt/ 2019-06-02T11:19:16Z ]]> Wenn ich im Stadtteil parken möchte, entsteht immer mal wieder folgende Situation. Ich entdecke in einer Parkbucht einen freien Parkplatz. Bei genauer Betrachtung stehen darin alle Autos leicht versetzt, weil am Anfang ein Mofa etwas Platz wegnimmt.

Super geparkt! (1 von 3)

Also parke ich, wie alle anderen auch, entsprechend versetzt und anders geht es ja auch nicht. Ansonsten wäre der Parkraum ja auch verschwendet.

Super eingeparkt! (2 von 3)

Wenn ich dann Tage später an den Parkplatz zurückkomme, ist das Mofa verschwunden und alle Autos haben sich wieder ordentlich zurecht sortiert. Nur mein Auto steht noch versetzt.

Super eingeparkt! (3 von 3)

So macht es natürlich voll den Anschein als könne ich nicht einparken.
Was überhaupt nicht wahr ist!!!

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You have been hacked! https://www.unmus.de/you-have-been-hacked/ 2019-05-02T19:30:03Z ]]> Vor ein paar Monaten erhielt ich folgende eMail.

Hello!

I’m a programmer who cracked your email account and device about half year ago. You entered a password on one of the insecure site you visited, and I catched it. Your password from marco.hitschler@spelzenhof.com on moment of crack: logitech.

Of course you can will change your password, or already made it. But it doesn’t matter, my rat software update it every time.

Please don’t try to contact me or find me, it is impossible, since I sent you an email from your email account. Through your e-mail, I uploaded malicious code to your Operation System. I saved all of your contacts with friends, colleagues, relatives and a complete history of visits to the Internet resources. Also I installed a rat software on your device and long tome spying for you.

You are not my only victim, I usually lock devices and ask for a ransom. But I was struck by the sites of intimate content that you very often visit. I am in shock of your reach fantasies! Wow! I’ve never seen anything like this! I did not even know that SUCH content could be so exciting! So, when you had fun on intime sites (you know what I mean!) I made screenshot with using my program from your camera of yours device. After that, I jointed them to the content of the currently viewed site. Will be funny when I send these photos to your contacts! And if your relatives see it? BUT I’m sure you don’t want it. I definitely would not want to …

I will not do this if you pay me a little amount.
I think $877 is a nice price for it!
I accept only Bitcoins.
My BTC wallet: 1HQ7wGdA5G9qUtM8jyDt5obDv1x3vEvjCy

If you have difficulty with this – Ask Google “how to make a payment on a bitcoin wallet”. It’s easy. After receiving the above amount, all your data will be immediately removed automatically. My virus will also will be destroy itself from your operating system.

My Trojan have auto alert, after this email is looked, I will be know it! You have 2 days (48 hours) for make a payment. If this does not happen – all your contacts will get crazy shots with your dirty life! And so that you do not obstruct me, your device will be locked (also after 48 hours) Do not take this frivolously! This is the last warning!

Various security services or antiviruses won’t help you for sure (I have already collected all your data). Here are the recommendations of a professional: Antiviruses do not help against modern malicious code. Just do not enter your passwords on unsafe sites!

I hope you will be prudent.
Bye.

Normalerweise schenke ich solchen Mails keine große Aufmerksamkeit und lösche sie halb überflogen schon weg. Aber in diesem Fall liess mich ein Detail erstarren, der Puls ging hoch und der Text erhielt meine volle Aufmerksamkeit. Denn ich war mir absolut sicher, dass ich das Passwort „logitech“ für einen Dienst im Internet verwende oder zumindest das Passwort in der Vergangenheit schon mal verwendet habe.

Ich öffnete den Passwort-Manager und suchte nach dem entsprechenden Dienst mit dem genannten Passwort. Glücklicherweise fand ich keine Einträge. „logitech“ war also ein sehr altes Passwort und nicht mehr in Gebrauch. Mein Puls ging langsam zurück.

