Skizze: Rakete im Weltraum

Wir fliegen durch den Weltraum

Vor 50 Jahren gab es noch kein Internet, es gab noch keine Notebooks und Smartphones gab’s schon dreimal nicht. Kann man sich heute natürlich gar nicht mehr vorstellen. Trotzdem ist der erste Mensch am 20. Juni 1969 im Rahmen des Apollo 11 Programms auf dem Mond gelandet. Hammer, oder? Aber schon nach drei Jahren wurde uns der Mond und seine grauen Krater langweilig und seitdem hat der Mond seine Ruhe. Dafür fliegen wir heute zum Mars. Im Moment dreht dort der kleine süße Curiosity seine Runden. Aufgesetzt hat er am 6. August 2012 und sammelt seitdem fleißig Daten. Und gerade erst vor Kurzem am 12. November 2014 ist die Raumsonde Philae zwischen Mars und Jupiter auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gelandet. Leider hat Philae bei der Landung einen kleinen Hopser gemacht, rutschte in eine schattige Felsspalte und sitzt dort nun vollfunktionsfähig, aber ohne Strom. Doof, kann aber passieren. Ich finde das alles ganz schön beachtlich. Und irgendwie auch lustig. Da fliegen wir munter im Weltraum rum, können aber zeitgleich die einfachsten Sachverhalte im alltäglichen Leben nicht richtig erklären (also wissenschaftlich beweisen). Das Studenten Syndrom, zum Beispiel.

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Null Komma Eins

Das iPhone 6, es wackelt

Apple hat uns mit dem iPhone 6 ja wieder ein ganz wunderbares Stück Technologie hingestellt. Im Vergleich zum Vorgängermodell, das eigentlich schon nahezu perfekt war, hat es in fast allen Bereichen noch mal nachgelegt. Nach der Keynote im September 2014 wurde das iPhone 6 in den darauf folgenden 24 Stunden rund 4 Millionen Mal vorbestellt, am ersten Verkaufswochenende sind 10 Millionen iPhones über den Ladentisch gegangen und in den ersten drei Monaten wurden insgesamt 74 Millionen Stück verkauft. Was für eine Zahl, unglaublich! Im Schnitt sind das ungefähr 9 iPhones pro Sekunde. Dazu muss man wirklich nichts mehr sagen (weil man auch gar nicht weiß, was man dazu sagen soll). Bevor nun das nächste iPhone erscheint, hab ich gedacht, ich sag jetzt trotzdem noch mal was. Weil irgendwie ist das neue iPhone auch ein bisschen komisch. Als wäre es gar kein richtiges iPhone.

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Eure Debatten langweilen mich

Im Grunde mag ich die Diskussion. Ich mag die Vielfalt der Gedanken, ich mag Gegensätzlichkeit und ich mag die Funken, die entstehen, wenn zwei Pole aneinander reiben. Gedanken sind wie ein Virus und was dieser Virus alles anstellen kann, das beeindruckt mich immer wieder. Wenn sich ein Gedanke mit anderen Gedanken infiziert, eine veränderte Sichtweise bewirkt und etwas ganz Neues zum Vorschein bringt. Es gefällt mir sehr. Trotz dieses Zuspruchs gegenüber der Debatte im Einzelgespräch, beobachte ich eine schleichende Veränderung meiner Position im Kontext der Breite. In unseren modernen Zeiten haben wir ziemlich viel Redebedarf. Es gibt so viele neue Verwicklungen und wir wissen noch nicht, was davon zu halten ist. Damit einhergehend zersplittert die Gesellschaft fortlaufend in weitere Einzelstücke und man weiß gar nicht mehr richtig, wo oben und unten ist. Wir brauchen den stetigen Dialog. Denn wir müssen im Gespräch bleiben, um das große Ganze zu erhalten. Sei’s drum. Liebe Freunde! Ich muss euch leider sagen, ihr müsst das alleine machen. Das ist nicht mehr mein Kampf.

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WordPress Logo Official Blue Orange

WordPress im Ongoing

Über WordPress selbst muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Oder darüber wie man es installiert, konfiguriert und mit Leben füllt. Hierfür gibt es im Internet unzählige Anleitungen und Hilfestellungen. Die braucht es auch, weil so einfach, wie man immer behauptet, ist es eigentlich gar nicht. Zumindest nicht für Neulinge, die zum ersten Mal und völlig unvorbelastet mit webbasierten Anwendungen in Berührung kommen. Einfach ist nur, wenn man sich mit der Informatik etwas auskennt. Einfach ist es nur, wenn man so etwas ähnliches schon mal gemacht hat. Einfach ist es nur, wenn man die Installation und Konfiguration geschafft hat. Danach kann man loslegen und hemmungslos publizieren. Publizieren ist immer gut, denn es macht das Internet reicher. Wenn man dann so eine Weile rumpubliziert hat und sich auch innerlich der Blogosphäre etwas zugehörig fühlt, dann geht es erst richtig los! Das eigene Blog, es wird Schritt für Schritt funktional erweitert und optisch verbessert. Zeitgleich macht WordPress im operativen Betrieb aber auch immer wieder Zicken.