Tastatur Querty

„logitech“ als Passwort ist natürlich extrem schwach. Es sind nur 8 Zeichen, ausschließlich Buchstaben und (das ist am Schlimmsten) es handelt sich um einen bekannten Namen. Schon mit einer simplen Wörterbuch-Attacke könnte man also das Schloss öffnen. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, als das mit dem Internet so langsam angefangen hat, war Sicherheit noch kein großes Thema. Man hat viele Dienste ausprobiert, um sich mit dem Internet vertraut zu machen. Wenn ich damals ein Passwort vergeben musste, habe ich meistens im Raum herumgeschaut und das, was da so rumstand, als Passwort verwendet (buegeleisen, nagellackentferner, kaffeetasse). In diesem Fall muss wohl eine Logitech-Maus herumgestanden haben (als ich noch auf Windows war, war Logitech mein bevorzugter Lieferant für Mäuse).

Die nächste Frage war, ist das eMail wirklich von meinem Account verschickt worden? Das Feld des Absenders enthielt meinen Namen und meine eMail-Adresse. Aber darauf kann man nicht vertrauen, diese Angaben lassen sich ganz leicht fälschen. Ich suchte in meinem eMail-Progamm die Funktion „Header anzeigen“.

eMail Header

Der Header enthält viele technische Informationen, die zur Übermittlung, Verarbeitung und Darstellung einer eMail nötig sind. Mitunter ist dort festgehalten, welcher Server das eMail initial verschickt hat. Wenn man ein eMail versendet, gelangt es nämlich nicht vom Sender unmittelbar zum Empfänger, sondern passiert auf dem Weg viele Zwischenstationen. Quasi genauso wie ein Brief in der wirklichen Welt, der über mehrere Verteilerzentren zum Empfänger transportiert wird. Auf der Reise durch das Internet notiert nun jeder Server, der an der Übermittlung einer eMail beteiligt ist, im Header der eMail, wann er das eMail erhalten hat, von welchem Server er das eMail in Empfang nahm und wohin er es nun weiterschickt. Diese Informationen lassen sich nun auch nicht mehr so einfach fälschen, weil es unwahrscheinlich ist, dass all diese Server auf der Wegstrecke vom Hacker kontrolliert werden. Im Header der besagten eMail stand folgendes.

Received: from 58-27-215-170.wateen.net ([58.27.215.170])

Das eMail wurde also von der IP-Adresse 58.27.215.170 versendet. Laut Webrecherche befindet sich die IP-Adresse 58.27.215.170 in Pakistan. Weil mein eMail-Server aber in Deutschland steht, kann ich damit eigentlich ausschließen, dass das Mail über meinen Account verschickt worden ist. Also war das nur ein Bluff und der Angreifer hat gar keinen Zugang zu meinem eMail Account. Ich war erleichtert. Trotzdem enthielt das Mail immer noch ein ehemals von mir genutztes Passwort und deswegen blieb weiterhin ein flaues Gefühl im Bauch zurück. Also noch mal ganz langsam das Mail lesen.

I’m a programmer who cracked your email account and device about half year ago. You entered a password on one of the insecure site you visited, and I catched it. Your password from marco.hitschler@spelzenhof.com on moment of crack: logitech.

Er hat also meinen eMail-Account gehackt. Und mein „Device“. Aber welches Device jetzt genau? Mein Notebook? Mein Tablet? Oder mein Smartphone? Und an mein Passwort wäre er durch dessen Eingabe auf einer unsicheren Webseite gelangt. Die unsichere Webseite wird dabei seltsamerweise namentlich gar nicht genannt. Jedenfalls, das ist alles ziemlich viel auf einmal. Weil wenn man das eine gehackt hat, hat man noch lange nicht das andere gehackt. Oder kann er sich nur nicht mehr richtig erinnern, was er jetzt genau gehackt hat, weil er halt den ganzen Tag am rumhacken ist?

Of course you can will change your password, or already made it. But it doesn’t matter, my rat software update it every time.

Leider lässt sich gar nicht so einfach feststellen, ob ein System durch Fremdsoftware infiziert ist oder nicht. Besonders wenn die Schadsoftware nicht namentlich bekannt ist und man damit nicht weiß, an welchen Stellen man suchen muss. Dieser Behauptung konnte ich also nicht weiter nachgehen.

You are not my only victim, I usually lock devices and ask for a ransom. But I was struck by the sites of intimate content that you very often visit. I am in shock of your reach fantasies! Wow! I’ve never seen anything like this! I did not even know that SUCH content could be so exciting! So, when you had fun on intime sites (you know what I mean!) I made screenshot with using my program from your camera of yours device. After that, I jointed them to the content of the currently viewed site. Will be funny when I send these photos to your contacts! And if your relatives see it? BUT I’m sure you don’t want it. I definitely would not want to …

Dieser Absatz ist ein bißchen wie aus dem Bilderbuch. Ich würde sehr oft „unanständige“ Seiten besuchen. Und während ich also vor dem Rechner meinen Spass habe, hat er einfach ein Bild von mir gemacht. Ich fühlte mich schon richtig wie in einem Kinofilm. Ganz schön fleissig das Kerlchen! Computer hacken, eMail hacken, Passwörter auslesen, Daten kopieren und sogar noch Bilder über die Kamera machen.

Will be funny when I send these photos to your contacts! And if your relatives see it? BUT I’m sure you don’t want it. I definitely would not want to …

I will not do this if you pay me a little amount.
I think $877 is a nice price for it!
I accept only Bitcoins.
My BTC wallet: 1HQ7wGdA5G9qUtM8jyDt5obDv1x3vEvjCy

[…]

My Trojan have auto alert, after this email is looked, I will be know it! You have 2 days (48 hours) for make a payment. If this does not happen – all your contacts will get crazy shots with your dirty life! And so that you do not obstruct me, your device will be locked (also after 48 hours) Do not take this frivolously! This is the last warning!

Wenn ich jetzt also nicht brav bin und das Lösegeld bezahle, werden die obszönen Inhalte an meine Kontakte verteilt. Und weil das noch nicht genug ist, wird zusätzlich noch mein Computer gesperrt. Das volle Programm! Und genau das ist hier irgendwie auch das Problem, es werden zu viele Ängste auf einmal adressiert. Das macht es unglaubwürdig. Wenn das alles wahr wäre, hätte man ja zumindest mal einen Beweis mitgeschickt (beispielsweise eine Datei von meinem Computer oder das öbszöne Bild von der WebCam).

Nach dem zweiten Lesen hatte sich also mein Puls normalisiert und die Welt war wieder in Ordnung. Doch es blieb immer noch die Frage, woher hat der Hacker jetzt mein „logitech“ Passwort? Auf jeden Fall wurde ein Dienst gehackt, den ich benutze oder benutzt habe, und bei diesem Hack wurden die Logins sowie die dazugehörigen Passwörter entwendet, welche dort unverschlüsselt hinterlegt waren. Das passiert ständig und man kann fast jeden Tag in der Presse davon lesen. Aber dieser Hack muss schon sehr alt sein. Diese arme pakistanische Hacker hat den Hack vermutlich auch gar nicht selbst durchgeführt, gelang jedoch in dessen Besitz. Wahrscheinlich hat er ihn einfach auf dem Schwarzmarkt gekauft, versucht nun daraus Kapital zu schlagen und arbeitet alle darin befindlichen Datensätze ab.

Notebook

In den Wochen darauf habe ich immer wieder solche Mails erhalten. Manchmal sogar mehrmals am Tag. Der Text war meistens nahezu identisch. Und alle Mails beinhalteten ein altes, aber nicht mehr verwendetes Passwort. Am Ende waren das aber alles leere Drohungen und nichts ist geschehen. Irgendwann habe ich mich dann auch über mich selbst geärgert, dass es der Absender letztendlich geschafft hat, mich innerlich derart aus der Reserve zu locken, so dass ich Lebenszeit für die Untersuchung investiert habe (auch wenn es letztlich nur ein paar Minuten waren). Zu meiner Entlastung, solch eine Drohung zu erhalten ist das eine, aber das eigene Passwort in einer eMail zu finden, ist das andere. Zu einem späteren Zeitpunkt hörte ich die Podcastepisode CR253 Refreshing Memories des Chaosradio. Darin berichtete Johnny Häusler beiläufig über die gleiche Attacke und darüber, wie sehr ihn die eMail bedingt durch das Passwort verunsicherte. Auch in meiner Familie trudelten vielfach diese Mails ein und sorgten kurzzeitig für Panik.