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Fast alles ist ein System

Die Welt ist ganz schön kompliziert und früher war sowieso alles irgendwie einfacher. Kann man jetzt erst einmal nicht abstreiten. Der Mensch selbst und die Akkumulierung von Technologie fordert uns fortlaufend heraus und man kann zunehmend beobachten, dass wir die Kontrolle darüber schleichend verlieren. Große Unternehmen sind zu richtigen Maschinen geworden, welche selbst innerhalb des Unternehmens nicht mehr vollständig zu begreifen sind. Auch die Gesellschaft zersplittert permanent in weitere Einzelstücke und die bewährten Rollenbilder helfen nicht mehr, dem Ganzen eine Struktur zu geben. Vielfalt ist toll, macht die Sache aber auch ganz schön unübersichtlich. Alles zusammen ergibt einen ganz schön anständigen Komplexitätsgrad der Wirklichkeit. Und in dieser komplizierten Wirklichkeit müssen wir leben. Deswegen sollten wir die Wirklichkeit auch ein Stück weit verstehen. Beim Verstehen kann man einen ganz wunderbaren Trick anwenden und sich ein abstrahiertes Modell zur Hilfe nehmen, welches unnötige Komplexität ausblendet und die Zusammenhänge auf das Wesentliche reduziert. Eines dieser Instrumente ist die Systemtheorie.

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Collision

Über Löwen, Geschenkpapier und Nervenkostüme

Löwen sind ja auch so ein Sternzeichen. Wenn sich jemand mit dem Ego auskennt, dann die. Überheblich, kritikunfähig, selbstsüchtig. Da hat man schon keine Lust mehr auf Löwen und will die Eigenschaften gar nicht weiter aufzählen. Wenigstens sollen die gut im Bett sein (angeblich). Die Männer zumindest! Eine Löwin wäre dagegen viel zu anstrengend (da musste liefern). Aber es gibt auch etwas Gutes zu berichten: An Weihnachten sind Löwen in der engeren Familie äußerst praktisch. Man muss nichts machen (noch nicht mal brav sein) und wird von oben bis unten von Geschenken überhäuft. Die können nichts dafür, die sind halt so. In deren Algorithmus wurde das fest implementiert. Äußerst unpraktisch ist es nur, wenn man selbst der Löwe ist.

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Gedanken entlang des Bewohnerparkausweis EXTENDED

Es gibt Fragen, die mag ich nicht so sehr gern. „Was gibt es Neues?“ zum Beispiel. Die Antwort fühlt sich unangenehm an. Die Abwesenheit der Veränderung drängt sich in das Bewusstsein und ich muss dabei an Stillstand und die Vergänglichkeit der Zeit denken. Im Kontrast dazu möchten sich aber in meinem Leben einfach keine stabilen Rituale einstellen. Immer wenn sich mal (versehentlich) eine Zeremonie eingebürgert hat (so was denkt man sich ja nicht aus), die man lieb gewinnt, auf die man sich freut, an der man sich orientiert, zerfällt der Brauch nach kurzer Zeit. Das steht natürlich im Widerspruch zum Erstgesagten. Auf diesen Konflikt habe ich keine Antwort und finde ihn selbst etwas sonderbar. Immerhin, Ausnahmen bestätigen die Regeln. Es gibt da so was, darauf freue ich mich jedes Jahr.

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But what I hope most of all is that you understand what I mean when I tell you that even though I do not know you and even though I may never meet you, laugh with you, cry with you, or kiss you, I love you. With all my heart, I love you.

Frohe Weihnachten

Du bist tot und ich bin am Leben

An diesem Tag war der Himmel voller grauer Wolken. Ich habe mich entsprechend wohl gefühlt. Ich mag das einfach, dieses beschauliche Grau. Zu oft fühle ich mich wie ein Fremdkörper, aber an diesem Tag war ich auf seltsame Weise mit der Welt verbunden. Irgendwann habe ich mein Notebook zugeklappt und bin spontan weg. Meine Kollegen haben sich schon etwas gewundert. Ich wusste auch nicht richtig, wie ich das erklären sollte. Bin in die Straßenbahn eingestiegen und ein paar Haltestellen später, aber auch ein paar Haltestellen früher als normal wieder ausgestiegen. Ich wollte auf dem Nachhauseweg noch ein bisschen Luft schnappen und ein Stück spazieren. Ich mag es, mir die Leute anzuschauen, die mir entgegen kommen. Ich mag es, mir die Leute zu betrachten, die in den Cafés sitzen. Ich mag es, die vorbeifahrende Straßenbahn zu beobachten. Auf dem Weg traf ich eine Bekannte und wir sind ein Stück zusammen gelaufen. Manchmal stimmt einfach die Chemie zwischen den Menschen, obwohl ich mich gar nicht richtig an ihren Namen erinnern konnte. Irgendwie war für den Moment alles perfekt und ich habe das sehr genossen. Kurz darauf schloss ich meine Wohnungstür auf, wechselte die Schuhe, räumte ein paar Dinge aus der Handtasche an ihren Wohnungsplatz.

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ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das ABC des kleinen Mülleimers

Müll, ein kleines Wort, aber viel dahinter. Müll ist eigentlich schon viel zu pauschal. Es gibt Hausmüll, Restmüll, Bioabfall, Altpapier, Leichtstoffverpackungen (Gelber Sack), Sperrmüll und sogar Sondermüll. Jeder dieser Mülltypen hat seine eigene Tonne und einen spezifischen Abtransport. Und damit geht das Drama auch erst richtig los, denn jeder Müll besitzt sein eigenes individuelles Wertstoffkreislaufsystem. Noch viel spannender ist aber die Frage, was der Müll über den Menschen selbst aussagt. Ein anderes Wort für Müll ist beispielsweise Überrest. Und warum gibt es das überhaupt, Überrest? Kann man mit diesem Rest tatsächlich nichts anders anstellen als in die Tonne werfen? Ich möchte hier aber nicht nur über Müll diskutieren, sondern im gleichen Atemzug einen aktuellen Beitrag zur Twitter-Forschung abliefern, auch wenn das im ersten Moment schon etwas komisch klingt. Aber bei der Frage, was ist Twitter, und was machen wir dort, da sind wir doch bisher auch noch nicht wesentlich weitergekommen, oder?

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