Diese Geschichte hat mich wieder etwas für das Thema der Passwort-Sicherheit sensibilisiert. Eigentlich lasse ich meine Passwörter seit Jahren ausschließlich algorithmisch generieren. In der Regel nutze ich Zeichenketten mit 14 Stellen, alphanumerisch, mit Zahlen und Sonderzeichen. Meine Passwörter sehen also ungefähr so aus: Eyvs7{%wU3szvC. Aber ich hatte leider noch eine ganze Menge alter Passwörter im Einsatz, die noch aus Zeit ohne Passwort-Manager stammen. Mein Amazon-Passwort war beispielsweise 18 Jahre alt.

Passwortgenerator

Mein erster Passwort-Manager war übrigens KeePass. Später bin ich zu LastPass gewechselt. Und mittlerweile nutze ich 1Password, um meine Passwörter zu verwalten. In 1Password gibt es eine sehr nützliche Funktion namens Watchtower. Der Watchtower analysiert alle verwendeten Passwörter dahingehend, ob es beispielsweise mehrmals verwendet wird, ob das Passwort in bekanntgewordenen Hacks auftaucht, oder wie es um die Passwortstärke bestellt ist. Jedenfalls meckerte 1Password in meinem Fall über 150 Passwörter an. Bislang war ich aber immer zu faul gewesen, um all diese Passwörter zu ändern.

Und so ist aus diesem Bluff dann auch etwas Gutes entstanden und ich habe mir endlich die Zeit genommen und all diese Passwörter geändert. Das war am Ende auch gar nicht so viel Arbeit, wie ich immer befürchtet habe. Jeden Abend ein paar Stück und nach wenigen Tagen war es erledigt. Also habe ich die Aktivität die ganze Zeit mal wieder unnötig vor mir hergeschoben.

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Wie kann man das halbe Internet löschen? https://www.unmus.de/wie-kann-man-das-halbe-internet-loeschen/ 2019-04-28T20:35:36Z ]]> Um 50 % vom Internet zu löschen, geht man wie folgt vor.

  1. Google aufrufen
  2. Nach „thanos“ suchen
  3. Auf den Infinity Handschuh klicken

 
Ich find das soooo lustig!
Um sich darüber auch so herrlich zu amüsieren, muss man jedoch Avengers: Infinity War gesehen haben.

Thanks to Lillywitch!
(hat mich darauf aufmerksam gemacht)

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Zirkus016 – Hexenpunk https://www.unmus.de/zirkus016-hexenpunk/ 2019-04-22T13:23:09Z ]]>

Themen

Was macht überhaupt keinen Sinn? In welcher Straße werden Kinder ausgenutzt? Wer will alles richtig machen? Was ist eine Käsekuchenverschwendung? Wer hat schon einmal Stau auf der Ludwigshafener Hochstraße verursacht? Was ist betrunkenes Nachtbacken? Wer hat die gleiche Frisur wie Regina in der Serie Once upon a Time? Welches Gerät hat jetzt 10 Knöpfe mehr? Wer ist seit Kurzem voll der Marvel MCU Experte? Was ist die Marvel MCU Timeline? Wer hat mit 12 Jahren schon FSK18 Filme geguckt? Wessen Twitter Avatar ist ziemlich lame? Wo kommt eigentlich Halloween her? Wer muss unbedingt die X-Men Filme gucken? Was ist Zero Activity? Wer schummelt bei der #50bookschallenge? Was passiert mit einem Buch, wenn man es mit in die Badewanne nimmt? Und wer hat nur 10 von 12 Punkte im Eiskönigin Test erhalten?

Shownotes

Teste dein Eiskönigin Wissen!
Batman Kreuzworträtsel
Once upon a time
Smeg Kühlschrank
Die Marvel MCU Timeline
Halloween vs Hexennacht
Wer ist die Sarah?

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The Geheimnis of L https://www.unmus.de/the-geheimnis-of-l/ 2019-04-04T21:09:25Z ]]> Wie in den meisten Stadtteilen gibt es auch in meinem Quartier eine belebte Straße, wo die Menschen zusammenkommen und das Leben sich versammelt. Die Straße durchzieht den ganzen Stadtteil. Auf beiden Seiten finden sich Geschäfte, Supermärkte, Bäckereien, Schulen, Apotheken, Postfilialen, Handwerker und Wäschereien. Man bekommt dort eigentlich alles, was man zum Leben braucht. Und weil ich direkt um die Ecke wohne, erleichtert das meinen Alltag sehr. Natürlich gibt es in der Straße auch einige Cafés und Restaurants. Beispielsweise das Lemberg (Café-Bar-Restaurant) oder das Lido (Café). In beiden bin ich sehr gerne zu Besuch. Kürzlich haben drei weitere Gaststätten aufgemacht. Das Luni (Bistro), das Le‘s (Sushi) und das La Loba (Tapas). Was jetzt natürlich Fragen aufwirft! Zwar haben wir noch vereinzelt ein paar Lokale in der Straße, die mit einem anderen Buchstaben beginnen, unter anderem das Bernstein (Brasserie) oder das Kult (Cafe), aber die Häufung des L als Anfangsbuchstabe ist schon augenfällig. Immerhin hat der Buchstabe in der deutschen Sprache normalerweise nur eine Auftrittswahrscheinlichkeit von 3,44 %. Beispielsweise gibt es in diesem Text nur 3 Wörter (Locations nicht mitgezählt), die mit einem L beginnen. Geheimnisse! Überall Geheimnisse!

The Street of L

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Der Audioguide https://www.unmus.de/der-audioguide/ 2019-03-31T12:02:04Z ]]> Letztes Jahr habe ich das Museum als Ort der Muße für mich entdeckt. Seitdem nutze ich gerne freie Nachmittage zum Besuch im Museum. Gestern war ich zum Beispiel in der Kunsthalle Mannheim (Kuma) und besuchte die Ausstellung Henri Laurens – Wellentöchter. Henri Laurens war ein französischer Bildhauer und zählt zu den Vertretern des Kubismus (wie auch Pablo Picasso). Die monographische Sammlung in der Kunsthalle zeigt aktuell einen groben Querschnitt seiner Werke.

In der Ausstellung nutzte ich erstmals die Kuma-App begleitend auf dem iPhone. Über die Kuma-App werden unter anderem die Audioguides zu den laufenden Ausstellungen zum Abruf bereitgestellt. Den Kuma-App-Audioguide kann man sich grob als Podcast mit Kapitelmarken vorstellen. Vorort sind gewisse Exponate mit einem Symbol markiert und diese Symbole dienen als Hinweis, um das entsprechende Kapitel abzuspielen. So kann man sich dann in seinem eigenen Tempo von Exponat zu Exponat hangeln und bekommt alles schön erklärt. Solche Audioguides gibt es ja schon länger, aber meistens kommen die im Museum als Walkman mit klobigem Kopfhörer daher, was bei mir immer einen inneren Widerstand auslöst. Ich freute mich also über das neue Konzept, setzte mir die AirPods auf und flanierte gemütlich los.

Gleich im zweiten Ausstellungsraum wich die Begeisterung leider schnell dem Frust. Im zweiten Ausstellungsraum gab es nämlich nur Edge und damit konnten die Audio-Files nicht richtig aus dem Internet geladen werden und der Stream brach ständig ab. „ALTER!“ hab ich gedacht, „das ist ja mal wieder sehr schlau!“ Immerhin gab es aber für jedes Audio-Kapitel auch eine Transkription, was in dieser Situation wiederum sehr praktisch war.

(im dritten Ausstellungsraum habe dann auch ich gemerkt, dass die ganze Kunsthalle aus diesem Grund in allen Räumen mit einem frei zugänglichen WLAN versorgt ist)

Henri Laurens Skultur Skizze

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